Jahrhundert Deal geplatzt – ca. 29 Millionen Euro sollten unterschlagen werden

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Russland Kurier. Der russische Pensionsfond (RPF) wurde um 1 Milliarde und 250 Millionen Rubel bestohlen. Eine Milliarde Rubel sind bereits wieder zurück, die restlichen 250 Millionen werden noch gesucht.




(firmenpresse) - Wie eine Sprecherin des RPF am Dienstag gegenüber RIA Novosti mitteilte, entdeckte die russische Rentenkasse am Montag zwei nicht genehmigte Überweisungen von ihren Konten bei der Zentralbank von Russland, in Gesamthöhe von umgerechnet rund 29 Millionen Euro. Sicherheitsbehörden seien darauf sofort informiert worden.

Schnelle Transaktionen sollten das ganz große Geld bringen

Nach heutigen Angaben der Ermittler habe ein Unbekannter am 13. November einen gefälschten Zahlungsauftrag der Rentenkasse bei der Zentralbank von Russland vorgelegt. Als die Machenschaft aufflog, seien die Konten des Empfängers gesperrt worden. Dadurch sei es gelungen, den größeren Teil des Geldes zu retten.

In einer offiziellen Erklärung des RPF lautet es: "Eine anschließende Untersuchung ergab, dass am 13. November in den Nachmittagsstunden ein Unbekannter bei der Zentralbank von Russland, zwei gefälschte Zahlungsaufträge im Namen des RPF einreichte. Die Zentralbankbank fing darauf hin an das Geld zu überweisen. Wie sich herausstellte waren die Unterschriften auf den Überweisungen und auch der Stempel vom RPF gefälscht“.

Der RPF betonte, „dass die Auszahlung der Renten durch dieses Ereignis nicht gefährdet sei.“

Der gesamte Betrag ging an ein Konto bei der Geschäftsbank "Kuban". Von dort wurde ein Teil des Geldes (550 Millionen) auf Konten bei der Deutchen Bank überwiesen. Die restlichen 700 Millionen gingen an Konten bei einer anderen Bank. Der Name des anderen Kreditinstitutes wurde im Interesse der Untersuchung nicht bekannt gegeben.

Nach unbestätigten Meldungen waren die Überweisungen als Zahlungen für Bauvorhaben des Pensionsfonds deklariert gewesen. Als Empfänger der Überweisungen soll ein Bauunternehmen im Süden von Russland vermerkt gewesen sein.

RPF leugnet jegliche Schuld an dem Diebstahl des „Jahrhunderts“

Die Pensionskasse von Russland hat jegliches Fehlverhalten ihrerseits an den Diebstahl des „Jahrhunderts" abgelehnt. Für Kopien und Fälschungen auf den Zahlungsaufträgen kann der RPF nichts, weiterhin gab es bei der Zentralbank eine Budgetklassifikation, verlautet es.



Der Täterkreis ist bereits eingeengt und die Ermittlungen liefen auf Hochtouren, teilte die Abteilung für Verbrechensbekämpfung beim russischen Innenministerium mit. Es wird vermutet, dass der Raub von professionellen Betrügern einer internationalen kriminellen Bande begangen wurde.

Dieses auch, da die Täter sich ganz genau im Ablauf bei der Pensionskasse ausgekannt haben müssen und sie es sehr geschickt ausgenutzt haben, dass am Samstag und Sonntag niemand den Verlust des Geldes bemerkt. Am Samstag und Sonntag wird bei der Zentralbank und beim RPF offiziell nicht gearbeitet.

Gleißner / Russland KurierWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:

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Datum: 17.11.2009 - 19:10 Uhr
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