Existenzgründung im Handwerk nur mit Meisterbrief
Die EU plant, den Einstieg in reglementierte Berufe zu erleichtern. Gut für Existenzgründer im Handwerk.
Die EU Kommission empfiehlt den Abbau von Zugangsbeschränkungen, um den Arbeitsmarkt anzukurbeln. Sie verspricht sich von dieser Vorgabe, die Wirtschaft zu stimulieren, den Fachkräftemangel beheben und neue Jobs zu schaffen.
Kritik des deutschen Handwerks
Das deutsche Handwerk betrachtet diesen Vorstoß skeptisch. Die Betriebe sehen das duale Ausbildungssystem und den Meisterbrief in Gefahr. Dieses System wird als Garant für die hohe Qualität deutscher Produkte gesehen und ihm ist es laut dem Zentralverband des Deutschen Handwerks zu verdanken, dass Deutschland nicht von so einer immens hohen Jugendarbeitslosigkeit betroffen ist wie einige seiner Nachbarländer. Eine Abschaffung dieses bewährten Qualifizierungssystems, das eine theoretische Ausbildung in der Berufsschule und eine praktische im Betrieb vor Ort vorsieht, wird seitens des Verbandes als ein Angriff auf die deutsche Wettbewerbsfähigkeit gesehen. Die EU Kommission verwahrt sich gegen den Vorwurf, ihr Vorschlag gefährde das duale Ausbildungssystem. Dieses bleibe unangetastet, denn in ganz Europa hat sich herumgesprochen, wie gut das Ausbildungssystem "made in Germany", das auch in Österreich und der Schweiz angewandt wird, funktioniert. Abgesehen davon handle es sich bei dem Vorstoß der Kommission nicht etwa um eine Gesetzesinitiative, sondern lediglich um eine unverbindliche Anregung, die an die Mitgliedsstaaten gerichtet sei.
- Zulassungspflichtige Gewerbe (Anlage A)
- Nicht Zulassungspflichtig (Anlage B1)
- Sonderregelung zur Eintragung in die Handwerksrolle
- Sonderregelung zur Eintragung in die Handwerksrolle (EU/EWR-HwV)
- Sonderregelung Grenzüberschreitende Dienstleistungen
- Merkblatt zur handwerksrechtlichen Abgrenzung von Hausmeistertätigkeiten
- Gesetz zur Ordnung des Handwerks (Handwerksordnung)
- Businessplanvorlagen Handwerk
Einebnung von Qualifikationsunterschieden
Allerdings werde der Zugang zu den reglementierten Berufen einer genauen Prüfung unterzogen. EU Binnenmarktkommissar Michel Barnier begründet dieses Vorhaben damit, dass die "Bedingungen für den Zugang zu bestimmten Berufen [...] kompliziert, beschwerlich und oft von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat sehr unterschiedlich" seien. Zu große Unterschiede will die EU einebnen; damit soll verhindert werden, dass Qualifikationsunterschiede die Arbeitssuche (Existenzgründer) im Ausland erschweren bzw. verhindern, was bestimmte Professionen betrifft.
Reglementierte Berufe stehen für Qualität und Verbraucherschutz; sie erfordern bestimmte Abschlüsse und Qualifikationen, der Beruf ist damit "geschützt". Europaweit gibt es etwa 740 solche Berufe ? die ganze Palette ist betroffen: Handwerksberufe, freie Berufe, Lehrberufe, Rechtsberufe etc. Zu viele Auflagen, so die EU Kommission, hinderten Jugendliche jedoch am Einstieg ins Berufsleben und zögen dementsprechend eine hohe Jugendarbeitslosigkeit nach sich.
Vorteile des EU Vorstoßes
Durch niedrigere berufliche Hürden wird die Mobilität von Arbeitnehmern ? egal ob jung oder alt ? erhöht. Dies wiederum kommt dem europäischen Wirtschaftswachstum und der Wettbewerbsfähigkeit zugute. Die Kommission verlangt deshalb von den Mitgliedsstaaten zugangsbeschränkte Berufe zu überprüfen und die Notwendigkeit der Beschränkungen in jedem einzelnen Fall genau zu hinterfragen. Der deutsche Handwerksverband in Person von Generalsekretär Holger Schwannecke ist der Meinung, dass das krisengeschüttelte Europa zwar einen Wachstumsschub und mehr Arbeitsplätze brauche, aber dass die Deregulierung von Berufen das falsche Signal sei. Nicht zuletzt verdanke sich die hohe Qualität der dualen Ausbildung auch der "hohen Qualifikation der Meister" in den Betrieben. Die Aufweichung dieser Standards wertet er als "ein[en] Angriff auf die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands".
