Weltklimakonferenz in Warschau / VKU fordert ehrgeizige europäische Klimaziele
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Warschau. Die Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention sowie des
Kyoto-Protokolls treffen sich, um ein umfassendes weltweites
Klimaschutzabkommen vorzubereiten, das Verpflichtungen für alle
Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer beinhaltet. Vor dem
Hintergrund, dass das Kyoto-Protokoll bereits ausgelaufen ist und nur
bis 2020 verlängert wurde, soll nun ein neues Klimaschutzabkommen auf
der Klimakonferenz 2015 in Paris verabschiedet werden, das ab 2020
greifen soll. "Das Ergebnis der Warschauer Konferenz wird nicht ohne
Einfluss auf die Diskussion der Europäischen Union in Bezug auf ihre
Klimaziele bis 2030 bleiben", bewertet Hans-Joachim Reck,
Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), die
anstehenden Verhandlungen.
"Wenn sich auch Drittländer ambitionierte Ziele setzen, wird es
die Durchsetzung ehrgeiziger Ziele auch in der EU erleichtern", so
Reck. Die Europäische Union ist weltweit nur für elf Prozent der
Emissionen zuständig, nimmt aber derzeit durch die europaweiten
Klimaziele und ihre Umsetzung eine Vorbildfunktion ein. Reck: "Mit
Blick auf sichere Rahmenbedingungen plädieren wir dafür, dass die
Europäische Union sich nicht durch schleppende Verhandlungen lähmen
lässt. Rechtlich verbindliche Ziele für den CO2-Ausschuss und die
erneuerbaren Energien bis 2030 sind dringend erforderlich."
Vor allem beim europäischen CO2-Zertifikatehandel als zentrales
Instrument, um klimarelevante Emissionen zu reduzieren, sind Reformen
dringend erforderlich. Derzeit sind zu viele Zertifikate im Markt,
was wiederum zu extrem niedrigen Preisen führt. Dadurch kann der
europäische Emissionshandel keine ausreichenden Anreize für
Investitionen und den Betrieb von emissionsarmen Technologien setzen.
Den bestehenden Defiziten muss die EU dringend durch kurzfristig
greifende und dauerhaft geltende Strukturmaßnahmen begegnen. "Das
kürzlich vom Europäischen Parlament beschlossene Backloading ist ein
Schritt in die richtige Richtung, um den Zertifikatepreis anzuheben",
betont Reck. "Das heute nun auch der Ministerrat den Weg für
Trilogverhandlungen zu diesem Thema frei gemacht hat, bringt wieder
Bewegung in die Diskussion. Allerdings sind weitere strukturelle
Maßnahmen dringend erforderlich, denn ein funktionierender
Zertifikatehandel in der EU hat großen Vorbildcharakter für den
weltweiten Klimaschutz."
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt über 1.400
kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie,
Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit 235.000 Beschäftigten
wurden 2010 Umsatzerlöse von rund 95 Milliarden Euro erwirtschaftet
und etwa 8 Milliarden Euro investiert. Die VKUMitgliedsunternehmen
haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 49,1Prozent in der
Strom-, 58,4 Prozent in der Erdgas-, 77,2 Prozent in der
Trinkwasser-, 60,0 Prozent in der Wärmeversorgung und 16,5 Prozent in
der Abwasserentsorgung.
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Datum: 08.11.2013 - 14:21 Uhr
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