Neue OZ: Kommentar zu Gesellschaft / Gesundheit
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Leben ist ganz schön kompliziert. Vor lauter Möglichkeiten, aber
auch Anforderungen kann einem schwindelig werden. Sich hiervon nicht
niederringen zu lassen ist in unserer Zeit sicher eine
Herausforderung für jeden; Komplexität macht Arbeit.
Insofern überraschen die Ergebnisse der Stress-Studie nicht: Viele
empfinden ihr Leben als stressiger als früher, viele sehen dafür im
Job die Hauptursache, viele räumen aber auch ein, durch hohe
Ansprüche an sich selbst den Stress-Level hochzupeitschen. Es ist
eine Mischung aus Kritik an äußeren Umständen und am eigenen
Verhalten. Sie verdeutlicht, wie sehr berufliche und private Sphären
ineinandergreifen. Dies kann zum Problem werden, und die Studie zeigt
es deutlich: den Job erledigen, nebenbei ein spannendes Sozialleben
führen, womöglich ein paar Kinder erziehen und das Ganze so unter
einen Hut bekommen, dass alle Beteiligten inklusive der eigenen
Person zufrieden sind. Wer wäre da nicht gestresst?
Gut, dass die Studie einmal mehr darauf hinweist. Am Ende aber
verharrt man ratlos, denn Umfragen bilden Tendenzen ab, geben aber
keine Verhaltenstipps. Das müssen die Menschen selbst erledigen.
Wieder mehr Arbeit, könnte man denken. Oder eine gute Gelegenheit,
sein Verhalten zu hinterfragen. Wie gehe ich mit Stress um? Habe ich
die Möglichkeit, Belastungen zu reduzieren? Muss ich eigentlich jedem
und allem gerecht werden? Kompliziert, dieses Leben.
Cornelia Mönster
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Datum: 30.10.2013 - 22:00 Uhr
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