Spionagethriller in Realtime: Die Grundrechte ? vom Netz genommen?
ID: 987428
ionagethriller in Realtime: Die Grundrechte - vom Netz genommen?
Die Konsequenzen, die die Snowden-Enthüllungen für die Demokratie in einer digitalisierten Welt haben, erläuterten und diskutierten in der vergangenen Woche unter Leitung von Staats- und Verwaltungsrechter Martin Kutscha der Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Dr. Alexander Dix, Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs, und Otto Jäckel, Vorsitzender der International Association of Lawyers Against Nuclear Arms Deutschland (IALANA), an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin.
Gestützt auf Erkenntnisse des ehemaligen amerikanischen Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden werden immer neue Enthüllungen über das weltweite Spähprogramm der US-amerikanischen Nationalen Sicherheitsbehörde NSA und des britischen Geheimdienstes GCHQ veröffentlicht. "In den 1950er Jahren getroffene Abkommen zum Schutz der Sicherheit der alliierten Truppen sind kein Grund, mehr als 80 Millionen Menschen in Deutschland abzuhören. Das geht zu weit!", befand Otto Jäckel während der öffentlichen Veranstaltung, die im Rahmen des Studium Generale an der HWR Berlin stattfand. Er hatte am 30. August 2013 als Mitglied der Jury die Laudatio auf Edgar Snowden gehalten, dem in Abwesenheit von der Organisationen IALANA, Transparency Deutschland e.V. und der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e. V. der Whistleblower-Preis 2013 verliehen worden war.
Snowden habe nichts anderes getan, als die Wahrheit über illegale Praktiken verraten und gehöre deshalb unter besonderen Schutz gestellt, fordert auch der Berliner Datenschutzbeauftragte Dr. Alexander Dix. Er ist Mitverfasser der Entschließung "Keine umfassende und anlasslose Überwachung durch Nachrichtendienste! Zeit für Konsequenzen", die im September 2013 von der Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder verabschiedet wurde.
Computerprogramme bieten nahezu unbegrenzte technische Möglichkeiten der geheimen Informationsspeicherung und -verarbeitung. Für das private, gesellschaftliche und politische Leben birgt das die Gefahr der Aushöhlung von Persönlichkeitsrechten und rechtsstaatlichen Garantien. Bürger/innen, Unternehmen und demokratisch-öffentlichen Institutionen können über die Verwendung und Verarbeitung eigener Daten und Kontakte nicht mehr selbst bestimmen, anonyme Kontrolle nicht verhindern. Constanze Kurz vom Chaos Computer Club (CCC) nennt diesen Zustand "überwachungsvogelfrei". Sie hat zusammen mit drei britischen Bürgerrechtsgruppen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Beschwerde gegen den britischen Geheimdienst GCHQ und dessen Überwachungsprogramme eingereicht. Die deutsche Vertreterin sowie Big Brother Watch, die Open Rights Group und der britische Schriftstellerverband P.E.N. sind überzeugt, dass der Dienst rechtswidrig handelt. Es sei infam, sagte Kurz an der HWR Berlin, dass die nun öffentlich belegbar und bekannt gewordenen Ausspionierungen ausländischer Geheimdienste sich teilweise sogar rechtlich auf sicherem Boden bewegen. Deshalb müsse verstärkt darüber nachgedacht werden, wie diese Rechtslage zurückgedreht werden könne. Nicht zuletzt müsse sich auch das Nutzerverhalten beim persönlichen Gebrauch von Internet, E-Mail, SMS und Handy ändern, so Kurz.
SPIEGEL ONLINE berichtet am Montag, 25. November 2013, dass in Europa zwar große Empörung über die NSA-Spionage herrsche, aber kaum gehandelt würde, wie neue Datenschutz-Entwürfe der Europäischen Kommission zeigen sollen. Denn EU-Mitgliedsstaaten würden von der Kooperation mit US-Diensten profitieren, wenn es um Fragen der nationalen Sicherheit geht.
