Groteske Strategie: Kurzarbeit im Automobilvertrieb
ICC-Chef Uwe Röhrig über absurde Vorgaben der Autohersteller und die Folgen für die Händler - Der Leidtragende ist wieder einmal der Kunde
"Das ist nicht zu fassen", kommentiert Uwe Röhrig, Inhaber der Berliner Automobilberatung International Car Concept (ICC) http://www.icconcept.de. "Wann, wenn nicht jetzt ist die Zeit für den Vertrieb, in die Offensive zu gehen und auch neue Konzepte zu testen? Jeder, der etwas vom Geschäft versteht, verstärkt doch die Vertriebsaktivitäten, wenn der Absatz das Problem ist, statt hier zu reduzieren." Der ehemalige Vertriebchef für Mercedes und Maybach sieht zwar die Argumentation in punkto Kosteneffizienz, ist aber der Auffassung, dass hier am falschen Ende gespart wird. "Kurzarbeit im Vertrieb kommt dem Einstellen jeder Verkaufstätigkeit sehr nahe. Das ist eine Bankrotterklärung des Managements und der Entscheider, die für ihre Handelsorganisationen Verantwortung tragen", so Röhrig.
Die Entscheider in den Herstellerzentralen beschäftigten sich mit der Planung und der Steuerung, dem Controlling und dem Marketing sowie der Entwicklung von Margenbausteinen für die Händler. Kurzarbeit bedeute, dass dies alles nur noch eingeschränkt funktioniere, vor allem nicht dann, wenn der Kunde es nachfrage. Dabei müssten hier eigentlich jederzeit Ansprechpartner erreichbar sein. Was dem Fass jedoch den Boden aushaue, seien die Direktiven an den Handel: "Gleichzeitig drängen die Zentralen der Autobauer die Händler aber dazu, die Personalstärke im Verkauf zu halten oder zu verstärken, um strauchelnden Wettbewerbern Kunden abzujagen. Das Ziel heißt dann Gewinn von Marktanteilen trotz Umsatzrückgangs", so die Erfahrung Röhrigs aus der jüngsten Vergangenheit. "Damit führen die Zentralen, die ja die Verantwortung für das operative Geschäft tragen, ihre eigenen Maßgaben ad absurdum."
Was dann folgt, ist ebenso klar wie abstrus: "Es gibt Händler, die sich der Kurzarbeit anschließen. Die sind damit immer noch für ihre Kunden da, doch auch hier nur im Zeitfenster der Kurzarbeit", sagt Röhrig. "Der Dumme ist auch hier einmal mehr der Kunde. Willkommen in Absurdistan!" Leider seien dann schon bald wieder die lauten Rufe nach staatlicher Hilfe, Unterstützung, nach Bürgschaften und Krediten zu vernehmen, so der Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmw.de. "Und im Superwahljahr, in dem jeder die gerade verteilten Denkzetteln bei Europa- und Kommunalwahlen noch vor Augen hat, finden all diese Rufe und Klagen leider auch Gehör", prognostiziert der Automotive Berater. Allerdings könne auch ein Gemeinwesen nicht bis um Sankt-Nimmerleinstag gemolken werden, so seine Warnung.
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International Car Concept (ICC)
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Datum: 11.06.2009 - 19:25 Uhr
Sprache: Deutsch
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Auto & Verkehr
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