Die Kinder auf den Philippinen dürfen nicht zur verlorenen Generation werden / Nach Nothilfe steht jetzt Bildung im Fokus der Kinderhilfsorganisation Plan
ID: 997263
verheerende Auswirkungen auf die Zukunft Tausender philippinischer
Kinder haben, wenn nicht rasch gehandelt wird. In manchen Regionen
wurden über 80 Prozent der Schulen zerstört oder stark beschädigt,
andere müssen längerfristig als Evakuierungs-Zentren genutzt werden.
Nachdem die Taifun-Opfer im ersten Schritt mit Wasser, Lebensmitteln
und Notunterkünften versorgt werden mussten, rückt für das
Kinderhilfswerk Plan International fünf Wochen nach der Katastrophe
zunehmend die Bildung in den Fokus. Dazu werden 100 Übergangsschulen
eingerichtet und 6.000 Mädchen und Jungen im kommenden Monat mit
Schul- und Schreibmaterial ausgestattet.
"Auf den Philippinen darf keine verlorene Generation
heranwachsen", sagt Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan
International Deutschland. "Deshalb ist es wichtig, dass wir
Übergangsschulen anbieten, für die Zeit, in der sich die Gemeinden
wieder aufbauen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Kinder so schnell
wie möglich wieder lernen können."
Plan hat bereits Kindesschutzmaßnahmen gestartet und sichere Räume
für Kinder eingerichtet. Mädchen und Jungen können sich dort
aufhalten, bekommen etwas zu essen und erhalten psychosoziale
Betreuung. Geschulte Plan-Betreuer helfen ihnen bei der
Traumabewältigung und schützen sie vor Missbrauch. Aufgrund früherer
Erfahrungen nach Naturkatastrophen befürchtet Plan einen deutlichen
Anstieg von Kinderhandel. Die Gefahr wird noch verstärkt, da Eltern
und ältere Geschwister ihre zerstörten Dörfer häufig verlassen
müssen, um in größeren Orten nach Arbeit zu suchen. Kleinere Kinder
werden deshalb bei Verwandten oder Nachbarn zurückgelassen.
Nach einer umfassenden Lageeinschätzung in den betroffenen
Gemeinden hat Plan einen Fünf-Jahres-Wiederaufbauplan aufgesetzt: Der
unmittelbaren Nothilfe wird bald eine Übergangsphase, mit
Konzentration auf Bildung, Kindesschutz und Einkommen schaffenden
Maßnahmen, sowie ein anschließender Wiederaufbau folgen. Abschließend
sollen die Gemeinden besser und widerstandsfähiger aufgestellt sein.
Plan möchte mit seiner Arbeit mehr als 265.000 Menschen, darunter
105.000 Kinder, in den vier Provinzen Eastern und Western Samar,
Leyte und Cebu, erreichen.
Plan ist seit 1961 auf den Philippinen tätig und nutzt Erfahrungen
aus früheren Katastropheneinsätzen für seine Arbeit. 279 Mitarbeiter
arbeiten mit über 40.000 Patenkindern und ihren Familien in sieben
der ärmsten philippinischen Provinzen. Alle sieben Programmgebiete
von Plan sind vom Taifun Haiyan betroffen. Die Nothilfe auf den
Philippinen kann über den Nothilfe-Fonds von Plan International
Deutschland unterstützt werden:
Plan International Deutschland e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort: Nothilfe Philippinen
Konto-Nr. 9444944 / BLZ 25120510
Kontakt für Fotos und weitere Informationen:
Plan International Deutschland e. V., Bramfelder Straße 70, 22305
Hamburg
-Kerstin Straub, Leiterin Kommunikation, Tel. 040 61140-251/-281
-Sabine Marxen, Pressereferentin, Tel. 040 61140-278
E-Mail: presse@plan-deutschland.de
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Datum: 17.12.2013 - 10:30 Uhr
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