Ausstellungseröffnung - MOKI und VAKKI: Vergessene Orte
Galerie Bergwasser freut sich, die Doppelausstellung „Vergessene Orte“ mit den Künstlerinnen Moki und Vakki anzukündigen.
Die auf Holz gemalten Acrylbilder der deutschen Künstlerin Moki beleuchten innere Zufluchtsorte hinter Masken, zeigen aber auch schutzbietende Behausungen aller Art. Die Bilder bestechen durch die Reduzierung der Farbpalette auf Brauntöne, die verschiedenste Holzmuster nachahmen.
Farbenfroh und poppig fordern die Videos und Leinwandarbeiten der koreanischen Medienkünstlerin Vakki unsere Wahrnehmung heraus. Die sich virusartig ausbreitenden Muster und darin collagierten Werbebilder aus den 80er Jahren wirken fremdartig und vertraut zugleich.
Ohne Titel, Acryl auf Holz, 18 x 15 cm; Copyright by Moki(firmenpresse) - Die deutsche Künstlerin Moki ist mit elf kleinformatigen Werken aus ihrer neuen Serie "Shelter" vertreten. Die auf Holz gemalten Acrylbilder zeigen notdürftige Behausungen, Obdachlose in Decken gehüllt oder Flüchtlinge schlafend zusammengepfercht auf provisorischen Lagern. Orte, die gern übersehen und vergessen werden. Das brisante und hochaktuelle Thema Flucht, Entwurzelung und Asyl steht im markanten Gegensatz zum ausgewählten Medium Holz, welches stets Wärme und Behaglichkeit vermittelt. Mokis Technik erinnert an akkurate Intarsienarbeiten, die fein geschwungenen Begrenzungslinien und das Szenenhafte hingegen scheinen asiatischen Holzschnitten entliehen.
Mokis Bilder irritieren und strahlen zugleich Ruhe aus, die Spannung zwischen Sujet und Technik geht wundersam in Stille auf. Die dargestellten Menschen entbehren jegliche Lebendigkeit. Entweder blicken sie ausdruckslos aus pupillenlosen Augen oder verstecken sich hinter Masken und Tüchern oder sie schlafen.
Mit den neuen Holzbildern führt Moki ein zentrales Thema in ihrem vielfältigen Oeuvre fort: das Sich-Unsichtbarmachen.
Moki studierte 2001 Freie Kunst an der HFBK in Hamburg und schloss ihr Studium 2009 als Meisterschülerin von Prof. Dr. Matthias Lehnhardt ab. Sie hat an diversen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen, zuletzt an der Wanderausstellung “Wandering Ghost” in der Central Library Reykjavik in Island. Zur Zeit lebt und arbeitet sie in Berlin.
In ihrer Videoarbeit „Korean Illusion“ fordert die koreanische Medienkünstlerin Vakki unsere Wahrnehmung heraus. Sie collagiert Werbebilder der 80er Jahre mit sich virusartig ausbreitenden Strukturen und Emblemen sozialistischer Propaganda. Bekannte Bilder also, die aus vergessenen Ecken des kollektiven Gedächtnisses an die Oberfläche zurückgeholt werden. Die Werbebilder transformieren klischeehafte Frauenrollen in die heutige Zeit. Sie offenbaren einerseits, wie deplatziert und befremdend die farbenreichen Bilder nach über dreißig Jahren geworden sind, und andererseits wie sich manche Stereotypen hartnäckig halten.
Auch in ihren Leinwandarbeiten schöpft Vakki aus dem Fundus der Bildsprache mehrerer Epochen und Länder. Die abstrakten Strukturen beispielsweise erinnern an die westliche Op-Art der 60er Jahre. Durch die Kombination schafft sie neue Bedeutungsebenen. Flirrende Orte, die aus der Zeit gefallen scheinen.
2008 graduierte Vakki in den Fächern Film und Digitale Medien an der Hong-Ik University. 2012 wurde sie einem deutschen Publikum durch „Showcase in Berlin“ in der Platoon Kunsthalle bekannt gemacht. In Korea fällt die Allroundkünstlerin immer wieder durch raumgreifende Installationen auf, die sie zum Beispiel für KIA Motors inszenierte. Sie lebt und arbeitet derzeit in Seoul, Korea.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Uns, den Gründerinnen Jing Liu und Yaxin Yang, ist ein kultureller Austausch zwischen Deutschland und China wichtig. Denn bisher beherrschen Stereotypen, gängige Sehgewohnheiten und zumeist vorgefasste Meinungen auf beiden Seiten den Diskurs. Sie sollen durch die Präsentation innovativer und überraschender Kunstobjekte, Kunstbücher und Designprodukte verändert werden. Der Dialog der Menschen beider Länder wird um die eher leisen und besonderen kulturellen Zwischentöne bereichert. Die Galerieräume in der Grolmanstraße in Berlin-Charlottenburg sollen dafür als Ort der Begegnung und Entspannung dienen.
