Ganz neue Töne im Haus der Kulturen der Welt vom 28. bis 30. August 2009
Wie klingt das Echo einer Auster? Was verraten Telefonzellen über ihre
Vergangenheit? Und ist das Haus der Kulturen der Welt nicht eigentlich ein
Flughafen? 12 Klangkünstler des Masterstudiengangs Sound Studies haben
ein halbes Jahr lang genau hingehört und das Haus der Kulturen der Welt
vermessen, resoniert und echolokalisiert. Den HAUSKLANG der „Schwangeren
Auster“ präsentieren sie allen Interessierten anlässlich des 20-jährigen Jubiläums
des Hauses der Kulturen der Welt. Die Installationen zum Projekt HAUSKLANG sind
am 28. August von 18 bis 21 Uhr und am 29. und 30. August jeweils von 14 bis 21
Uhr zu hören.
(firmenpresse) - Bei der Vernissage am 28. August um 18 Uhr sind alle Installationen im Haus der Kulturen der Welt zu hören und die Künstler stehen für Gespräche bereit. Beim Rundgang „Sounding out the Haus“ am 29. August stellen die Künstler ihre Klangkonzepte vor und laden von 14 bis 20 Uhr zum Erkunden ein. Eine „Audio Surprise“ am 30. August um 18 Uhr rundet den HAUSKLANG ab. Mehr Informationen unter www.udk-berlin/soundstudies und www.hkw.de
Den HAUSKLANG hörbar machen Mit dem Projekt HAUSKLANG machen die 12 internationalen Klangkünstler des Masterstudiengangs Sound Studies die Klangarchitektur vom Haus der Kulturen der Welt erfahrbar. Jede der Installationen gibt eine persönliche Antwort auf die Fragen: Wie klingt ein Gebäude aus dem Jahr 1957 heute? Welches Instrument bietet die Architektur des Hauses? Die Installationen nähern sich der Klangarchitektur über Echolokation und vertikales Hören, historische Dokumente und Sonic Fictions, gesungene Wege, spezifische Raumklänge und über Radiosendungen, die das außerordentlich resonanzfähige Gebäude durchklingen.
Eine Auswahl aus dem Programm Die britische Klangkünstlerin Annie Goh verrät den Besuchern in ihrer Installation „Piknoleptiker“ ein Geheimnis: Drei unbenutzte Telefonzellen im Untergeschoss des Hauses enthüllen verborgene auditive und visuelle Informationen aus der Sonic Fiction des Hauses.
Florian Goeschke aus Österreich wirft mit seiner Arbeit „HKW International“ die Frage auf, ob das futuristisch-altehrwürdige Gebäude nicht eigentlich ein Flughafen sei. Er beschäftigt sich mit der Transformation von Orten und der Frage nach deren Identität, Hör- und Wahrnehmungsweisen.
Die deutsche Klangkünstlerin und Musikerin Anke Eckhardt präsentiert mit „Vertical Hearing“ auf dem Weg zum großen Auditorium eine pneumatische Klang- & Wasserskulptur.
Der australische Performer Damian Rebgetz nimmt die Besucher täglich ab 19 Uhr
mit auf seinen Soundwalk „To Cross the House“ zwischen Tiergarten, schwangerer Auster und Spree. Treffpunkt ist der Tiergarten gegenüber vom Haus der Kulturen der Welt.
Wer sich Ende August dem HKW nähert, wird Grillen zirpen hören – oder Amphibien? Der deutsche Sounddesigner Jan Cziharz präsentiert seine Komposition „Haus der Grillen der Welt“ rund um das Haus der Kulturen der Welt.
Der Klangkünstler Prof. Sam Auinger und die Stimmanthropologin Ulrike Sowodniok haben die Arbeiten der 12 Klangkünstler des Masterstudiengangs Sound Studies künstlerisch betreut. Der Klanganthropologe Prof. Dr. Holger Schulze leitet das Projekt.
HAUSKLANG Sound Studies im Haus der Kulturen der Welt vom 28. bis 30. August 2009
Öffnungszeiten: Freitag 28. August 2009: 18 bis 21 Uhr Samstag 29. August und Sonntag, 30. August 2009: jeweils 14 bis 21 Uhr John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin www.hkw.de
Vernissage, Installationen und Künstlergespräche Freitag, 28. August, 18 Uhr
Sounding out the Haus: 12 Künstler präsentieren ihre Arbeiten bei einem Sound-Rundgang Samstag, 29. August, 14 bis 20 Uhr
Audio Surprise: Überraschendes im Haus der Auster Sonntag, 30. August, 18 Uhr
Installationen Anna Bäumer: Transidentität/Transexualität – Stimme – Metarmorphose, eine Radiotrilogie Jan Cziharz: Haus der Grillen der Welt Anke Eckhardt: Vertical Hearing Florian Goeschke: HKW International Annie Goh: Piknoleptiker Julius Holtz und Alexander Sieber: Transformationen Marco Montiel-Soto: Eine Verschnaufpause Damian Rebgetz: To Cross the House Robert Schwarz und Emad Parandian: Echolokation Thomas Wochnik: Archiv
Leitung: Prof. Dr. Holger Schulze Künstlerische Betreuung: Prof. Sam Auinger, Ulrike Sowodniok M.A. Technische Betreuung: Dany Scheffler www.udk-berlin/soundstudies
Das Projekt HAUSKLANG ist eine Kooperation des Studiengangs Sound Studies – Akustische Kommunikation an der Universität der Künste Berlin mit dem Haus der Kulturen der Welt. Der Eintritt ist frei.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Sound Studies – Akustische Kommunikation im Überblick
Der Masterstudiengang Sound Studies – Akustische Kommunikation ist ein
Weiterbildungsangebot des Zentralinstituts für Weiterbildung (ZIW) an der Universität
der Künste Berlin. Der Studiengang richtet sich an Hochschulabsolventen und
Berufspraktiker im Bereich Klang seit April 2006 an der UdK Berlin. Der Studiengang
umfasst die vier Teilfächer Klanganthropologie und Klangökologie, Experimentelle
Klanggestaltung, Auditive Mediengestaltung und Akustische Konzeption. Das
Studium dauert vier Semester und führt zum international anerkannten Abschluss
„Master of Arts“. Der Bewerbungszeitraum für das Sommersemester 2010 ist vom 15.
Oktober bis 16. November 2009. Das Zentralinstitut für Weiterbildung (ZIW) bündelt
die Weiterbildungsangebote der Universität der Künste Berlin sowie ausgewählte
Angebote der Kunsthochschule Weißensee, der Hochschule für Musik Hanns Eisler
und der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Seit April 2007 bietet das
Zentralinstitut für Weiterbildung Masterstudiengänge, Sommeruniversitäten wie den
Digitalen Sommer, universitäre Zertifikatskurse und Hands on Sessions für
Unternehmen an. Alle Informationen unter www.udk-berlin.de/ziw
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