Weitere Informationen >>>
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Der Markt für kostenpflichtige und kostenlose Businesspläne und Hilfen zur Erlangung von Einstiegsgeld, Gründungszuschuss und Klein-Krediten ist für den Gründer mehr als intransparent. businessplan-experte.de bietet Gründern mit dem kostenlosen Businessplan-Tool, das aus der Beratungspraxis von mehr als 5.000 Gründungsberatungen entwickelt worden ist, einen einzigartigen Service. So lässt sich nur bei businessplan-experte.de innerhalb von 15 Minuten online ein vollständiger Businessplan erstellen (pdf, Word, Excel), der dann durch den Gründer weiterbearbeitet werden kann. Zusätzliche Branchenkennzahlen erleichtern dem Gründer die richtige Finanzplanung und schaffen so die Basis für einen Bankkredit. Über die Partnerschaft mit einem bundesweiten Fach-Beraternetzwerk kann zudem jederzeit eine qualifizierte Vor-Ort-Gründungsberatung sichergestellt werden. Neben der Unterstützung bei der Finanzierung und Beantragung von Fördermitteln wird dem Gründer an den Beratungspunkten des Netzwerks immer auch das bekannte KfW Gründercoaching angeboten. Weitere Informationen unter www.businessplan-experte.de.
Parkstrasse 3, 02826 Görlitz
Datum: 28.11.2013 - 10:10 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 989415
Anzahl Zeichen: 4812
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Andreas Schilling
Stadt:
Görlitz
Telefon: +49(0)3581.64 90 456
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Meldungsart:
Anmerkungen:
Diese Pressemitteilung wurde bisher 380 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Existenzgründung im Handwerk nur mit Meisterbrief"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
businessplan-experte.de (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Gründung eines Unternehmens ist zunächst mit einer wahren Herkules Aufgabe verbunden. Die intensive Planung, die umfassende Recherche sowie das Finden geeigneter Finanzierungsmöglichkeiten sind nur drei der vielen Schritte, aus denen sich der Weg zur Umsetzung der Unternehmensidee zusammenset
Fördergelder für Startups ...
Aller Anfang ist schwer. Oder vielleicht doch nicht? Jeder, der frisch mit seinem Unternehmen startet, hat zu Beginn einige Hürden zu meistern. Dabei spielt der finanzielle Aspekt eine oftmals gewichtige Rolle. Aber mittlerweile werden öffentliche Gelder zur Verfügung gestellt um das ein oder and
Endlich mein eigenes Restaurant - Gastro-Start-Up ...
Der große Traum vom eigenen Restaurant steckt in vielen Menschen. Doch auch ein Gastro-Start-Up erfordert einen gut durchdachten Businessplan. Denn gerade in der heutigen Zeit kann sich aus einer anfänglich kleinen Restauranteröffnung eine sichere Existenz ergeben. Für ein erfolgreiches Geschäf
Weitere Mitteilungen von businessplan-experte.de
Richtig versichert im Ehrenamt ...
Ob als Trainer im heimischen Sportverein, als Elternvertreter an der Schule der Kinder oder als Mitglied bei der freiwilligen Feuerwehr: Rund 23 Millionen Deutsche engagieren sich ehrenamtlich für die Gesellschaft. Dieser Einsatz wird am 5. Dezember mit dem Tag des Ehrenamtes gewürdigt. Doch wie i
Indien als Wirtschaftspartner ...
Indien als Wirtschaftspartner - von dieser Zusammenarbeit profitiert der Softwarehersteller BEO schon lange. Bereits 2010 eröffnete das Unternehmen eine Tochterfirma im indischen Cochin. Inzwischen arbeiten dort über 100 Entwickler. Jetzt konnte der Zollspezialist seine Kontakte weiter ausbauen:
Q:Charge Europe AG geht Kooperation ein ...
Q:Charge Europe AG geht Kooperation ein Attraktive Märkte in Südosteuropa Berlin, 28. November 2013. Die Q:Charge Europe AG übernimmt die Vertretung der RW Recycling World GmbH, ein international etabliertes Schweizer Unternehmen aus dem Bereich Umwelttechnologie u
Deutsche Hochschulen entscheiden sich wiederholt für eProcurement-Portal von asknet ...
(DGAP-Media / 28.11.2013 / 09:52) Deutsche Hochschulen entscheiden sich wiederholt für eProcurement-Portal von asknet Karlsruhe und Köln bauen Zusammenarbeit mit asknet aus Karlsruhe - 28. November 2013 - asknet, führender Anbieter globaler eCommerce-Lösungen und Betreiber umfassender ePortal-




