Motorrad-ABS wird kleiner, leichter und preisgünstiger
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Motorrad-ABS wird kleiner, leichter und preisgünstiger
- Zwei-Kanal-ABS MK 100 MAB wird erstmals auf der EICMA gezeigt.
- Continental schafft eigene Organisationseinheit für Geschäft mit elektronischen Bremssystemen für Motorräder.
Die Weiterentwicklung ist nicht nur circa 50 Prozent kleiner und leichter als das aktuell angebotene Zwei-Kanal-ABS - aufgrund ihrer weiterentwickelten, robusteren Funktionen kann das MK 100 MAB zudem einfacher an die jeweiligen Motorradtypen angepasst werden. In der Standardausführung umfasst das neue System die ABS-Funktion sowie eine Abhebeerkennung des Hinterrads (Rear Wheel Lift-Off Protection, RLP). Je nach den Anforderungen des Kunden sind zusätzlich eine für den Rennstreckenbetrieb angepasste Sport-ABS-Funktion, ein Offroad-ABS für den Betrieb im Gelände sowie Traktionskontrolle möglich, wodurch der Antriebsschlupf beim Beschleunigen geregelt wird.
Continental konzentriert Motorradgeschäft in eigener Organisationseinheit
Bereits seit zehn Jahren entwickelt und produziert Continental Antiblockiersysteme für Zweiräder, um die aktive Fahrsicherheit von Motorrädern immer weiter zu verbessern. Mitte des Jahres wurde das Geschäft für elektronische Bremssysteme für Motorräder in einer eigenen Organisationseinheit innerhalb des Geschäftsbereichs Vehicle Dynamics (VED) der Division Chassis Safety konzentriert. "Continental will das bereits wachsende Motorradgeschäft in den nächsten Jahren weiter ausbauen - ein eigener organisatorischer Bereich bildet die Grundlage hierfür", sagte Ronan Le Roy, Leiter der neu geschaffenen Organisationseinheit Motorrad.
Genau wie beim Pkw sind Antiblockiersysteme bei Motorrädern wichtig, damit das Fahrzeug bei einer Vollbremsung stabil bleibt, das Vorderrad nicht blockiert und damit ein Sturz vermieden wird. "Studien von ADAC und DEKRA zeigen, dass durch die Ausstattung von Motorrädern mit ABS zwischen 20 und 30 Prozent der Unfälle verhindert werden könnten", so Ronan Le Roy. "Mit dem flächendeckenden Einsatz von ABS bei Motorrädern und Motorrollern könnte die Zahl der Schwerverletzten und Unfalltoten deutlich gesenkt werden." Die Europäische Union (EU) hat darauf bereits reagiert: Für alle Motorräder über 125 Kubikzentimeter wird ABS europaweit verbindlich vorgeschrieben. Diese Regelung gilt ab dem Jahr 2016 für neu entwickelte Modellreihen und ab 2017 für alle neuen Motorräder.
Continental bietet verschiedene elektronische Bremssysteme für Motorräder an, die alle auf der bewährten PKW-ABS-Technologie basieren:
Das Ein-Kanal-ABS eignet sich für kleinere Motorräder und Roller und wurde speziell für kostensensitive Märkte wie Asien entwickelt. Es verhindert das Blockieren des Vorderrades beim Bremsen und reduziert dadurch das Unfallrisiko des Fahrers.
Das Zwei-Kanal-ABS von Continental ist bereits seit 2008 in Serie; mit dem MK 100 MAB wird ab 2015 auch die Weiterentwicklung serienreif sein. Dieses Motorrad-Antiblockiersystem (MAB) bietet eine verbesserte Bremsenregelung und somit mehr Fahrsicherheit durch eine optimale Verzögerung.
Mit dem Motorrad-Integral-Bremssystem (MIB) können beide Räder abgebremst werden, obwohl der Fahrer nur den Vorderradbremshebel betätigt. Das System erkennt den Bremswunsch des Fahrers und baut auf dem anderen Bremskreis aktiv Druck auf, wodurch beide Räder verzögert werden.
Bildunterschrift: Das neue Motorrad-ABS MK 100 MAB eignet sich für alle Motorradtypen und ist circa 50 Prozent kleiner und leichter als vorherige Systeme.
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Datum: 22.10.2013 - 10:51 Uhr
Sprache: Deutsch
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