Rungholt taucht auf!

Rungholt taucht auf!

ID: 132520

Eine Ausstellung mit Bildern von Hadi Knütel, Kalligraphien von Karina Reck und einer Bilddokumentation über den Rungholt-Forscher Andreas Busch

Rungholt – was ist das eigentlich? Ein Mythos oder Realität? Es ist beides. Rungholt bewegt sich zwischen mythischer Verklärung, historischer Forschung und der Interpretation durch Künstler und Dichter.



Karina Reck: RungholtKarina Reck: Rungholt

(firmenpresse) - Und genau dieser Spur folgt die aktuelle Ausstellung im Nordseehotel Miramar, das passenderweise Partner des Nationalparks Wattenmeer ist.
Die Ausstellung „Rungholt taucht auf!“ setzt sich aus drei Schwerpunkten zusammen. Da ist zunächst einmal das historische Rungholt, eine friesische Siedlung, Hauptort der Verwaltungsgemeinde Edomsharde, gelegen ungefähr zwischen dem heutigen Pellworm und der Halbinsel Nordstrand. Die mittelalterliche Siedlung, die für damalige Verhältnisse durchaus wohlhabend war, ging mit der ersten großen Mandränke von 1362 unter. Seitdem ranken sich Sagen und Legenden um diesen Ort, der angeblich durch ein göttliches Strafgericht vernichtet wurde, weil seine Bewohner Gott lästerten. Rungholt wurde dadurch sozusagen zu einem Atlantis des Nordens.
Diese Sagen, die später auch von Dichtern wie Detlev von Liliencron aufgegriffen wurden, hat die Kalligraphin Karina Reck (* 1958) aus Witzwort gekonnt ins Schriftbild gesetzt. Durch die gelungene Komposition von Text, Schrift, Farbe, Schreibwerkzeug und Schreibgrund nähert sie sich dem Inhalt auf reizvolle Weise an und verschafft dem Leser einen neuen Zugang zu altbekannten Texten. Für die Rungholt-Texte hat sie auf Schriften wie die Humanistische Kursive, die Karolingische Minuskel oder die Irisch-angelsächsische Halbunziale zurückgegriffen, die die Texte auch optisch in ihren historischen Kontext setzen.
Ein weiterer Ausstellungsaspekt sind die Funde und Beobachtungen des Nordstrander Rungholt-Entdeckers Andreas Busch. Am 16. Juni 1921 fand er erste Spuren der Rungholt-Siedlung. Er selbst hat seine Forschungsarbeit in zahlreichen Fotografien dokumentiert, die heute als Nachlass im Husumer NordseeMuseum liegen. Für die Ausstellung wurden Reproduktionen der Originalfotos zu informativen Schautafeln zusammengestellt – eine kleine Hommage an einen anerkannten und geehrten Heimatforscher, dessen Nachfahren heute z.T. in der Nähe von Tönning leben.
Hadi Knütel (*1964), freier Künstler aus Dithmarschen, hat sich Rungholt auf ganz individuelle Weise angenähert. In dieser Mischung aus Realität und Sagenhaftigkeit von Rungholt fand er als Mensch der Küste schier unerschöpfliche künstlerische Anregungen. Als surreal arbeitender Maler reizte ihn auch „das fantastische Drumherum“, wie er selbst sagt: „Das Spiel mit Oben (auf der Wasseroberfläche) und Unten (auf dem Meeresgrund); die Fragen: Was für Ängste, Gedanken oder Vorkehrungen gab es unter der Bevölkerung? Wie empfinden die versunkenen Rungholter ihr „postrungholter“ Dasein“? Aus diesen durchaus konkreten Themen ergaben sich nach und nach Bilder, die den Betrachter faszinieren, aber bisweilen auch verstören, weil sie sich in einem Schwebezustand zwischen Wirklichkeit und Fiktion befinden. Knütels Bilder, manchmal zart und verspielt, manchmal eindringlich und mit beinahe mahnendem Charakter, lassen viel Platz für Interpretationen. Und wenn man sich auf sie einlässt, so sieht man Rungholt tatsächlich wieder auftauchen.


Eine Ausstellung also, die sowohl Historikern als auch Kunstfreunden Anreiz für neue Rungholt-Ansätze liefern dürfte.

Dauer der Ausstellung: 14.11. bis 11.1.2010. Öffnungszeiten: tägl. 8.00 Uhr bis 23.00 Uhr.
Eröffnung: 14.11.2009, 17 Uhr.
Es sprechen: Drees Busch (über den Rungholt-Forscher Andreas Busch) und Dr. Katrin Schäfer (über die künstlerische Bearbeitung des Rungholt-Themas)


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Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Das Hotel Miramar auf der Halbinsel Eiderstedt (Nordfriesland) liegt nur wenige Schritte vom historischen Tönninger Marktplatz und dem idyllischen Hafen entfernt. Das Gebäude, das eine lange Geschichte hat, wurde vor über 10 Jahren von Uwe Peters, der auch heute noch der Direktor ist, modernisiert und zu einem Hotel mit besonderem Flair ausgebaut, das norddeutsche Tradition mit einem beinahe mediterranen Ambiente verbindet. Das Hotel ist zudem offizieller Partner des Nationalparks Wattenmeer und hält für die Gäste ein breitgefächertes Angebot rund um das Weltnaturerbe bereit.
Das Hotel ist behindertengerecht und bietet neben einer Reihe von Spezialarrangements für Einzelreisende oder Familien auch den optimalen Rahmen für Tagungen und Festveranstaltungen.
Das angeschlossene Restaurant Windrose serviert saisonale und typisch regionale Gerichte sowie Menüs zu besonderen Festlichkeiten. Seit einigen Jahren fühlt sich das Nordseehotel Miramar auch der Förderung von Kunst und Kultur verpflichtet und präsentiert mehrmals im Jahr Ausstellungen regionaler und international bekannter Künstler.



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Hotel Miramar, Westerstr. 21, 25832 Tönning, Tel.: 04861-9090. http://www.miramar-net.de
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Presseanfragen: Dr. Katrin Schäfer, info(at)k-a-t-i.de; 04841/939662



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Bereitgestellt von Benutzer: DrKatrinSchaefer
Datum: 03.11.2009 - 11:02 Uhr
Sprache: Deutsch
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Freigabedatum: 03.11.2009

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