Wirtschaftsunternehmen können viel von NGOs lernen
NGOs arbeiten professionell und haben Wirtschaftsunternehmen in Leistungsfähigkeit und Organisationskultur viel voraus - dieses Fazit zieht die aktuelle Studie „Next Practice NGO“, die die Berliner Systemic Excellence Group mit der Humboldt-Viadrina School of Governance erstellt hat.

(firmenpresse) - Berlin - NGOs zeichnen sich durch eine hohe Bindung und Leistungsbereitschaft ihrer Mitarbeiter, eine ausgeprägte Kultur der Beteiligung und eine gelebte Unternehmensvision aus. „Die Studie zeigt, dass Wirtschaftsunternehmen viel von NGOs lernen können“, so Claas Wenzlik, Organisationspsychologe und Projektleiter der Studie.
So gut wie alle befragten NGOs haben ihre Leistungsfähigkeit im Laufe der Jahre systematisch und professionell weiterentwickelt. Sie haben ihre Organisationsstrukturen konsequent dezentralisiert, elaborierte Strategieprozesse entwickelt, Entscheidungsstrukturen und -abläufe optimiert und neue Managementkonzepte eingeführt. Innovative Organisationsstrukturen, wie z.B. bei der dezentral geführten Organisation Attac, machen es möglich, schnell und dynamisch auf Veränderungen zu reagieren.
Um langfristig ihre Schlüsselposition in Politik und Gesellschaft zu halten, stellen sich den NGOs drei Herausforderungen: Zum einen ist es für NGOs schwierig, die Effekte ihrer Arbeit zu evaluieren. Eine systematische Evaluation ihrer Projekte und der Gesamtorganisation ist aber wichtig, um sich der eigenen Wirksamkeit bewusst zu werden. Darüber hinaus werden Veränderungen und Umstrukturierungen oft erst dann angestoßen, wenn der Leidensdruck groß genug ist. Durch eine proaktive Herangehensweise würden NGOs dagegen ihre Gestaltungsmöglichkeiten erweitern. Zuletzt wird es immer wichtiger, durch Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen und anderen NGOs neue Potenziale zu erschließen, Win-Win-Situationen und Synergien zu erzeugen. „Unternehmen und NGOs brauchen einander für den Wandel. Nachhaltige Entwicklung wird nur auf diesem Wege möglich sein. Darin liegt großes Potenzial für ihre Leistungsfähigkeit. Gerade die aktuelle Krise verlangt nach neuen, kreativen Antworten.“, so Wenzlik, Berater von NGOs und Wirtschaftsunternehmen.
An der Studie nahmen 31 nationale und internationale NGOs teil, darunter namhafte Unternehmen wie Greenpeace, Amnesty International und Attac. In zwei Interview-Staffeln über ein Jahr lang wurden Führungskräfte von NGOs befragt.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Humboldt-Viadrina School of Governance ist eine Institution, die sich der Förderung von `Good Governance´ (guter Regierungs-, Amts-, bzw. Unternehmensführung) mit besonderem Schwerpunkt auf Organisationen der Zivilgesellschaft verschrieben hat. Sie will die Entwicklung, den Einsatz und die Verbreitung von Strategien und Vorgehensweisen fördern, die den heutigen nationalen und globalen Herausforderungen entsprechen.
Humboldt-Viadrina School of Governance
Wilhelmstr. 67
10117 Berlin
Tel: 030 2005 971 0
eMail: info(at)governance-school.de
Für weitere Informationen und Foto-Material:
Claas Wenzlik, Projektleiter „Next Practice NGO“
Email: claas.wenzlik(at)segroup.de
Mobil: 0173 / 522 52 42
Datum: 22.09.2009 - 16:18 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 120804
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Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Bettina Hartlich
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 22.09.2009
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