Atomforum abwickeln
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Atomforum abwickeln
"Das Deutsche Atomforum ist die Nummer eins unter den gemeingefährlichen Lobbyverbänden Deutschlands. Seit 50 Jahren verharmlost das Atomforum die Gefahren der Atomenergie. Es ist die treibende Kraft hinter einer unverantwortlichen Atompolitik, die das Leben und die Gesundheit von Millionen Menschen unkalkulierbaren Risiken aussetzt. Die Arbeit des Atomforums ist nicht gemeinnützig, sondern gemeingefährlich.
Greenpeace hat gezeigt, worin die Lobbyarbeit des Atomforums ganz wesentlich besteht: Im Schönreden der 5700 meldepflichtigen Ereignisse in den 50 Jahren deutscher Atomkraft, im Verharmlosen von Störfällen und Unfällen ? bis hin zum totalen Stromausfall und einer Wasserstoffexplosion in unmittelbarer Reaktornähe ? sowie im Verschweigen einer dramatisch gewachsenen Terrorgefahr.
Mit Bundeskanzlerin Merkel hat das Atomforum heute den richtigen Ehrengast. Hand in Hand mit der Atomlobby bereitet Merkel den Ausstieg aus dem Atomausstieg vor. Klar ist schon heute: Auf der Prioritätenliste des schwarz-gelben Projekts steht dieses Vorhaben an oberster Stelle. Das Gerede von der Atomenergie als Brückentechnologie ist eine Interessen geleitete Verschleierungstaktik. Denn eine Laufzeitverlängerung würde die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien deutlich behindern. Lässt man die alterschwachen AKWs loch länger am Netz, bedeutet das vor allem riesige Extraprofite für die Energiemonopole auf Kosten einer zusätzlichen Gefährdung der Bevölkerung.
Die beste Nachricht zum traurigen Jubiläum des Atomforums wäre die schnellstmögliche Selbstauflösung des Verbandes. Doch von dieser heilsamen Einsicht sind die Atomlobbyisten weit entfernt. Im Gegenteil: Sie wittern Morgenluft. Wie schon die Aufkleber auf den Atommüllfässern zeigen: Die Farben der Hoffnung für die Atomlobby sind Schwarz-Gelb. Schwarz-Gelb ist der parlamentarische Arm der Atomlobby, und eine schwarz-gelbe Regierung wäre für die Atomlobby der Zugang zur Macht.
Gegen solche Pläne hilft nur massiver Widerstand. Die Großdemonstration gegen Atomkraft am 5. September in Berlin wird die notwendige Antwort geben."
PRESSEDIENST BUENDNIS 90/DIE GRUENEN Bundesvorstand
Dr. Jens Althoff, Pressesprecher
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Datum: 01.07.2009 - 14:32 Uhr
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