Erste Ökobilanz für einen Offshore-Windpark
ID: 984100
ste Ökobilanz für einen Offshore-Windpark
Grüner Strom von hoher See
RUB-Ingenieure erstellen erste Ökobilanz für einen Offshore-Windpark
"Alpha ventus" hat sich nach einem Jahr energetisch amortisiert
Ingenieure der Ruhr-Universität haben eine Ökobilanz für den deutschen Windpark "alpha ventus" in der Nordsee erstellt. Damit analysierten sie erstmals weltweit Energieverbrauch und Schadstoffemissionen eines Offshore-Parks. Das Fazit: Die Energie, die in Aufbau und Wartung geht, machen die Windkraftanlagen schon nach knapp einem Jahr wett. Energetisch amortisieren sie sich somit schneller als Solaranlagen.
Ausführlicher Beitrag zum Thema
Einen ausführlichen Text zu der Ökobilanz von "alpha ventus" mit Bildern finden Sie online in "RUBIN", dem Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität:
http://rubin.rub.de/de/herbst-2013/gruener-strom-von-hoher-see
Fundament braucht mehr Energie als die Windkraftanlage selbst
Die mit Abstand energieärmste Phase im Lebenszyklus eines Windparks ist der Abbau. Der Betrieb schlägt immerhin mit 20 Prozent des gesamten Energieaufwands zu Buche - hauptsächlich aufgrund von wartungsbedingten Schiffs- und Helikoptereinsätzen. Gut Dreiviertel des Energieaufwandes entfallen auf die Herstellungsphase, also Materialproduktion und Aufbau. Die Herstellung des Fundaments der Windkraftanlagen ist dabei energieintensiver als die Fertigung der Windkraftanlage selbst. "Es hat sich gezeigt, dass die großen dicken Brummer, die die Ökobilanz bestimmen, die Stahlmengen sind, die in ?alpha ventus? verbaut sind", resümiert Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner vom Lehrstuhl Energiesysteme und Energiewirtschaft. Etwa 87 Prozent einer Windkraftanlage mit Kabel und Fundament bestehen aus Stahl.
Mehr humantoxische Stoffe bei Windkraft als beim deutschen Strommix
Nicht nur beim Energieverbrauch, auch bei vier von fünf Schadstoffindikatoren stand "alpha ventus" im Vergleich zum deutschen Strommix gut da. Allerdings erzeugt Windkraft mehr Emissionen, die die menschliche Gesundheit schädigen, als der Strommix. Die Ursache: Der schädliche Stoff entsteht bei der Produktion von Stahl, und davon beinhalten Windkraftanlagen bezogen auf die erzeugte Elektrizitätsmenge wesentlich mehr als ein kompaktes Kohlekraftwerk. Dieser Wert sei jedoch immer noch klein in absoluten Zahlen, sagt Wagner.
So entsteht die Ökobilanz
In die Ökobilanz gehen Energieverbrauch und Schadstoffausstoß für den gesamten Lebenszyklus des Windparks ein. Das bedeutet: "Wie viel Energie braucht man, um das ganze Material für den Park herzustellen, die Komponenten zu fertigen, an ihren Standort zu transportieren, aufzubauen, zu warten und eines Tages wieder abzubauen, und wie viele Schadstoffe entstehen in diesem Prozess?" erklärt Wagner. Dem gegenüber stellten die Ingenieure, wie viel Energie beziehungsweise Schadstoffe man einspart, indem man Strom mit "alpha ventus" und nicht mit dem deutschen Strommix herstellt. Dieser besteht zurzeit zu 16 Prozent aus Kernenergie und zu 23 Prozent aus regenerativen Energien; den Rest liefern Kohle- und Erdgaskraftwerke. Finanzielle Aspekte gehen nicht in die Rechnung ein.
