Krankenkasse liefert Ideen zum Kita-Streik
Der Tarifstreit zwischen den Erziehern und deren kommunalen Arbeitgebern hat die Krankenkassen auf den Plan gerufen. Die erste pragmatische Idee für die Lösung des Konflikts, durch den Kindertagesstätten in vielen Teilen des Bundesgebietes lahmgelegt werden, kommt von der BKK24. Sie schlägt vor, die Kompetenz der Kassen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung zu nutzen. Dazu zählen jährliche Gefährdungsanalysen und die darauf aufbauenden Präventionsmaßnahmen.
Foto: stock.xchng/naktouf(firmenpresse) - Unternehmen sind erfolgreich, wenn es den Mitarbeitern gut geht. Die größeren Betriebe haben das inzwischen erkannt und nutzen entsprechende Angebote der gesetzlichen Versicherer. Hoch im Kurs steht dabei die Kompetenz der Betriebskrankenkassen, die sich mit typischen Arbeitsplatzbeschwerden auskennen und Rückenschulungen, Stresstherapie sowie Maßnahmen unter anderem gegen den Suchtmittelkonsum anbieten. Verglichen damit sind die Erzieherinnen und Erziehern weitgehend sich selbst überlassen. „Das kostet die Solidargemeinschaften viel Geld, weil die Therapie zum Beispiel von Rückenleiden deutlich teurer ist, als eine zeitgemäße Vorsorge“, so Friedrich Schütte, Vorstand der BKK24. Wie hoch das Gefährdungspotential tatsächlich ist, sei der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Nur wenige Außenstehende wüssten, was an diesen Arbeitsplätzen körperlich geleistet werde. Daher habe ein großer Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keine Chance, das Rentenalter ohne gesundheitliche Schäden zu erreichen.
Wichtigster Grund für den Arbeitskampf sind daher verpflichtende Maßnahmen zum Erhalt des körperlichen und seelischen Wohlbefindens der Betroffenen. Vor allem Frauen müssen in diesen Berufen oft an die Grenzen gehen, Behinderte tragen bis der Rücken kaputt ist oder mit dem psychischen Druck etwa aus der Betreuung von Missbrauchsfällen klarkommen. Sich um die gesundheitlichen Folgen dieser und anderer Jobs zu kümmern, ist ohnehin das wichtigste Anliegen der betrieblichen Gesundheitsförderung – „und die Krankenkassen wissen, wie man das macht“, so Schütte weiter. Sein Vorschlag: Gemeinsam mit anderen bundesweit agierenden Partnern ein Modell für die Gesundheitsvorsorge zu entwickeln. Die Chancen dafür stehen gut: „Wir können das schnell hinbekommen, da wir bereits über sehr weit entwickelte Konzepte für die betriebliche Gesundheitsförderung verfügen.“ Er ist sicher, dass auch andere Kassen am Entwurf eines entsprechenden Vorsorgemodells aktiv mitarbeiten werden.
Geht Schüttes Plan auf, könnte sich der wesentliche Streitpunkt zwischen den öffentlichen Arbeitgebern und ihren sozial engagierten Mitarbeitern in Luft auflösen. Rückenschule, Anti-Stress-Kurse und weitere Präventionsmaßnahmen müssten dann nämlich nicht mehr von den Städten und Gemeinden bezahlt werden. Bundesgesetze erlauben es den Kassen, solche Maßnahmen für ihre Versicherten zu finanzieren.
Wie es weitergehen soll mit dem Vorstoß der BKK24? Schütte ist sich darüber klar, dass eine Einmischung von Politik oder Krankenkassen in die laufenden Verhandlungen eher negativ gesehen würde. Daher könne man den Tarifparteien nur das entsprechende Angebot machen: „Wir stehen zur Verfügung, wenn unser Rat beim Entwickeln von Programmen zur Gesundheitsvorsorge gewünscht wird.“ Die Einladung dazu müsse jedoch von den Vertretern der Arbeitnehmer und ihrer öffentlichen Arbeitgeber ausgehen.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Mit ihrer mehr als 125jährigen Tradition und einer wachsenden Zahl von Geschäftsstellen zählt die BKK24 zu den ältesten und erfolgreichsten Krankenversicherungen in Deutschland. Neben dem klassischen Leistungskatalog bietet sie ihren rund 100.000 Versicherten eines der umfangreichsten Pakete zur Gesundheitsvorsorge an. Dazu gehören unter anderem kostenlose Behandlung bei homöopathischen Vertragsärzten, kostenlose professionelle Zahnreinigung und das Top-Programm 14 Jahre länger leben auf Basis der europaweiten EPIC-Forschungen. Gemeinsam mit Partnern in ganz Deutschland hat sie außerdem kostenlose Trainingsangebote zur Gewichtsreduktion, für aktive Freizeitgestaltung und für zahlreiche weitere Handlungsfelder entwickelt.
