Medikamente richtig anzuwenden fällt Älteren oft schwer

Medikamente richtig anzuwenden fällt Älteren oft schwer

ID: 959881
(ots) - Sehprobleme oder eingeschränkte Kraft in den Händen
können im Alter die Anwendung von Medikamenten erschweren. "Am besten
lässt man sich die richtige Anwendung eines Medikaments in der
Apotheke demonstrieren", sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der
Bundesapothekerkammer. "Das gilt besonders für technisch aufwändig
verpackte Medikamente wie Augentropfen oder Medikamente zur
Inhalation."

Ältere Menschen haben oft weniger Kraft in den Händen. Vielen
Älteren fällt es deshalb schwer, Kindersicherungen zu öffnen. Einige
Augentropfen sind so verpackt, dass vor dem ersten Öffnen ein Siegel
abgedreht oder aufgerissen werden muss. Andere Medikamente wie
Tubenverschlüsse müssen vor der ersten Entnahme durchbohrt werden.
Dafür braucht man relativ viel Kraft. Wer Schwierigkeiten damit hat,
kann sich das Medikament bereits in der Apotheke öffnen lassen.

Weil im Alter die Sehkraft nachlässt, steigt das Risiko für
Verwechslungen ähnlich aussehender Medikamente. Werden zum Beispiel
ein kurz- und ein langwirkendes Insulin miteinander verwechselt, kann
das zu Unterzuckerungen führen. Hilfreich ist es deshalb, ähnliche
Medikamente mit farbigem Klebeband, Filzklebepunkten oder durch gut
tastbare Aufkleber aus Sandpapier zu kennzeichnen. Wenn bei
Wirkstoffpflastern die Einreißkerben der Verpackung nur schlecht
erkennbar sind, lassen Patienten sich diese am besten in der Apotheke
markieren. Wer nicht gut sieht, kann Tropfen nur schlecht abzählen.
Wenn man die Tropfen in einen leeren Joghurtbecher fallen lässt, kann
man die Anzahl der Tropfen hören. Die Tropfen im Becher füllt man
dann mit etwas Wasser auf, so lässt sich die vollständige Dosis des
Medikaments schlucken. Wer einen klein gedruckten Beipackzettel nicht
entziffern kann, findet unter www.patienteninfo-service.de
gesprochene oder groß gedruckte Packungsbeilagen vieler Medikamente.



Diese Pressemitteilung und weitere Informationen stehen unter
www.abda.de



Pressekontakt:
Dr. Ursula Sellerberg, MSc,
Stellvertretende Pressesprecherin
Tel. 030 40004-134
E-Mail: u.sellerberg@abda.aponet.de

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Datum: 10.10.2013 - 13:23 Uhr
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