Badische Neueste Nachrichten: Warnende Stimmen
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Stellung: Vor dem eigentlichen Beginn der Koalitionsgespräche erheben
die Mittelstands-Vertreter noch einmal warnend die Stimme. Dem Ruf
nach Steuererhöhungen und nach einem flächendeckenden Mindestlohn
wird eine eindeutige Absage erteilt. Die Frage ist nur, ob die
Mahnungen Gehör finden werden. Wer sich die Verhandlungsdelegationen
bei Union und SPD ansieht, gerät ins Zweifeln. Wirtschaftsvertreter
sind Mangelware, es überwiegen auf beiden Seiten die Sozialpolitiker.
Damit ist auch die Marschrichtung vorgegeben. Es geht um soziale
Wohltaten, und im Gefolge, um die Finanzierung dieser Wohltaten durch
höhere Staatseinnahmen. Da mögen die Vertreter der mittelständischen
Unternehmen noch so lamentieren - das Ohr der Kanzlerin finden sie
derzeit kaum noch. Wenn es, zum Beispiel, um die Interessen der
Großindustrie geht, sieht dies anders aus. Daimler und BMW können
sich in Brüssel auf die Bundesregierung verlassen, wenn es um neue
Grenzwerte für ihre Autos geht. Aber den vielen mittelständischen
Betrieben, die das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden, ihnen
fehlt das Sprachrohr. Dabei sind es nicht die Großkonzerne, die die
eigentliche Erfolgsgeschichte der deutschen Wirtschaft schreiben. Es
sind die vielen kleinen und mittleren Unternehmen, die mit ihrem
Engagement und ihrem Einfallsreichtum die Konjunktur auf Trab halten.
Bevor Geld verteilt wird, muss es erst einmal erarbeitet sein - diese
Maxime gilt auch weiterhin.
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Badische Neueste Nachrichten
Klaus Gaßner
Telefon: +49 (0721) 789-0
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Datum: 24.10.2013 - 22:45 Uhr
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