Viel Rauch um nichts.
Verdacht auf Anlagebetrug mit "rauchfreien Zigaretten"
Die Firmen haben, so die Staatsanwaltschaft, seit über vier Jahren Kapitalanleger geworben und in betrügerische Weise Aktien von Gesellschaften vertrieben, die "rauchfreie Zigaretten" herstellen sollten. Mit dem vollmundigen Versprechen, kurz vor der Serienreife zu stehen, wurden die Anleger mit hohen Gewinnen aus der Steigerung des Aktienkurses geködert. Hochglanzprospekte und eine umfangreiche Internetpräsentation sowie Auftritte als Sponsoren bei bekannten Veranstaltungen ("Miss Germany") sollten ein seriöses Firmenimage vermitteln. Börsengänge hat es allerdings nie gegeben.
Die Ermittlungen gestalteten sich durch die häufigen Umfirmierungen, Neugründungen, Auflösungen, Umwandlungen und Übernahmen verschiedener Gesellschaften aus dem In- und Ausland sehr schwierig. So hat die James Denverson Corp. ihren Firmensitz in Florida, die NicStic AG in der Schweiz. Gesteuert wurden das weit verzeigte Netzwerk von Scheinfirmen und Gesellschaften vermutlich von zwei Männern aus dem Landkreis Offenbach und dem Rheingau-Kreis sowie durch eine 43-jährige Frau aus dem Bodenseekreis. Diese gelten als die mutmaßlichen Köpfe und Drahtzieher der Bande.
Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS) hat eine Arbeitsgruppe für die geschädigten Kapitalanleger eingerichtet.
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Der DVS bündelt unter anderem die Interessen geschädigter Kapitalanleger und setzt diese, flankiert von einer eigenen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, gegen die schädigenden Unternehmen durch. Als eingetragener Verein arbeitet er mit spezialisierten und erfahrenen Rechtsanwälten zusammen.
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Datum: 26.06.2009 - 08:25 Uhr
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