Weitere Themen in RUBIN
Hirnstimulation mit Fingerspitzengefühl - Handschuh für Schlaganfallpatienten verbessert Tastsinn und Motorik; Klima-Dynamik von Höhlen; Wie Firmen Kunden zu nachhaltigem Verhalten bewegen können; Wie der Bildungsaufstieg von der Unter- in die Oberschicht funktioniert; Ostalgie? Fehlanzeige! - Das DDR-Bild von thüringischen Schülern; Bakterien unter Beschuss - Auf der Suche nach neuen Antibiotika; Unterwegs auf virtuellen Straßen - Forschung am vernetzten Auto; "NSA is Watching You"
Weitere Informationen
Prof. Dr.-Ing Hermann-Josef Wagner, Lehrstuhl Energiesysteme und Energiewirtschaft, Fakultät für Maschinenbau, Tel. 0234/32-28044, E-Mail: lee@lee.rub.de
Redaktion: Dr. Julia Weiler
Ruhr-Universität Bochum
Universitätsstraße 150
44780 Bochum
Deutschland
Telefon: 0234 32-201
Telefax: 0234 32-14201
URL: http://www.ruhr-uni-bochum.de
Grüner Strom von hoher See
RUB-Ingenieure erstellen erste Ökobilanz für einen Offshore-Windpark
"Alpha ventus" hat sich nach einem Jahr energetisch amortisiert
Ingenieure der Ruhr-Universität haben eine Ökobilanz für den deutschen Windpark "alpha ventus" in der Nordsee erstellt. Damit analysierten sie erstmals weltweit Energieverbrauch und Schadstoffemissionen eines Offshore-Parks. Das Fazit: Die Energie, die in Aufbau und Wartung geht, machen die Windkraftanlagen schon nach knapp einem Jahr wett. Energetisch amortisieren sie sich somit schneller als Solaranlagen.
Ausführlicher Beitrag zum Thema
Einen ausführlichen Text zu der Ökobilanz von "alpha ventus" mit Bildern finden Sie online in "RUBIN", dem Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität:
http://rubin.rub.de/de/herbst-2013/gruener-strom-von-hoher-see
Fundament braucht mehr Energie als die Windkraftanlage selbst
Die mit Abstand energieärmste Phase im Lebenszyklus eines Windparks ist der Abbau. Der Betrieb schlägt immerhin mit 20 Prozent des gesamten Energieaufwands zu Buche - hauptsächlich aufgrund von wartungsbedingten Schiffs- und Helikoptereinsätzen. Gut Dreiviertel des Energieaufwandes entfallen auf die Herstellungsphase, also Materialproduktion und Aufbau. Die Herstellung des Fundaments der Windkraftanlagen ist dabei energieintensiver als die Fertigung der Windkraftanlage selbst. "Es hat sich gezeigt, dass die großen dicken Brummer, die die Ökobilanz bestimmen, die Stahlmengen sind, die in ?alpha ventus? verbaut sind", resümiert Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner vom Lehrstuhl Energiesysteme und Energiewirtschaft. Etwa 87 Prozent einer Windkraftanlage mit Kabel und Fundament bestehen aus Stahl.
Mehr humantoxische Stoffe bei Windkraft als beim deutschen Strommix
Nicht nur beim Energieverbrauch, auch bei vier von fünf Schadstoffindikatoren stand "alpha ventus" im Vergleich zum deutschen Strommix gut da. Allerdings erzeugt Windkraft mehr Emissionen, die die menschliche Gesundheit schädigen, als der Strommix. Die Ursache: Der schädliche Stoff entsteht bei der Produktion von Stahl, und davon beinhalten Windkraftanlagen bezogen auf die erzeugte Elektrizitätsmenge wesentlich mehr als ein kompaktes Kohlekraftwerk. Dieser Wert sei jedoch immer noch klein in absoluten Zahlen, sagt Wagner.
So entsteht die Ökobilanz
In die Ökobilanz gehen Energieverbrauch und Schadstoffausstoß für den gesamten Lebenszyklus des Windparks ein. Das bedeutet: "Wie viel Energie braucht man, um das ganze Material für den Park herzustellen, die Komponenten zu fertigen, an ihren Standort zu transportieren, aufzubauen, zu warten und eines Tages wieder abzubauen, und wie viele Schadstoffe entstehen in diesem Prozess?" erklärt Wagner. Dem gegenüber stellten die Ingenieure, wie viel Energie beziehungsweise Schadstoffe man einspart, indem man Strom mit "alpha ventus" und nicht mit dem deutschen Strommix herstellt. Dieser besteht zurzeit zu 16 Prozent aus Kernenergie und zu 23 Prozent aus regenerativen Energien; den Rest liefern Kohle- und Erdgaskraftwerke. Finanzielle Aspekte gehen nicht in die Rechnung ein.