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin ist mit rund 10 000 Studierenden eine der großen Hochschulen für angewandte Wissenschaften Berlins - mit ausgeprägtem Praxisbezug, intensiver und vielfältiger Forschung, hohen Qualitätsstandards sowie einer starken internationalen Ausrichtung. Das Ausbildungsportfolio umfasst privates und öffentliches Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts-, und Sicherheitsmanagement sowie Ingenieurwissenschaften. Diese Kompetenzen fließen fachbereichsübergreifend in Lehre und Forschung der mehr als 50 Studiengänge auf Bachelor-, Master- und MBA-Ebene ein. Die HWR Berlin unterhält aktuell rund 160 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen Kontinenten und ist Mitglied im Hochschulverbund "UAS7 - Alliance for Excellence".
www.hwr-berlin.de
Ansprechpartnerin für Journalist/innen
Sylke Schumann
Pressesprecherin
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Tel.: +49 (0)30 30877-1220
E-Mail: presse@hwr-berlin.de
Die Konsequenzen, die die Snowden-Enthüllungen für die Demokratie in einer digitalisierten Welt haben, erläuterten und diskutierten in der vergangenen Woche unter Leitung von Staats- und Verwaltungsrechter Martin Kutscha der Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Dr. Alexander Dix, Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs, und Otto Jäckel, Vorsitzender der International Association of Lawyers Against Nuclear Arms Deutschland (IALANA), an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin.
Gestützt auf Erkenntnisse des ehemaligen amerikanischen Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden werden immer neue Enthüllungen über das weltweite Spähprogramm der US-amerikanischen Nationalen Sicherheitsbehörde NSA und des britischen Geheimdienstes GCHQ veröffentlicht. "In den 1950er Jahren getroffene Abkommen zum Schutz der Sicherheit der alliierten Truppen sind kein Grund, mehr als 80 Millionen Menschen in Deutschland abzuhören. Das geht zu weit!", befand Otto Jäckel während der öffentlichen Veranstaltung, die im Rahmen des Studium Generale an der HWR Berlin stattfand. Er hatte am 30. August 2013 als Mitglied der Jury die Laudatio auf Edgar Snowden gehalten, dem in Abwesenheit von der Organisationen IALANA, Transparency Deutschland e.V. und der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e. V. der Whistleblower-Preis 2013 verliehen worden war.
Snowden habe nichts anderes getan, als die Wahrheit über illegale Praktiken verraten und gehöre deshalb unter besonderen Schutz gestellt, fordert auch der Berliner Datenschutzbeauftragte Dr. Alexander Dix. Er ist Mitverfasser der Entschließung "Keine umfassende und anlasslose Überwachung durch Nachrichtendienste! Zeit für Konsequenzen", die im September 2013 von der Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder verabschiedet wurde.
Computerprogramme bieten nahezu unbegrenzte technische Möglichkeiten der geheimen Informationsspeicherung und -verarbeitung. Für das private, gesellschaftliche und politische Leben birgt das die Gefahr der Aushöhlung von Persönlichkeitsrechten und rechtsstaatlichen Garantien. Bürger/innen, Unternehmen und demokratisch-öffentlichen Institutionen können über die Verwendung und Verarbeitung eigener Daten und Kontakte nicht mehr selbst bestimmen, anonyme Kontrolle nicht verhindern. Constanze Kurz vom Chaos Computer Club (CCC) nennt diesen Zustand "überwachungsvogelfrei". Sie hat zusammen mit drei britischen Bürgerrechtsgruppen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Beschwerde gegen den britischen Geheimdienst GCHQ und dessen Überwachungsprogramme eingereicht. Die deutsche Vertreterin sowie Big Brother Watch, die Open Rights Group und der britische Schriftstellerverband P.E.N. sind überzeugt, dass der Dienst rechtswidrig handelt. Es sei infam, sagte Kurz an der HWR Berlin, dass die nun öffentlich belegbar und bekannt gewordenen Ausspionierungen ausländischer Geheimdienste sich teilweise sogar rechtlich auf sicherem Boden bewegen. Deshalb müsse verstärkt darüber nachgedacht werden, wie diese Rechtslage zurückgedreht werden könne. Nicht zuletzt müsse sich auch das Nutzerverhalten beim persönlichen Gebrauch von Internet, E-Mail, SMS und Handy ändern, so Kurz.
SPIEGEL ONLINE berichtet am Montag, 25. November 2013, dass in Europa zwar große Empörung über die NSA-Spionage herrsche, aber kaum gehandelt würde, wie neue Datenschutz-Entwürfe der Europäischen Kommission zeigen sollen. Denn EU-Mitgliedsstaaten würden von der Kooperation mit US-Diensten profitieren, wenn es um Fragen der nationalen Sicherheit geht.
