SEPA-Studie: Technische Probleme erschweren den Endspurt
ID: 979597
Euro-Zahlungsverkehrsraums haben deutsche Finanzunternehmen immer
noch technische Schwierigkeiten bei der Umstellung. Die größten
Probleme bereitet die neue SEPA-Mandatsverwaltung. Vier von zehn
Banken sind in diesem Bereich noch schwach aufgestellt. Bei
Versicherungsunternehmen zeigen sich zudem Unregelmäßigkeiten bei der
Umstellung auf IBAN und BIC. Das zeigt die vierte Umfrage des IT- und
Beratungsunternehmens PPI AG zum SEPA-Readiness-Index. Der Index
fasst in einer Prozentreihe zusammen, wie weit Finanzfirmen bei der
SEPA-Einführung sind.
Eine Hauptaufgabe bei der SEPA-Umstellung ist die Einführung einer
Mandatsverwaltung. Spätestens zum Stichtag 1. Februar 2014 lösen
SEPA-Mandate für die Basis- und Firmenlastschrift alle bisher
verwendeten Abbuchungs- und Einzugsermächtigungen für den
Zahlungsverkehr mit Geschäftskunden ab. Hierzu sind unter anderem
Gläubiger-IDs und Vorankündigungen erforderlich. Vier von zehn Banken
haben die Umsetzungsphase in diesem Bereich noch nicht abgeschlossen.
Einzelne Geldhäuser wissen zudem nicht, ob sie alle Auflagen im
Bereich der Mandatsverwaltung zum SEPA-Stichtag abgeschlossen haben
werden.
"Banken hatten teilweise ihre eigenen Transaktionen mit anderen
Banken nicht ausreichend im Blick. Deshalb kommt es zu
Schwierigkeiten", sagt Dr. Hubertus von Poser, Studienleiter und
Experte für Zahlungsverkehr beim Beratungshaus PPI AG. Hinzu kommt,
dass die Kreditinstitute die Einführung der Mandatsverwaltung und die
Anpassung der Lastschriftverfahren lange Zeit zu optimistisch gesehen
haben. Noch im April dieses Jahres gingen Banken davon aus, in diesen
Bereichen während der SEPA-Endspurtphase wesentlich besser
aufgestellt zu sein, so weitere Studienergebnisse.
Auch Assekuranzen haben derzeit noch Probleme bei der Einführung
der Mandatsverwaltung und der Anpassung der Lastschriftverfahren.
Hinzu kommen bei jedem fünften Versicherer technische Schwierigkeiten
bei der Umstellung der nationalen Kontonummer und Bankleitzahl auf
ihre internationalen Nachfolger IBAN und BIC, vereinzelt auch bei den
Anpassungen von Überweisungsvorgängen und bei der Umstellung der
Datenformate DTA auf XML. Dennoch gehen alle Versicherer davon aus,
die SEPA-Umstellung bis Februar 2014 vollständig abzuschließen.
Auch die Banken sind dank erheblicher Kraftanstrengungen in den
vergangenen Monaten mittlerweile zuversichtlich, in nahezu allen
Bereichen rechtzeitig fertig zu werden. "Brisant wird es hingegen bei
den Geschäftskunden", sagt Dr. von Poser. Die fehlende Akzeptanz der
Geschäftskunden und deren mangelnde Vorbereitung bereiten deutschen
Banken bei der SEPA-Einführung derzeit die größten Sorgen. "Es ist
höchste Zeit für einen echten Schlussspurt. Vor allem die
Geschäftskunden werden noch stärkere Unterstützung von ihren Banken
brauchen", sagt Zahlungsverkehrsexperte Dr. von Poser. "Ein weiterer
Unsicherheitsfaktor ist, dass kaum eine Bank ihren Geschäftskunden
eine umfassende SEPA-Testumgebung anbieten kann".
Über den "SEPA-Readiness-Index"
Der SEPA-Readiness-Index der PPI AG zeigt die Entwicklung der
SEPA-Einführung in Deutschlands Kreditinstituten und Versicherungen.
Der Index wurde im September 2013 zum vierten Mal ermittelt. Die
erste Befragung fand im August 2012 statt, die zweite im November
2012, die dritte im April 2013. In den Indexwert fließen der aktuelle
sowie der auf Sicht von sechs Monaten erwartete Umsetzungsstand ein.
Dabei wird nach fünf inhaltlichen Ebenen differenziert: Umstellung
auf IBAN/BIC, Überweisungsvorgänge, Lastschriftverfahren, Umstellung
von DTA auf XML-Format sowie Einführung der Mandatsverwaltung. Die
Studie wurde erneut im Auftrag der PPI AG unter SEPA-Verantwortlichen
aus 30 Kreditinstituten und 30 Versicherungen erhoben.
