Mit kleinen Schritten zum Wohlbefinden
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Mit kleinen Schritten zum Wohlbefinden
Niemand kann bei der Auswahl seiner Lebensmittel stets alle ethischen und moralischen Aspekte mitbedenken. Eine goldene Regel jedoch kann der Redakteur und Slow-Food-Aktivist Manfred Kriener in der fairkehr empfehlen: *So oft wie möglich selber kochen, und billiges Außer-Haus-Essen meiden." Nur so könne eine *Beziehung" zu Lebensmitteln aufgebaut und verschüttetes Wissen, Geschmack und Qualitätsbewusstsein wiederhergestellt werden. *Wer selber kocht und nach Geschmack entscheidet, landet fast automatisch bei Bio, weil Gemüse und Obst dann besser schmecken", ist sich Kriener sicher.
Luft ist das Lebensmittel schlechthin. Für dicke Luft sorgen hierzulande vor allem Schadstoffe aus Autos, Lkw, alten Dieselloks oder Schiffen. Besonders Feinstaub aus Dieselmotoren sorgt derzeit für Diskussionsstoff: Durch die winzigen, krebserregenden Rußpartikel sterben nach Angaben des Münchener GSF-Instituts für Epidemiologie pro Jahr bundesweit bis zu 19 000 Menschen vorzeitig. Weiträumige Umweltzonen, die es bisher in mehr als 30 Kommunen gibt, sind nachweislich ein wirksames Instrument, um die Luftqualität zu verbessern. Neben Filtern für alle Dieselfahrzeuge entlasten auch Tempolimits, bessere Bus- und Bahnverbindungen sowie Wohlfühlbedingungen für Fußgänger und Radler die Atemluft und gehören daher zu den Forderungen des VCD für mehr Lebensqualität in den Städten.
Regelmäßige körperliche Aktivität - am besten an der frischen Luft - sorgt nicht nur für Fitness, son-dern auch für geistiges Wohlbefinden. Dafür muss niemand zur Sportskanone mutieren, wie Ingo Froboese, Leiter des Zentrums für Gesundheit der deutschen Sporthochschule Köln in der fairkehr darlegt: Um Herz-Kreislauf-System, Immunsystem und Stoffwechsel anzuregen, genügen regelmäßige moderate Bewegungen wie Radfahren oder Spazierengehen. Muskeln und Knochen profitieren schon von einfachem Treppensteigen. Durch die bessere Durchblutung führt körperliche Aktivität zu mehr Leistung im Gehirn und durch die verstärkte Ausschüttung von sogenannten Glückshormonen auch zu seelischer Ausgeglichenheit.
Wer vom Auto auf das Fahrrad umsteigt, entlastet nicht nur die Umwelt, fördert Gesundheit sowie körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Er trägt zudem gerade in Großstädten zu mehr Ruhe bei, denn es ist vor allem der Verkehrslärm, der von vielen Menschen als störend empfunden wird. Bundesweit leiden mindestens 13 Millionen Menschen unter erheblicher Lärmbelastung. Gesetzlichen Schutz gibt es bisher bei Neu- oder Ausbau von Straßen, Schienen oder Flughäfen. Doch der Staat investiert auch an vorhandenen Verkehrswegen in den Lärmschutz, zum Beispiel in leise Kunststoff-Bremsbeläge für Güterwaggons oder die Erprobung lärmabhängiger Trassenpreise. Auch Tempolimits sorgen für mehr Ruhe, denn je schneller ein Auto, Lkw oder Motorrad, desto lauter.
Zudem ist jeder Einzelne gefragt, wenn es um weniger Straßenlärm geht: Vorausschauendes Fahren ohne unnötige Brems- und Beschleunigungsvorgänge, lärmarme und gleichzeitig spritsparende Reifen, nicht zu laut eingestellte Autoradios oder - am einfachsten und effektivsten - bei Kurzstrecken der Umstieg aufs Rad oder Schusters Rappen sorgen für mehr Ruhe und Wohlbefinden.
Alle Artikel zum Titelthema »Besser leben« lesen Sie in der Ausgabe 03/2009 der VCD-Mit-gliederzeitschrift fairkehr, dem Magazin für Umwelt, Verkehr und Reisen. Interessierten senden wir ein Rezensionsexemplar gerne kostenfrei zu. Weitere Informationen auch unter www.fairkehr-magazin.de
Bei Rückfragen: Anna Fehmel, VCD-Pressestelle, Fon 030/280351-12, Fax 030/280351-10, Mobil 0171/6052409, E-Mail presse@vcd.org , Internet www.vcd.org
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Datum: 15.06.2009 - 12:32 Uhr
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