Markus Frick sieht folgenden Grund für Marktstärke!
Geldmenge stützt die Märkte!
Eine Korrektur an den Märkten kann aktuell scheinbar erst mal vergessen werden. Wenn man die Märkte beobachtet, dann erkennt man immer wieder, dass starke Kaufschübe reinkommen, die den Markt immer wieder stützen, sobald es Anzeichen gibt, dass die Märkte nach unten wegkippen.
Markus Frick(firmenpresse) - Das gleiche Szenario hatten wir auch von März bis Juni. Wie viele Milliarden und Billionen die Banken vorrätig haben, kann ich auch nicht sagen, aber sie müssen gewaltige Geldmengen zur Verfügung haben. Denn wenn man sich die Nachrichten zur Konjunktur in den USA ansieht, dann gibt es eigentlich keine Anzeichen dafür, dass es der Wirtschaft besser geht. Jens Korte sagte auch, dass die Zahlen der Citigroup eine Augenwischerei sei. Ohne den Verkauf von Smith Barney hätte die Citigroup über 2 Mrd. Dollar Verlust gemacht.
In Deutschland ist die Kreditnot der Unternehmen weitaus größer, als von den Banken dargestellt. Zwischen Januar und März 2009 gingen die Kredite um insgesamt 2,7 Mrd. Euro zurück, belegen Daten der Bundesbank. Der Bundesverband Deutscher Banken sagt aber immer, dass die Kreditvergabe sogar zugelegt habe.
Sie sehen wieder, dass die Banken es so drehen und wenden, dass sie immer wieder gut aussehen. Wenn man sich wieder ansieht, wie viele Milliarden Dollar sich amerikanische Banken wieder zur Seite gelegt haben um Boni auszuzahlen, dann kann man wirklich einen dicken Hals bekommen.
Goldman-Sachs-Chef Blankfein kündigte die höchsten Bonuszahlungen der Geschichte an. Bislang stellte die Bank 2009 mehr als 11 Mrd. Dollar für Gehälter und Boni zurück. Blankfein selbst kassierte 2007 den Rekordbonus von rund 67 Mio. Dollar.
Um die politisch umstrittenen Boni zu verschleiern, hob Morgan-Stanley-Chef John Mack extra die Grundgehälter seiner Topbanker an. In diesem Jahr dürfte die Bank bis zu 14 Mrd. Dollar für Gehälter und Boni aufwenden.
Die Citigroup wird von der US-Regierung mit 45 Mrd. Dollar gestützt und hebt dennoch die Fixgehälter ihrer besten Investmentbanker um satte 50% an.
Bei Goldman Sachs sind das 700.000 Dollar pro Banker. Das wiederum findet der amerikanische Steuerzahler alles andere als lustig, zumal außerhalb des Finanzsektors noch nichts von einem Aufschwung zu spüren ist. Die Arbeitslosigkeit in den USA steigt weiter und nähert sich der ominösen Zehn-Prozent-Grenze.
Deshalb betont Geithner auch hastig, die Regierung werde alles unternehmen, um zu verhindern, dass die Missstände wiederkehren, die zum Ausbruch der Krise geführt haben. Über diesen Satz lache nicht nur ich, sondern auch viele andere.
Das Spektakel hat doch gerade erst wieder begonnen und der Start der nächsten Blase auch. Die Banken haben sich saniert und werden jetzt versuchen neue Produkte zu erfinden, die sie dann wieder in die ganze Welt verkaufen können. Denken Sie an meine Worte. Vor allem wird auch der Zertifikatemarkt ein Revival erleben.
Sollten die Märkte weiter so ansteigen, dann stehen wir in sieben Wochen bei 8.000 Punkten im DAX und es wäre so, als hätte es die Finanzkrise nie gegeben. Wenn Sie also „long“ investiert sind, bleiben Sie auch dabei, denn es sieht einfach nicht so aus, als würden große Korrekturen kommen. Natürlich kann es in der nächsten Woche schon wieder anders aussehen, aber zum aktuellen Zeitpunkt sollte man seine Aktieninvestments behalten.
Wir werden es sehen, ob die Rallye weitergeht, aber es steht dem Markt nichts entgegen. Die Zahlen sind gut, die Charttechnik passt und die massive Liquidität muss irgendwie gewinnbringend investiert werden. Und da die Zinsen fast auf null sind, bleibt eben nur der Aktienmarkt. Die nächste Korrektur wird kommen und dann ist für Neueinsteiger auch wieder etwas dabei.
Markus Frick
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Datum: 22.07.2009 - 12:59 Uhr
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