BKK24
Sülbecker Brand 1
31683 Obernkirchen
Telefon 05724 971-0
info(at)bkk24.de
www.bkk24.de
BKK24
Sabine Schütte
Sülbecker Brand 1
31683 Obernkirchen
Telefon 05724 971-223
sabine.schuette(at)bkk24.de
Datum: 22.07.2009 - 09:25 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 104881
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Sabine Schütte
Stadt:
Obernkirchen
Telefon: 05724 971-223
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Meldungsart: Unternehmensinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 22.07.2009
Diese Pressemitteilung wurde bisher 574 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Krankenkasse liefert Ideen zum Kita-Streik"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
BKK24 (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Klima und Gesundheit - welche Antworten Prävention jetzt für Mensch, Umwelt und Arbeit geben muss: So lautet das Thema des Kongresses, zu dem das "Länger besser leben."-Institut Interessierte aus Wissenschaft und Praxis herzlich einlädt. Am Donnerstag, 20. Oktober tragen Expert:innen
Gesundheit in Zeiten des Klimawandels / Frühjahrskur des Länger besser leben-Instituts / Klimafreundliche Ernährung, Achtsamkeit, Selbstschutz / Denkanstöße für alltagstaugliche Verhaltensänder ...
Der Klimawandel stellt die größte Herausforderung für die Bevölkerungsgesundheit dar. Steigende Durchschnittstemperaturen, häufiger auftretende und länger anhaltende Hitzeperioden, Dürren oder Starkregenereignisse haben vielfältige Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Mit der diesj
Neues "Länger besser leben."-Institut / Engagement für Prävention: Hochschule Weserbergland und Krankenkasse BKK24 / "Mentale Gesundheit" und "Klima und Gesundheit" er ...
Was bisher gut war, wird jetzt noch besser: Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung von Prävention und Gesundheitsförderung haben die Hochschule Weserbergland (HSW) und die BKK24 das neue "Länger besser leben."-Institut gegründet. Gesundheitsprävention 4.0 Am Anfang stand d
Weitere Mitteilungen von BKK24
Wechselwirkung zweier Signalwege bei Haarfollikelentwicklung ...
> Berlin - Vor der Geburt bilden sich beim Menschen etwa fünf Millionen Haarfollikel in der Haut. In der Basis dieser länglichen Hauteinstülpungen, der Haarwurzel, entstehen die Haare. Zwei Signalwege, die bei vielen entwicklungsbiologischen und anderen physiologischen Prozessen eine wesentli
Eltern schätzen Rat des Apothekers ...
> Berlin - Eltern schätzen den Rat des Apothekers zu Medikamenten und nutzen ihn häufig. So gut wie alle Eltern suchen bei kindlichen Erkrankungen den Rat des Kinderarztes. Sieben von zehn Eltern informieren sich in der Apotheke zusätzlich über die Auswahl und Anwendung eines Medikaments fü
Neuerscheinung: Es geht um Ihr Blut ...
> Lernen Sie Thrombosen, Infarkte, Schlaganfälle und Diabetes zu vermeiden Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Nummer eins auf der Liste der Todesursachen. In Deutschland sterben jährlich über 400.000 Menschen daran. Schlimmer noch: Herzinfarkte, Schlaganfälle, Lungenembolien, Thrombosen al
Prostata-Beschwerden mit der LIFE? Lasertherapie nachhaltig minimal-invasiv beseitigen - Für Privatversicherte und Beamte jetzt auch ambulant ohne Zuzahlung möglich ...
Jena, 21. Juli 2009 - www.biolitec.de - Prostatabeschwerden betreffen fast jeden Mann ab 50: In den westlichen Industriestaaten leiden etwa 65 Prozent der Männer bis zum Zeitpunkt der Pensionierung und 80 bis 90 Prozent der 80-jährigen Männer an einer gutartig vergrößerten Prostata. Wird eine o




