Learn and Explore - Produktion der Zukunft
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Mensch und Maschine in enger Kooperation

(PresseBox) - In der Welt der Produktion ist ein grundlegender Wandel im Gang. Reale und virtuelle Welt wachsen weiter zusammen; moderne Informations- und Kommunikationstechnologien werden mit klassischen industriellen Prozessen verschmelzen und verändern damit die verschiedenen Produktionsbereiche. Die Fachwelt diskutiert diese Entwicklungen unter dem Stichwort 'Industrie 4.0'. Neben der Entwicklung neuer Technologien muss auch geklärt werden, welche Rolle der Mensch in der Produktion der Zukunft spielt und wie die Interaktion zwischen Mensch und Technik aussehen wird. Drei Experten von Festo gaben auf der SPS/IPC/Drives in Nürnberg 2013 Auskunft.
Festo betrachtet die Zukunft der Produktion und den damit verbundenen Wandel ganzheitlich aus unterschiedlichen Perspektiven. Dazu zählen innovative Technologien, eine interaktive Mensch-Technik-Kooperation sowie eine nachhaltige Ausbildung und Qualifizierung des Nachwuchses.
Neue Engineeringkonzepte
Die Technik muss künftig in der Lage sein, sich auf veränderte Randbedingungen und Eingriffe des Menschen einzustellen. Engineeringtools dienen dabei als Schnittstelle und sollen eine plug and produce-fähige Produktion ermöglichen. An einem solchen Engineeringtool, welches als Softwarewerkzeug zur Erstellung von Automatisierungsapplikationen dient, forscht Festo derzeit im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Forschungsprojektes OPAK. Das Projekt startete am 1. Oktober 2013 und befasst sich mit einer offenen Engineering-Plattform für autonome, mechatronische Automatisierungskomponenten in funktionsorientierter Architektur. "Im Rahmen des Forschungsprojektes OPAK wollen wir eine neuartige Engineeringmethodik entwickeln. Der Automatisierer soll dabei möglichst wenig mit abstrakten Größen, sondern vielmehr mit den Funktionalitäten des Automatisierungssystems und dessen Komponenten interagieren", berichtet Johannes Hoos, Research Advanced Engineering bei Festo. Das eingesetzte Engineeringtool soll dabei über eine 3D-Drag and Drop-Entwicklungsumgebung für Automatisierungskomponenten verfügen und damit eine vereinfachte Schnittstelle für die Mensch-Maschine-Interaktion darstellen.
Zukunftsorientierte Ausbildung mittels Lernfabrik
Festo hat aber nicht nur die Produktion selbst im Blick. Im Fokus steht auch die Ausbildung und Qualifizierung des Nachwuchses für zukünftige Produktionswelten. Mit schlüsselfertigen Lernfabriken und Laborlösungen bietet die Festo Didactic das notwendige Werkzeug für zukunftsorientierten Unterricht in Mechatronik und Automatisierungstechnik. "Mit der modularen Lernfabrik MPS® Transfer Factory lassen sich aktuelle Themen wie RFID Technik, intelligentes Vernetzen, Energieeffizienz und Condition Monitoring verständlich vermitteln und die Interaktion mit der Anlage mit Hilfe eines Tablet-PCs üben", betont Eckhard von Terzi, verantwortlich für Lernsysteme bei der Festo Didactic. Die einzelnen Module der Lernfabrik sind mit neuester industrieller Technik ausgestattet. Die MPS® Transfer Factory lässt sich in Minuten - je nach Lernsituation - neu konfigurieren und wird so zur wandelbaren Fabrik. "Damit bieten wir die Möglichkeit sowohl Produktionsmitarbeiter als auch Ingenieure und Produktionsplaner optimal auf die Anforderungen in der Produktion der Zukunft durch industrienahes Lernen vorzubereiten", ergänzt von Terzi.
Smart und intuitiv
Das Bionic Learning Network von Festo setzt neue Impulse für die Automatisierungstechnik von morgen und übermorgen. Dabei wird an Lösungen, bei denen der Mensch unmittelbar mit der Technik interagieren kann, geforscht. "Es gilt die komplexen Herausforderungen der Produktionsabläufe zu reduzieren und eine intuitive Steuerung der Maschinen und Anlagen zu gewährleisten. Visionäre Ansätze hierzu liefern die aktuellen Projekte aus dem Bionic Learning Network von Festo wie der BionicOpter", berichtet Dr. Nina Gaissert, Corporate Bionic Research bei Festo. Der BionicOpter ist ein ultraleichtes Flugobjekt, welches einer Libelle nachempfunden wurde. Dennoch lässt sich das hochintegrierte System einfach und intuitiv per Smartphone bedienen.
Mit dem WaveHandling, einem Förderband, das gezielt Gegenstände transportiert und gleichzeitig sortiert, demonstriert Festo schon heute, wie in Zukunft die Konfiguration eines Systems von den einzelnen Modulen selbst übernommen werden kann. Der Mensch kann dabei über einen Tablet-PC jederzeit steuernd eingreifen.
Smart und intuitiv ist auch das Prinzip des LearningGrippers. Konkret stellt sich dem Greifer die Aufgabe, eine Kugel so zu drehen, dass eine bestimmte Seite nach oben zeigt. Das intelligente System eignet sich mit dem Trial-and-Error-Prinzip die entsprechenden Bewegungsabläufe an, die dazu notwendig sind. Je länger es lernt, desto zuverlässiger erfüllt es seine Aufgabe. Festo befasst sich schon heute intensiv mit der Lernfähigkeit von Maschinen. Das Greifen und Orientieren von Gegenständen von einer menschlichen Hand dient dabei als Vorbild.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.festo.com/bionik und www.festo.com/forschung sowie www.festo-didactic.com.
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Datum: 02.12.2013 - 11:33 Uhr
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