Gehaltsstudie der GPM mit „Warnsignal“ für Arbeitgeber
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Geld ist nicht alles: Projektmanagern fehlen Karrierechancen
„Im Projektmanagement kann man gut verdienen“, kommentierte Professor Yvonne Schoper, Vorstand der GPM, die Ergebnisse der Gehaltsstudie. Es handele es sich um einen attraktiven Beruf mit Zukunft. Mit dem Wandel zur projektorientierten Wirtschaft werde der Bedarf an qualifizierten Projektmanagern weiter wachsen. Indes, die Studie verweist auch auf Schattenseiten. Frauen werden im Projektmanagement nach wie vor schlechter gestellt. Zudem beklagen beide Geschlechter fehlende Perspektiven in ihren Unternehmen.
Obwohl die meisten Projektmanager mit ihrer aktuellen Tätigkeit zufrieden sind, sehen sie in ihrem Unternehmen kaum Chancen für berufliches Weiterkommen. Zwanzig Prozent der Studienteilnehmer gaben an, über keine konkreten Karriereperspektiven zu verfügen. Gegenprobe: Nur knapp 17 Prozent können mögliche nächste Karriereschritte oder Laufbahnen benennen. So spielt jeder Vierte mit dem Gedanken, seinen Arbeitgeber zu wechseln. Yvonne Schoper: „Dies muss ein Warnsignal an die Arbeitgeber sein.“
Auch sieht Professor Yvonne Schoper die Unternehmen in der Pflicht, Männer und Frauen im Projektmanagement gleich zu bezahlen. Derzeit beziehen Frauen bei gleicher Qualifikation und Verantwortung durchschnittlich 16 Prozent weniger Gehalt als ihre Kollegen. Unterschiede ergeben sich vor allem bei den verhandelbaren Bestandteilen des Einkommens und bei der Weiterbildung. Zudem geben 43 Prozent der Frauen an, dass sie Familie und Beruf nicht miteinander vereinbaren können. Nur 45 Prozent der Frauen werden Teilzeitarbeit oder Telearbeit ermöglicht (Männer: 49 Prozent).
Zum vierten Mal gab die GPM ihre Gehaltsstudie in Auftrag, um die Situation von Projektmanagerinnen und Projektmanagern im deutschsprachigen Raum zu untersuchen.
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Der Durchschnitts-Teilnehmer der Studie ist männlich (Frauenanteil: 20,5 Prozent), rund vierzig Jahre alt, ist Ingenieur (31,7 Prozent) oder Wirtschaftswissenschaftler (23,2 Prozent), hat bislang rund 24 Tage in seine Projektmanagement-Ausbildung investiert und bereits Projekterfahrungen im Ausland gesammelt (74,1 Prozent). Mit ihren derzeitigen Aufgaben sind 77 Prozent der Teilnehmern zufrieden, mit der ihnen übertragenen Verantwortung 68 Prozent.
Weiterbildung hat einen hohen Stellenwert im Projektmanagement. Im Durchschnitt investieren Projektmanager jährlich vier Arbeitstage in ihre Weiterbildung. Schwerpunkte bilden Grundlagen-Seminare zum Projektmanagement (89 Prozent), Methoden im Projektmanagement (73 Prozent) sowie Führungskompetenz (65 Prozent). Verglichen mit diesen „Klassikern“ werden Angebote zu virtueller Projektarbeit selten wahrgenommen (18 Prozent). Ähnliches gilt für Seminare zur Gestaltung von projektorientierter Organisation (24 Prozent) und zu interkulturellen Fragen der Projektarbeit (26 Prozent). Für die Weiterbildung steht Männern ein Budget von durchschnittlich 1.976 Euro zur Verfügung, Frauen in vergleichbarer Position von 1.516 Euro.
Doch allein mit Angeboten zur Weiterbildung können Unternehmen ihre Projektmanager auf Dauer nicht halten. „Um qualifizierte Projektmanager zu binden, müssen Unternehmen diesen Mitarbeitern langfristige Entwicklungsperspektiven im Projektmanagement aufzeigen“, erklärt Professor Yvonne Schoper. Vielen Studienteilnehmern (97,5 Prozent) ist eine interessante Aufgabe wichtig. Auch ein eigener Verantwortungsbereich spornt die Projektmanager an (89,9 Prozent).
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Die GPM ist der führende Fachverband für Projektmanagement in Deutschland. Mit derzeit über 6.400 Mitgliedern und 330 Firmenmitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft, der Hochschulen und der öffentlichen Institutionen bildet die GPM das größte Netzwerk von Projektmanagement-Experten auf dem Europäischen Kontinent.
Das primäre Ziel der 1979 gegründeten GPM ist es, die Anwendung von Projektmanagement in Deutschland zu fördern, weiter zu entwickeln, zu systematisieren, zu standardisieren und weiter zu verbreiten. Mehr dazu unter www.gpm-ipma.de
Datum: 25.11.2013 - 14:33 Uhr
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