Weitere Themen in RUBIN
Hirnstimulation mit Fingerspitzengefühl - Handschuh für Schlaganfallpatienten verbessert Tastsinn und Motorik; Klima-Dynamik von Höhlen; Wie Firmen Kunden zu nachhaltigem Verhalten bewegen können; Wie der Bildungsaufstieg von der Unter- in die Oberschicht funktioniert; Ostalgie? Fehlanzeige! - Das DDR-Bild von thüringischen Schülern; Bakterien unter Beschuss - Auf der Suche nach neuen Antibiotika; Unterwegs auf virtuellen Straßen - Forschung am vernetzten Auto; "NSA is Watching You"
Weitere Informationen
Prof. Dr.-Ing Hermann-Josef Wagner, Lehrstuhl Energiesysteme und Energiewirtschaft, Fakultät für Maschinenbau, Tel. 0234/32-28044, E-Mail: lee@lee.rub.de
Redaktion: Dr. Julia Weiler
Ruhr-Universität Bochum
Universitätsstraße 150
44780 Bochum
Deutschland
Telefon: 0234 32-201
Telefax: 0234 32-14201
URL: http://www.ruhr-uni-bochum.de
PresseKontakt / Agentur:
Ruhr-Universität Bochum
Universitätsstraße 150
44780 Bochum
Deutschland
Telefon: 0234 32-201
Telefax: 0234 32-14201
URL: http://www.ruhr-uni-bochum.de
Datum: 20.11.2013 - 09:51 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 984100
Anzahl Zeichen: 9173
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 412 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Erste Ökobilanz für einen Offshore-Windpark"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Ruhr-Universität Bochum (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
für Elektroautos: Neuer Sensor detektiert Manipulationen der Ladestrommessung Sichere Ladesäule auf dem Campus der Ruhr-Universität Sechs Lehrstühle und Arbeitsgruppen der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der RUB bauten mit den Projektpartnern eine komplette Ladesäule
EU-Projekt: Halbkünstliche Chloroplasten sollen biotechnologisch relevante Produkte herstellen ...
ünstliche Chloroplasten sollen biotechnologisch relevante Produkte herstellen Maßgeschneiderte Photosynthese In der Photosynthese wandeln Pflanzen Wasser und Kohlendioxid mithilfe von Sonnenlicht in chemische Energie und Biomasse um. Sie nutzen den Prozess, um Biomasse zu erzeugen, also neue
'Digital Junkies': Buch über Internetabhängigkeit erschienen ...
": Buch über Internetabhängigkeit erschienen Internet- und Computerspielabhängige leiden häufig auch unter Depressionen, sozialen Ängsten und Aufmerksamkeitsstörungen. Zu ihnen gehören auch Menschen, die sich in die Cybersex- und Social Media-Welten flüchten und dort zusehends vere
Weitere Mitteilungen von Ruhr-Universität Bochum
Mit dem Gum Catcher bleibt das Kaugummi nicht in der Umwelt kleben ...
Kaugummis kleben nicht nur unangenehm, sie sind auch nicht biologisch abbaubar ? was viele Kaugummi-Liebhaber sicherlich überraschen dürfte. Damit sie nach dem Genuss nicht die Umwelt belasten, ist eine Mülltrennung mit dem Gum Catcher, einem speziell entwickelten Kaugummi-Mülleimer, sinnvoll.
Strafverfahren gegen AKW Gösgen und Leibstadt: Stellungnahme von Greenpeace Schweiz und TRAS ...
Greenpeace Schweiz und der Trinationale Atomschutzverband (TRAS) nehmen den Entscheid der kantonalen Staatsanwaltschaften Aargau und Solothurn, das Strafverfahren gegen die Atomkraftwerke Leibstadt und Gösgen einzustellen, zur Kenntnis. Wir werden die Begründung der Justizbehörden vertieft anal
Neuorganisation des Vertriebs bei der KOSTAL Solar Electric ...
Mit einer konsequenten Neuorganisation des Vertriebs bereitet sich die KOSTAL Solar Electric auf die neuen Herausforderungen im nationalen und globalen Photovoltaikmarkt vor. Mit sofortiger Wirkung werden die bisher stark landesspezifischen Vertriebsbereiche in klassische Sales Center für den PIKO
Für Umwelt und Geldbeutel: So sparen Verbraucher beim Heizen ...
Erste kalte Nächte lassen den langsam nahenden Winter erahnen - gut, wenn jetzt Wohnung und Heizung bestens auf die neue Heizsaison vorbereitet sind. Der Initiativkreis Stadtwerke Nordbayern gibt Tipps, wie Verbraucher mit einfachen Mitteln Heizkosten und Umweltbelastung senken und gut gerüstet in




