Koalitionsvertrag mit richtiger Weichenstellung für die Zahnmedizin
ID: 130415
Koalitionsvertrag mit richtiger Weichenstellung für die Zahnmedizin
Berlin, 26. Oktober 2009
Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) als Vertretung der 55.000 Vertragszahnärzte in Deutschland beurteilt die Vereinbarungen zur Gesundheitspolitik im Koalitionsvertrag positiv. "Für die zahnmedizinische Versorgung sind die Weichen richtig gestellt", sagte heute der Vorsitzende der Vorstandes der KZBV, Dr. Jürgen Fedderwitz.
Die Koalitionspartner, so Fedderwitz weiter, hätten anerkannt, dass man für die zukünftige Entwicklung der Zahnarzthonorare generell eine neue Basis brauche: "Das haben wir seit Jahren angemahnt. Unsere Forderung nach einer Abschaffung der Budgets ist damit aufgenommen worden ? ebenso die nach einer längst überfälligen Anhebung der zahnärztlichen Vergütung im Osten an das West-Niveau. Wichtig ist aber auch, dass die strukturelle Perspektive für das Gesundheitswesen stimmt. Mit dem Bekenntnis zu einer modernen Selbstverwaltung und freiberuflichen Versorgungsstrukturen schlagen die Koalitionäre da die richtige Richtung ein." Positiv bewerte die KZBV zudem die Festlegung auf mehr Entscheidungsspielräume und Wahlmöglichkeiten für die Versicherten. Sie komme nicht nur in der Betonung der freien Arztwahl, dem geplanten Erhalt des dualen Krankenversicherungssystems und der Ankündigung einer Entbürokratisierung der Kostenerstattung zum Ausdruck, sondern auch in der positiven Bewertung von Festzuschüssen, wie sie im Bereich Zahnersatz bereits eingeführt worden seien.
Was die Zukunft der elektronischen Gesundheitskarte angehe, sei ein vernünftiges Zeichen gesetzt worden, indem man das gesamte Telematikprojekt wie gefordert erst einmal einer kritischen Bestandsaufnahme unterziehen wolle, bevor man an die weitere Umsetzung gehe.
Zugleich mahnte Fedderwitz jedoch eine konsequente Umsetzung der Planungen von Schwarz-Gelb an: "Nach Jahren der Fehlsteuerung im Gesundheitswesen brauchen wir eine Politik, die den Zahnärzten nicht nur wirtschaftliche Risiken aufbürdet, sondern den Praxen auch unternehmerische Chancen gibt. Der Koalitionsvertrag ist nicht das Ende sondern der Anfang eines politischen Prozesses. Es ist gut, die Weichen gestellt zu haben. Entscheidend ist aber, dass der Reformzug auch losfährt."
Sylvia Schröder
Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Datum: 26.10.2009 - 23:48 Uhr
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