?Ein Meilenstein in der Altlastenbearbeitung?

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"Ein Meilenstein in der Altlastenbearbeitung"

Festveranstaltung nach 10 Jahren Generalvertrag in Thüringen



(pressrelations) - >"Wir haben das Beste daraus gemacht", mit diesen Worten eröffnete der Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Stefan Baldus, heute in Erfurt die Festveranstaltung anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Generalvertrages in Thüringen. Am 24.02.1999 unterzeichneten der Freistaat Thüringen und die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben den "Generalvertrag über die abschließende Finanzierung der Sanierung von ökologischen Altlasten in Thüringen".

"Der Generalvertrag ist ein Meilenstein in der Altlastenbearbeitung. Denn bis dahin musste jede einzelne Maßnahme, auch wenn es nur eine Erkundung war, aufgrund der anteiligen Finanzierung zwischen Bund und Land abgestimmt werden", so der Staatssekretär. Seit 1999 können die Thüringer Umweltbehörden die notwendigen Entscheidungen selbst treffen. Sofern die Voraussetzungen dafür vorliegen, werden die Maßnahmen aus einem Sondervermögen finanziert, in das der Bund und der Freistaat die entsprechenden Anteile eingezahlt haben.

"Das Modell war so erfolgreich, dass in den darauffolgenden Jahren weitere neue Bundesländer dem Beispiel Thüringens folgten. Erst vor zehn Monaten unterzeichnete Sachsen seinen Generalvertrag", hob Stefan Baldus hervor. Der Generalvertrag und eine Optimierung von Verwaltungsabläufen haben die Altlastenbearbeitung deutlich beschleunigt. Auf vielen ehemaligen Altstandorten haben sich inzwischen florierende Gewerbebetriebe angesiedelt. Doch ein Problem konnte bislang noch nicht zur Zufriedenheit Aller gelöst werden. Nicht jeder Standort ist für eine gewerbliche Nachnutzung im klassischen Sinne geeignet. Das aber ist die Voraussetzung dafür, dass Sanierungsmaßnahmen aus dem Sondervermögen finanziert werden können.

"Wir haben einerseits Brachflächen, die nicht genutzt werden können. Auf der anderen Seite steigt der Bedarf an Flächen für die Erschließung regenerativer Energieformen. Des Weiteren hat die Landesregierung das ehrgeizige Ziel, den Flächenverbrauch in Thüringen auf einen Hektar pro Tag zu senken. Was liegt da näher, als Altlasten- oder andere Brachflächen für die energetische Nachnutzung anzubieten?", fragt Stefan Baldus in seiner Eröffnungsrede. Mit diesen und anderen Fragestellungen werden sich über 100 Vertreter von Behörden, Ingenieurbüros und Forschungseinrichtungen, die sich mit der Sanierung von Altlasten befassen, auf der Tagung bis morgen in Erfurt beschäftigen.




Katrin Trommer-Huckauf
Pressesprecherin
Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt - ThüringenUnternehmensinformation / Kurzprofil:
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Datum: 18.06.2009 - 13:21 Uhr
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