EU-Kommission will Freie Berufe demontieren / Bundeszahnärztekammer: Mobilität darf Qualität nicht aushöhlen
ID: 956950
EU-Mitgliedstaaten auf, bei sog. regulierten Berufen, z.B. Freien
Berufen und Handwerk, das Berufsrecht zu überprüfen und
gegebenenfalls abzuschaffen. Erfasst werden ausdrücklich alle
regulierten Berufe einschließlich der Gesundheitsberufe. Die
Bundeszahnärztekammer kritisiert den Vorstoß der Kommission als
Frontalangriff auf Freiberuflichkeit und Qualität der deutschen
Ausbildungsberufe.
In den Prüfauftrag einbezogen werden insbesondere
Berufsausübungsregeln und Regeln zum Berufszugang sowie die
Mitgliedschaft in Berufskammern. Die Europäische Kommission möchte
damit die Finanzkrise angehen und das Wirtschaftswachstum anregen.
"Die europäische Freizügigkeit darf nicht zu einer Aushöhlung der
Qualität führen. Vor allem für Patienten muss das
Qualifikationsniveau der Behandler sichergestellt sein", erklärt der
Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel. "Mit diesem
Vorstoß sollen bewährte Systeme der beruflichen Selbstverwaltung, die
im Interesse der Patienten und Verbraucher eine hohe Qualität
beruflicher Leistungen garantieren, ohne Not zerstört werden".
"Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, die Folgen der
Wirtschafts- und Finanzkrise, die durch die völlige Liberalisierung
des Finanzsektors ausgelöst wurde, nun durch die Liberalisierung der
regulierten Berufe kompensieren zu wollen", so Engel abschließend.
Hintergrund Bei einem regulierten Beruf wird durch Rechts- und
Verwaltungsvorschriften festgelegt, dass die Berufsausübung nur
erfolgen darf, wenn der Nachweis über eine bestimmte Qualifikation
erbracht wurde.
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Dipl.-Des. Jette Krämer, Telefon: +49 30 40005-150,
E-Mail: presse@bzaek.de
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Datum: 07.10.2013 - 08:55 Uhr
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