Verleihung des Deutschen Tierschutzpreises 2013
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Verleihung des Deutschen Tierschutzpreises 2013
Tatkräftige Arbeit in einer Schüler-Tierschutz-AG, Hilfe für rumänische Arbeitspferde oder die Kartierung von Fledermausquartieren: Tierschützerisches Engagement hat vielfältige Facetten. Erfahren konnte man dies bei der Verleihung des diesjährigen Deutschen Tierschutzpreises am 15.10.2013, mit dem Tierfreunde für ihren nachhaltigen Einsatz für Tiere ausgezeichnet wurden. Zum neunten Mal verlieh der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit der Zeitschrift FUNK UHR und den Marken Pedigree und Whiskas diesen bundesweit einzigartigen, mit insgesamt 7.000 Euro dotierten Preis. In diesem Jahr in Berlin.
Den ersten Preis (3.000 Euro) erhielt die MDG 4 Pfoten AG des Marion-Dönhoff-Gymnasiums aus Nienburg. Die Schüler der Tierschutz-AG legen unter der Leitung ihrer Lehrerin Anke Hagedorn ein vielfältiges Engagement für Tiere an den Tag. Im nahegelegenen Tierheim Schessinghausen führen sie unter anderem Hunde aus, reinigen die Kleintierkäfige oder organisieren Sammel- und Geldspendenaktionen. Auch Ausstellungen über das Leid von Tieren und Hilfskonzepte wie Patenschaften werden von den Kindern organisiert. So lernen die Kinder aktiv, Verantwortung zu übernehmen.
Der zweite Preis (2.000 Euro) ging an Markus Raabe, den ersten Vorsitzenden des Vereins Equiwent Hilfe e.V., für sein nachhaltiges Engagement zur Verbesserung der Lebensbedingungen rumänischer Arbeitspferde. Der Verein Equiwent Hilfe e.V. sorgt vor Ort dafür, dass die Tiere medizinisch und orthopädisch versorgt werden. Darüber hinaus werden die Besitzer aufgeklärt, sensibilisiert und geschult. Keines der Pferde wird nach Deutschland gebracht. Die ehrenamtliche Organisation besteht aus unabhängigen Tierärzten und Hufschmieden und ist auch in anderen EU-Ländern aktiv.
Den dritten Preis (1.000 Euro) gewann Christian Söder für seinen Einsatz für Fledermäuse. Der Kitzinger hat es sich im Alleingang zur Aufgabe gemacht, Sommer- und Winterquartiere von Fledermäusen zu kartieren, zu kontrollieren und zu säubern. Darüber hinaus hängt er neue Nistkästen auf und organisiert zudem Fledermausausstellungen und -führungen, um den Menschen die immer noch vorhandene Angst vor den Tieren zu nehmen.
Zum vierten Mal wurde in diesem Jahr der Preis für das Lebenswerk (1.000 Euro) verliehen. Für diese besondere Auszeichnung wählte die Jury Hildegard Miedel aus. Die engagierte Tierschützerin gründete in den 1980er Jahren eine Herberge für ausgestoßene, vernachlässigte und misshandelte Tiere: den Streichelzoo Arche Noah Meerbusch e.V. Dort werden nicht nur die Tiere aufgepäppelt und versorgt. Auch Kinder und Jugendliche der angegliederten Jugendfarm, einer pädagogisch betreuten Freizeiteinrichtung, profitieren durch den Umgang mit den Tieren. "Frau Miedel hat sich über viele Jahrzehnte für das Wohlergehen von Tieren verdient gemacht und kämpft trotz gesundheitlicher Probleme und ihrer fast 80 Jahre weiterhin täglich auf der Arche Noah für deren Schutz. Ich fühle mich geehrt, die Laudatio auf dieses Lebenswerk halten zu dürfen", so Fernsehmoderatorin Vera Int-Veen.
Erst zum zweiten Mal überhaupt wurde auch ein Sonderpreis im Bereich Tierrettung vergeben. Die Auszeichnung ging an die zehn Tierheime, die vom Hochwasser im Sommer dieses Jahres am schlimmsten betroffen waren, nämlich die Tierschutzvereine in Hallertau, Cottbus, Freilassing, Aue-Schwarzenberg, Görlitz, Burg, Lindau, Zeitz, Schmölln und Wolmirstedt. Den Preis nahm stellvertretend Thomas Naumann, erster Vorsitzender des Tierschutzvereins Hallertau u.U. e.V., entgegen. Mit diesem Sonderpreis werden die ehrenamtlichen Helfer und damit auch die Tierschutzvereine bedacht, die erheblich unter dem Hochwasser im Juni zu leiden hatten und nur durch teils massive Rettungsaktionen Tierleben retten konnten.
"Heute bin ich erneut tief beeindruckt, wie viele engagierte Tierschützer es gibt", freut sich Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes am Ende des Abends.
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Datum: 16.10.2013 - 11:21 Uhr
Sprache: Deutsch
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