Gesund in die Zukunft mit Carbon?
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Online-Ideenwettbewerb zur Healthcare von morgen läuft bis 30. Januar 2014
Tjark von Reden, Leiter Projekt- und Wissensmanagement MAI Carbon, sagt zum Start der Ideensuche: "An dieser Zusammenarbeit gibt es zwei Gründe, die mich begeistern. Zum einen schafft der Cluster MAI Carbon es so, neben den Industriezweigen Automobil, Luftfahrt und Maschinenbau, Kontakt zu dem deutlich an Bedeutung gewinnenden Bereich Healthcare aufzubauen. Und zum anderen - und das ist noch wichtiger - können wir so Ideen sammeln, wie die Potenziale, die der Werkstoff bietet, Menschen direkt zu Gute kommen können."
Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Erich R. Reinhardt, Geschäftsführer des Vereins Medical Valley EMN, ergänzt: "Herausragende Innovationen entstehen oft, wenn unterschiedliche Technologie- und Branchenkompetenzen vernetzt werden. So sollen durch die gemeinsame Ideation der BMBF Spitzencluster MAI Carbon und Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg innovative Ansätze entwickelt werden, die helfen Krankheiten zu vermeiden, früher zu erkennen oder besser behandeln zu können".
"In Zeiten des demografischen Wandels ist es von zentraler Bedeutung, durch Innovationen - insbesondere im Gesundheitssektor - die Zukunft Deutschlands zu sichern. Wir freuen uns, dass sich zwei Spitzencluster gemeinsam dieses wichtigen gesellschaftlichen Themas annehmen", betont Ariane Derks, Geschäftsführerin der Initiative "Deutschland - Land der Ideen".
Wachsende Herausforderungen im Gesundheitssektor
Der demografische Wandel ist allgegenwärtig. Insbesondere Menschen in Industrienationen wie Deutschland werden immer älter. Viele Bereiche stellt dies vor große Herausforderungen - vor allem den Gesundheitssektor. So wurden etwa 2012 allein in Deutschland über 200.000 Hüftoperationen durchgeführt. Um mit derartigen gesellschaftlichen Entwicklungen Schritt zu halten, sind Innovationen im Bereich Gesundheit gefragter denn je. Im Sport, der Luft- und Raumfahrt oder der Automobilproduktion bringt Carbon seine Vorteile bereits heute zur Geltung. Der Werkstoff wird sogar schon vereinzelt in der Medizintechnik eingesetzt: Hightech-Prothesen von Leistungssportlern oder Röntgentische sind Beispiele. Die Medizintechnik umfasst jedoch mehr. Unter anderem die Felder Prävention, Therapie, Rehabilitation und Diagnostik bergen Potenziale, die die Initiatoren für den Werkstoff erschließen möchten. Ob Operationsbesteck, Hüftgelenke oder Rollstühle aus Carbon - dem Innovationsgespür sind keine Grenzen gesetzt.
Über das Innovationskraftwerk
Neue Methoden wie Crowdsourcing und Open Innovation können nützliche Impulse für Innovationsprozesse liefern. Hier setzt die Open-Innovation-Plattform Innovationskraftwerk an. Die Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen" betreibt die Plattform gemeinsam mit der Innovationsberatung inno-focus businessconsulting. Innovationsmanager renommierter Unternehmen begleiten die kontinuierliche Weiterentwicklung. Vertreter von Schott, Bombardier, Beiersdorf, Otto Group, Deutsche Telekom, Deutsche Post, Evonik Industries, Boehmert & Boehmert, SGL Carbon und Bayer MaterialScience bilden den Beirat. Wissenschaftlich unterstützt wird das Innovationskraftwerk von der TU München. Über das Innovationskraftwerk fanden bisher unter anderem folgende Ideenwettbewerbe statt: Evonik Industries suchte neue Anwendungsfelder für Fahrbahnmarkierungen, die Hermes Logistik Gruppe Deutschland fragte nach Ideen für die Dienstleistungen der Zukunft und Bayer MaterialScience wollte wissen, wie sich die Ausbreitung von Wüstengebieten verhindern lässt. www.innovationskraftwerk.de
Über die Initiatoren des Wettbewerbs
Spitzencluster-Initiative MAI Carbon
An der Spitzenclusterinitiative MAI Carbon des Carbon Composites e. V. (CCeV) beteiligen sich Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie unterstützende Organisationen aus der Region München-Augsburg-Ingolstadt. Gründungspartner von MAI Carbon sind die Unternehmen Audi, BMW, Premium AEROTEC, Eurocopter, Voith und die SGL Group sowie die IHK Schwaben, der Lehrstuhl für Carbon Composites der Technischen Universität München und der CCeV. Alle beteiligten Partner agieren auf dem Technologiefeld Hochleistungs-Faserverbundwerkstoffe und hier insbesondere auf dem Gebiet der carbonfaserverstärkten Kunststoffe (CFK). Der Schwerpunkt liegt auf den Anwenderbranchen Automobilbau, Luft- und Raumfahrt sowie dem Maschinen- und Anlagenbau.
Hauptanliegen von MAI Carbon ist es, den Werkstoff Carbon für die Serienreife fit zu machen sowie die Region München-Augsburg-Ingolstadt zu einem europäischen Kompetenzzentrum für CFK-Leichtbau auszubauen, das die gesamte Wertschöpfungskette der CFK-Technologie abdeckt und den vertretenen Partnern in der Schlüsseltechnologie CFK zu einer Weltmarkt-Spitzenposition verhilft. Dadurch können bis zu 5.000 neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden. www.mai-carbon.de
Medical Valley EMN (Europäische Metropolregion Nürnberg)
In der traditionell für ihre medizintechnischen Erfindungen und Entwicklungen bekannten Region haben sich mehr als 150 international renommierte Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesundheitsversorgung zu einem interdisziplinären Netzwerk zusammengeschlossen. Dieses wurde im Januar 2010 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zum nationalen Spitzencluster Medizintechnik ernannt. Das gemeinsame Ziel der Clusterpartner sind wirtschaftlich erfolgreiche Produkte, Lösungen und Dienstleistungen, welche die Gesundheitsversorgung dauerhaft und nachweislich verbessern. Bis 2015 werden über 40 Projekte gefördert, die eine verbesserte Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge von weit verbreiteten Erkrankungen wie Krebs, Demenz oder Schlaganfall verfolgen. www.medical-valley-emn.de
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Datum: 17.12.2013 - 11:01 Uhr
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Forschung und Entwicklung
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