PPI Aktiengesellschaft
Die PPI Aktiengesellschaft ist seit mehr als 25 Jahren an den
Standorten Hamburg, Kiel, Frankfurt, Düsseldorf und Paris erfolgreich
für die Finanzbranche tätig. 2012 erwirtschaftete das Unternehmen mit
seinen 358 Mitarbeitern 42,4 Millionen Euro Umsatz in den drei
Geschäftsfeldern Consulting, Software Factory und
Electronic-Banking-Produkte. Im E-Banking liegt der Schwerpunkt auf
sicheren und wirtschaftlichen Standardprodukten für die Kommunikation
zwischen Firmenkunden beziehungsweise Privatkunden und ihrer Bank.
Hier ist die PPI AG Marktführer in Deutschland. In der
Software-Entwicklung stellt PPI durch professionelle und verlässliche
Vorgehensweise eine hohe Qualität der Ergebnisse und absolute Termin-
und Budgettreue sicher. Das Consulting-Angebot erstreckt sich von der
strategischen über die bank- und versicherungsfachliche bis zur
IT-Beratung.
Pressekontakt:
Oliver Seifried
Faktenkontor GmbH
Tel: +49 (0)40 253 185-127
Fax: +49 (0)40 253 185-327
E-Mail: oliver.seifried@faktenkontor.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.11.2013 - 09:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 979597
Anzahl Zeichen: 5461
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hamburg
Kategorie:
Finanzdienstleistung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 260 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"SEPA-Studie: Technische Probleme erschweren den Endspurt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
PPI AG (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Damit Banken künftig Zahlungen in digitalem Euro für ihre Kunden abwickeln können, entwickelt die Hamburger PPI AG eine eigene Plattform. Die Software soll von den Instituten entweder selbst betrieben oder als "as a Service"-Modell genutzt werden. Zudem will PPI bestehende Produkte für
FiDA-Marktanalyse: Versicherungsbranche hält sich noch zurück ...
Die FiDA-Verordnung bringt neben regulatorischer Belastung auch neue Möglichkeiten für die Versicherungsbranche mit. In einer Marktanalyse von ibi research im Auftrag der PPI AG konnten rund zwei Drittel der 31 Befragten konkrete Use Cases benennen, die direkt aus der FiDA-Verordnung resultieren.
Studie: Cyberangriffe sind größte Herausforderung für Banken und Versicherungen bis 2030 ...
Für 64 Prozent der Topmanager in Banken und Versicherungen gehören Cyberangriffe zu den größten Herausforderungen bis 2030. Damit stehen Cyberangriffe noch vor der Digitalisierung und der Verschlechterung der Kreditqualität (bei Banken) bzw. der zunehmenden Regulatorik (bei Versicherungen). In
Weitere Mitteilungen von PPI AG
Größter Makler für Wohnimmobilien / LBS Immobilien GmbH und Sparkassen-Finanzgruppe erhalten erneut Top-Platzierungen im Makler-Ranking des Branchen-Fachmagazins "immobilienmanager" (FOTO ...
Die LBS Immobilien GmbH (LBS I) hat 2012 gemeinsam mit ihren Kooperationssparkassen ihre Marktführerschaft in der Wohnimmobilienvermittlung in Rheinland-Pfalz weiter ausgebaut. Das belegt das aktuelle Makler-Ranking der branchenweit beachteten Fachzeitschrift "immobilienmanager".
Aktionsangebot für schnellentschlossene Privatkunden: 0,99% effektiver Jahreszins für sofort verfügbare PKW ...
- 0,99% effektiver Jahreszins für nahezu alle sofort verfügbaren Ford PKW - Ford Auswahl-Finanzierung mit flexibel gestaltbarem Vertragsende - Gültig bis Ende November 2013 Schnellentschlossene Privatkunden können sich ab sofort eine Finanzierung mit einem effektiven Jahres
Wirecard und cadooz geben gemeinsam Co-Branding-Prepaidkarten heraus / Maestro-Prepaidkarten als Instrument zur Mitarbeiter-incentivierung / Flexible White-Label-Lösung ...
Die Wirecard Card Solutions Ltd., ein Unternehmen der Wirecard Gruppe, hat als ein europaweit führendes, kartenausgebendes Finanzinstitut das neue Co-Branding-Projekt der cadooz GmbH, ein Unternehmen der Euronet Worldwide, Inc. (NASDAQ: EEFT), übernommen. Die Hamburger Firma zählt zu den füh
cashcloud: Bezahlen mit dem Smartphone wird dank NFC Sticker jetzt Realität ...
+ cashcloud AG kooperiert mit MasterCard® + NFC Sticker zum kontaktlosen Bezahlen per Smartphone nun erhältlich + In über 10.000 Geschäften in Deutschland sowie für Onlineshopping einsetzbar In Geschäften mit MasterCard® PayPass[TM]-Terminal kann seit heute jeder Kauf mit dem cashclo




