Rente in Deutschland: Erwartungen hoch, Vorsorge gering - Nur noch gut zwei Drittel sehen Notwendigkeit zu privater Rentenversicherung
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Klingt da noch immer Norbert Blüms „Die Rente ist sicher“-Credo in deutschen Haushalten nach? Bemerkenswert sei, so das Blatt, „dass mehr als 40 Prozent der Deutschen angeben, sie hätten von Rentenanpassungen und der konkreten langfristigen Absenkung der Rentenansprüche noch nichts gehört.“ Eine aktuelle Forsa-Studie http://www.forsa.de im Auftrag der Fondsgesellschaft Union Investment http://www.union-investment.de belegt ebenfalls, dass das Bewusstsein für die Notwendigkeit zusätzlicher Altersvorsorge abgenommen hat, auch vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftskrise. Während im dritten Quartal 2008 noch 75 Prozent der Anleger die Notwendigkeit sahen, sich mit den Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge zu beschäftigen, sind es ein Jahr später nur noch 68 Prozent. Auffällig sei zudem, dass sich vor allem die junge Generation bei der Altersvorsorge zurück hält. Gerade 60 Prozent der 20- bis 29-Jährigen beschäftigen sich intensiv mit dem Thema. Besonders die junge Generation könne sich jedoch nicht mehr auf die Basisversorgung in Form der gesetzlichen Rentenversicherung verlassen. Das habe auch der in diesem Jahr veröffentlichte Vorsorgeatlas http://www.vorsorgeatlas.de gezeigt, den das Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg http://www.vwl.uni-freiburg.de/fakultaet/fiwiI/fzg/ueber-uns/idee-aufgaben.html im Auftrag von Union Investment erstellt hat. Experten weisen derzeit verstärkt darauf hin, dass das System der Altersvorsorge in Deutschland funktioniert, wenn Anleger die ihnen zur Verfügung stehenden Vorsorgemöglichkeiten der Basis- und Zusatzvorsorge richtig nutzen. „Die Anleger dürfen sich also nicht zurückziehen und sollten weiterhin umlagefinanzierte und kapitalgedeckte Vorsorgeformen kombinieren“, appelliert Hans Joachim Reinke, Mitglied des Vorstandes der Union Asset Management Holding AG.
Immerhin sorgen bereits über 50 Prozent der erwerbstätigen Bundesbürger durch
zusätzliche private Altersvorsorge ausreichend für das Alter vor. Allerdings schwanken die Einschätzungen über die Höhe der Renteneinkünfte. So „muss ein Durchschnittsverdiener mit rund 30.000 Euro Brutto-Jahreseinkommen derzeit rund 27 Jahre lang Beiträge in die Rentenkasse zahlen, um im Alter wenigstens eine Rente auf dem Sozialhilfe-Niveau zu erreichen“, analysiert das Magazin Ohovens, der auch Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmw.de ist. Hauptgrund für den Rückgang der Leistungen aus der Rentenversicherung sei „die demografische Entwicklung, die dazu führt, dass immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentner finanzieren müssen.“ Und: „Selbst wer zusätzlich zur gesetzlichen Grundversorgungsrente privat vorgesorgt hat, sollte berücksichtigen, dass die Inflation großen Einfluss auf die Kaufkraft in der Zukunft haben wird.“
Für die meisten Bundesbürger sind nach der Studie von Union Investment derzeit die Riester-Rente und die betriebliche Altersversorgung gute Möglichkeiten, um im Alter ihr Einkommen aufzustocken. Die staatlich geförderte Riester-Rente bleibt dabei mit 90 Prozent deutlich vor der so genannten Rürup-Rente (19 Prozent) und der betrieblichen Altersversorgung (13 Prozent) die bekannteste Form der Altersvorsorge. Trotzdem haben erst 41 Prozent der Befragten (44 Prozent der Frauen und 38 Prozent der Männer) einen Riester-Vertrag abgeschlossen. Als größter Hinderungsgrund für eine Riester-Rente wird die Bevorzugung einer anderen Form der Altersvorsorge genannt (51 Prozent).
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Datum: 26.11.2009 - 12:48 Uhr
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