Kommentar zum Koalitionsplan des verkürzten Wehr- bzw. Zivildienstes
ID: 130434
Kommentar zum Koalitionsplan des verkürzten Wehr- bzw. Zivildienstes
Die von der Koalition angedachte Verkürzung des Wehrdienstes auf sechs Monate hätte aus Gründen der "Wehrgerechtigkeit" auch eine Verkürzung des Zivildienstes zur Folge. Eine Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes kommentiert die Regierungspläne so:
"Im Deutschen Roten Kreuz leisten jährlich über 8.000 junge Menschen Zivildienst und erbringen damit unverzichtbare Leistungen im sozialen Bereich, im Rettungsdienst und an vielen anderen Stellen.
Eine Verkürzung wird nicht nur die Leistungsfähigkeit des Dienstes erheblich beeinträchtigen, der Zivildienst verliert auch an Attraktivität. Er ist sozialer Lerndienst und bietet wertvolle Beiträge zur beruflichen Orientierung junger Menschen. Dafür braucht es Zeit zur Einarbeitung und zur Qualifizierung, die bei einer weiteren Verkürzung nicht mehr vorhanden ist. Das DRK bittet die Koalition, eine Verkürzung durch geeignete Konzepte zu kompensieren und ist gerne bereit, an solchen Konzepten mitzuarbeiten."
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Datum: 27.10.2009 - 02:48 Uhr
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