Neue OZ: Kommentar zu Sebastian Vettel

Neue OZ: Kommentar zu Sebastian Vettel

ID: 969554
(ots) - Der Meister seines Fachs

Vierter Titel in Serie, Sebastian Vettel steht jetzt auf einer
Stufe mit Juan Manuel Fangio, der in den Fünfzigerjahren das
Geschehen in der Vollgasbranche bestimmte, und Michael Schumacher,
der in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends der Alleinunterhalter
war.

Es hat Pfiffe gegeben gegen den Dominator der Szene vor einigen
Rennen; diese Pfiffe muss man sich erst erarbeiten. Denn diese
Unmutsäußerungen sind das Resultat der Verzweiflung der Konkurrenz.
Vettel hat es mal wieder geschafft, die perfekte Symbiose aus Mensch
und Maschine zu gestalten. Und so war es auch typisch für ihn, dass
er im Smog von Indien nicht auf Etappe, sondern um den Sieg fuhr.

Vettel ist anders geworden in dieser Saison. Kantiger,
streitbarer. Nicht mehr jedermanns Liebling, aber immer noch ein
Sympathieträger. Seriensieger, aber keine Rennmaschine. Ein Mann mit
Emotionen, nicht nur stark auf weichen Reifen, sondern auch in den
Gefühlen, wenn sie ihn übermannen, wie nach dem Sieg in Indien zu
besichtigen war.

Sebastian Vettel ist einer der wenigen Weltstars des deutschen
Sports. Man sollte ihn nicht darauf reduzieren, mit den
Brausemillionen aus Österreich diese exponierte Stellung erreicht zu
haben. Er ist ein Meister seines Fachs - und das mag für viele
ernüchternd und erschreckend sein: Vettel ist erst 26.



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drucken  als PDF  Show trifft Sport - Munich Indoors Mittelbayerische Zeitung: Leitartikel zu Vettel: Umsteigen bitte! von Jürgen Scharf
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Datum: 27.10.2013 - 22:00 Uhr
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