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin ist mit rund 10 000 Studierenden eine der großen Hochschulen für angewandte Wissenschaften Berlins - mit ausgeprägtem Praxisbezug, intensiver und vielfältiger Forschung, hohen Qualitätsstandards sowie einer starken internationalen Ausrichtung. Das Ausbildungsportfolio umfasst privates und öffentliches Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts-, und Sicherheitsmanagement sowie Ingenieurwissenschaften. Diese Kompetenzen fließen fachbereichsübergreifend in Lehre und Forschung der mehr als 50 Studiengänge auf Bachelor-, Master- und MBA-Ebene ein. Die HWR Berlin unterhält aktuell rund 160 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen Kontinenten und ist Mitglied im Hochschulverbund "UAS7 - Alliance for Excellence".
www.hwr-berlin.de
Ansprechpartnerin für Journalist/innen
Sylke Schumann
Pressesprecherin
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Tel.: +49 (0)30 30877-1220
E-Mail: presse@hwr-berlin.de
PresseKontakt / Agentur:
Sylke Schumann
Pressesprecherin
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Tel.: +49 (0)30 30877-1220
E-Mail: presse(at)hwr-berlin.de
Datum: 25.11.2013 - 17:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 987428
Anzahl Zeichen: 10043
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 259 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Spionagethriller in Realtime: Die Grundrechte ? vom Netz genommen?"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
die Digitale Wirtschaft - doch nicht genügend Gründer/innen Mit dem Professor von der Universität Duisburg-Essen sind namhafte Vertreter/innen aus Wissenschaft, Politik und aus der (jungen) digitalen Wirtschaftszene zu diesem Aktionstag in die Gründer/innen-Hauptstadt gekommen. Weshalb gibt e
Strategische Kompetenz für Frauen in Aufsichtsräten ...
etenz für Frauen in Aufsichtsräten Die Teilnehmerinnen bereiten sich acht Monate lang berufsbegleitend und praxisnah darauf vor, sich im Nominierungs- und später in Entscheidungsprozessen der Kontrollgremien gleichberechtigt durchsetzen zu können. Interessierte Frauen sollen befähigt und bes
Schatten-Banking in China ? Finanzkrise in Europa ...
in China - Finanzkrise in Europa Wissenschaftler/innen der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin und ihrer langjährigen Partneruniversität Southwestern University of Finance and Economics, Chengdu, Volksrepublik China, trafen sich zu dem gemeinsam mit der Deutschen Bundesbank ausger
Weitere Mitteilungen von Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Deutschlands Mobile Payment Hauptstadt liegt am Rhein ...
Stadt Kehl ab 2014 mit über 60 Annahmestellen bundesweit größtes Projekt Hamburg, Osnabrück, Oldenburg: In immer mehr Pilotstädten kommt mobiles Bezahlen langsam in Bewegung. Doch Deutschlands Hauptstadt für bargeldloses Bezahlen mit dem Smartphone liegt künftig vor den Toren des Sch
BURG und AstraDirekt besiegeln langfristige Partnerschaft ...
Die BURG F.W. Lüling KG aus Wetter (Ruhr) wird in den nächsten drei Jahren bis zu 200.000 digitale i-PIN Tastenschlösser an den Schließfachanbieter AstraDirekt Leasing GmbH liefern. AstraDirekt ist Deutschlands größter Anbieter von Vermietspinden und stattet vor allem Schulen mit Schließfäc
2 neue Tablet PC's von Xoro PAD 721 und PAD 722 ...
Xoro richtet seine Produkte stets an den Bedürfnissen der Kunden aus. Aus diesem Grund erscheinen gleich zwei neue Tablets auf dem Markt. Das PAD 721 und das PAD 722 bieten für unterschiedliche Bedürfnisse den richtigen Standard. Das PAD 721 hat neben einem 1,2 GHz Dual Core Prozessor un
Mit Sicherheit unterwegs ...
www.tastaturen.com stellt mit der So Cool Silikontastatur eine neuartige Fahrzeugtastatur vor. Die mobile Tastatur verfügt über eine durchgehend versiegelte Oberfläche und ist wasserdicht nach DIN IP 67. Auf der Rückseite stehen 8 Montagegewinde (Ø 0,4 mm) zur Verfügung, die optional zur Befe