Das Programm der Galerie setzt sich aus chinesischen sowie deutschen Künstlerinnen und Künstlern der Gegenwart zusammen. Die Galerie präsentiert insbesondere junge Kunst, die erstmals in Berlin zu sehen sein wird.
Der Bergwasser Verlag fördert Künstlerinnen und Künstler in ihrem Vorhaben, hochwertige Kunstbücher herzustellen und in einer limitierten Auflage zu veröffentlichen.
Begleitend zu den Themen der Ausstellungen und Buchpräsentationen werden Workshops und Lesungen angeboten.
Im Bergwasser Designshop zeigen wir Designobjekte sowie Kleinmöbel aus China und Deutschland. Die Auswahl wird bestimmt von höchster künstlerischer Qualität, nachhaltiger Produktion, ökologischen Aspekten, Individualität und Kreativität. Der Schwerpunkt liegt auf chinesischen Designerinnen und Designern, deren Arbeiten in Berlin erstmalig zu erwerben sind. Das Sortiment wird um eine kleine Selektion an Tee aus kontrolliert biologischem Anbau aus Asien erweitert.
Des Weiteren bieten wir unter dem Label Bergwasser Design unsere eigenen Designprodukte an.
Für Firmen, Institutionen und Privatpersonen offerieren wir Vermittlungsarbeit, Kunstberatung und kuratorische Tätigkeiten, die wir unter dem Bereich Bergwasser Consulting zusammengefasst haben.
Kommen Sie doch auf eine Tasse Tee vorbei! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Für Presseanfragen kontaktieren Sie bitte Frau Minh An Szabó per Email:
szabo(at)galerie-bergwasser.de oder per Telefon: 030-9149 7030.
Datum: 26.10.2013 - 12:22 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 969315
Anzahl Zeichen: 3531
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Minh An Szabó
Stadt:
10623 Berlin
Telefon: 030 9149 7030
Kategorie:
Kunst und Kultur
Meldungsart: Produktankündigung
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 26.10.2013
Diese Pressemitteilung wurde bisher 469 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Ausstellungseröffnung - MOKI und VAKKI: Vergessene Orte"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Galerie Bergwasser (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Galerie schafft durch die ungewöhnliche Kombination von ausgesuchten Designprodukten und zeitgenössischer Kunst aus Asien und Deutschland einen Ort der Begegnung und der Entspannung. Bei einer Tasse Tee oder Kaffee kann in Bilderbüchern geblättert, können kleine ungewöhnliche Objekte entde
Weitere Mitteilungen von Galerie Bergwasser
Neue OZ: Kommentar zu Theater ...
Geduld ist gefragt Wer das Hamburger Schauspielhaus leiten will, darf nicht abergläubisch sein. Denn die große Bühne gilt als eines der am schwersten zu führenden Häuser im deutschsprachigen Raum. Seit den Glanzzeiten von Frank Baumbauer in den 90ern kam kein Intendant dort mehr künstl
Flug zum Mars, MOOCs und genetische Diagnostik ...
(ddp direct) Hamburg, 25. Oktober 2013 ? Die HFH Hamburger Fern-Hochschule öffnet am 2. November 2013 im Rahmen der fünften Nacht des Wissens ihre Türen. Neben über 50 weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen aus Hamburg und der Metropolregion steht das HFH-Studienzentrum in Hamburg-Barmbek (A
Alle wollen zurück zur Natur - doch was ist das genau? / Zwei 3sat-Sendungen, die die Frage stellen, was "Natur" ist, und wie wir mit ihr im Einklang leben können ...
Donnerstag, 31. Oktober 2013 18.30 Uhr: nano spezial: Das Ende der Natur Reportage von Ingolf Baur 20.15 Uhr: Wie viel Mensch verträgt die Natur? Wissenschaftsdokumentation von Ralf Blasius und Ildico Wille Erstausstrahlungen Den meisten Menschen ist sonnenklar: Natur ist per se gut und mus
»Wir wollen die Beziehungen fördern« ...
(NL/1517483124) Am 10. November tagt in Berlin der 3. Deutsche Israelkongress, zu dem erneut bis zu 3.000 Teilnehmer erwartet werden. Ziel des Kongresses ist es, die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland auf verschiedenen Ebenen zu fördern und zu verbessern. Organisator Sacha Stawski sieht di




