Tierbefreiung: Vögel aus Mast und Eierproduktion gerettet
In der Nacht zum Sonntag befreiten Aktivisten der der Tierrechtsinitiative Maqi zwei Gänse, vier Truthühner und sechs Perlhühner sowie sechs "Legehennen" aus der Gefangenschaft.
befreite Tiere(firmenpresse) - Gänse werden traditionell vor allem am Martinstag (11. November) und an Weihnachten gegessen. So lautet entsprechend die zynische Bezeichnung für Gänse, die gemästet werden, um anläßlich dieser "Festmähler" getötet zu werden, "Martinsgans" bzw. "Weihnachtsgans". Während die "Martinsgänse" in diesem Jahr bereits ermordet wurden, steht den "Weihnachtsgänsen" das Gemetzel noch bevor - zwei davon werden jedoch weiterleben.
In ihrer Heimat Nordamerika werden Truthühner ebenfalls Opfer der Tradition, sie werden zum Erntedankfest ("Thanksgiving") konsumiert. Die inneren Organe der Leichen werden dazu entfernt und die Körperhöhle wird durch die Kloake mit einer Mischung aus Leichenteilen (häufig die Lebern verschiedener Vogelarten) und Lebensmitteln (wie Brot, Zwiebeln, Äpfel, Kastanien, Mais usw.) gefüllt. Teilweise werden auch gehackte Schweine- oder Rinderleichen unter die Haut gefüllt. Dagegen landet in Deutschland überwiegend die Brustmuskulatur der Vögel auf dem Teller (als "Putenschnitzel"). Es versteht sich in dieser Gesellschaft von selbst, daß die Tiere qualgezüchtet sind, um eine hypertrophe Brust zu erhalten, so daß gegen Ende der Mast viele unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen und verdursten oder unter ständigen Schmerzen der deformierten Beine leiden. Das trifft insbesondere auf die Truthähne zu, die größer und schwerer werden als die Truthennen. Vier Truthühner wurden aus der Mast befreit.
Perlhühner gehören zu den ersten Vögeln, die von Menschen gefangengehalten und gezüchtet wurden. Neben dem "Fleisch" sind bei vielen Speziesisten auch die blaugrünen Eier begehrt. Wie "Haushühner" sind Perlhühner auch bezüglich der "Legeleistung" qualgezüchtet, so daß die Hennen durchschnittlich 170 Eier im Jahr legen (während bei freilebenden Perlhühnern in Afrika das Gelege aus 8-12 Eiern besteht und die Brutdauer dreieinhalb Wochen beträgt). Sechs Perlhühner wurden gerettet.
Bei den speziell auf "Legeleistung" gezüchteten "Legehennen" ist diese noch höher, sie müssen fast täglich ein Ei legen (während bei freilebenden Hühnern in Asien das Gelege aus 5-6 Eiern besteht und die Brutdauer 19 Tage beträgt). Drei Hennen wurden aus einer Bodenhaltung, drei aus aus einer mit mehreren Etagen und Sitzstangen (Volierenhaltung) in Sicherheit gebracht.
"Die vor Leichenfressern und Vegetariern geretteten Tiere werden nun den Rest ihres Lebens in größtmöglicher Freiheit verbringen", so Tobi Bayerl von Maqi. "Auf sich allein gestellt würden sie kaum lang überleben, so daß sie von Menschen betreut werden müssen (einschließlich angemessener ärztlicher Versorgung)."
Während die natürliche Lebenserwartung dieser Vögel viele Jahre beträgt (bei Hühnern etwa 20 Jahre), werden sie in menschlicher Gefangenschaft nach nur wenigen Wochen oder Monaten ermordet. Gänse werden einige Monate lang gemästet (Schnellmast 9 Wochen, Intensivmast etwa 15 bis 16 Wochen, Extensivmast bzw. Weidemast 20 bis 32 Wochen), Truthühner ebenfalls einige Monate (die Hähne oft länger als die Hennen, da sie mehr "Fleisch" ansetzen können, in Deutschland etwa 22 respektive 16 Wochen, in anderen Ländern teilweise in der "Kurzmast" neun bis zwölf Wochen). Perlhühner werden gelegentlich im Alter von sechs Wochen, ansonsten mit zehn bis zwölf Wochen ermordet (zum Vergleich: "Masthähnchen", also Hühner beiderlei Geschlechts aus den zur "Fleischproduktion" qualgezüchteten Linien, nach etwas über einem Monat als Küken, was etwa einem menschlichen Baby in Gestalt eines Sumoringers entspricht). Und natürlich werden auch für die Eierproduktion und damit für Vegetarier Vögel ermordet: die männlichen Küken noch am ersten Tag, die Hennen, wenn nach etwa einem Jahr die "Legeleistung" nachläßt, also, da sie mit fünf Monaten geschlechtsreif werden, im Alter von etwa eineinhalb Jahren (einige werden dann zu "Suppenhühnern" oder "Hundefutter", ein großer Teil endet in der Tierkörperbeseitigung).
Das alles wäre problemlos zu vermeiden: durch Tierrechte statt Tierschutz, durch Abschaffung der Ausbeutung (Abolitionismus) statt Reformen - durch Veganismus.
Ein Bilddokumentation der Aktion ist unter tierrechtsbilder.de zu finden.
[4445 Anschläge. Fotos stehen kostenfrei zur Verfügung. Diese Pressemitteilung finden Sie online unter http://maqi.de/presse/tierbefreiung2009.html. Bei redaktioneller Verwendung Hinweis/Belegexemplar erbeten.]
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Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus setzt sich für eine Verwirklichung der Tierrechte (so etwa das Recht auf physische und psychische Unversehrtheit), die Abschaffung der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Spezies (analog zu Antirassismus und Antisexismus) und die Etablierung einer veganen Gesellschaft ein.
Nähere Informationen und Bildmaterial bei Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus, c/o Achim Stößer, Berliner Str. 34, D-63619 Bad Orb, Tel. 06052 309788, mail(at)maqi.de, http://maqi.de.
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Datum: 30.11.2009 - 11:24 Uhr
Sprache: Deutsch
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