Der Leviathan wird immer gefrässiger - Hohe Staatsquote kostet Jobs und Wachstum
ID: 17034
Peter Hahne verweist in der Tageszeitung Die Welt http://www.welt.de auf empirische Untersuchungen, die einen unmittelbaren Zusammenhang herstellen zwischen einer hohen Staatsquote und einer ausgeprägten Wachstumsschwäche. Mit jedem Prozentpunkt weniger Staatsaktivität liesse sich das Wachstum um bis zu einem viertel Prozentpunkt steigern. Die Ökonomen Vito Tanzi von der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IABD) und Ludger Schuknecht von der Europäischen Zentralbank (EZB) haben in einer Untersuchung von 22 Industrieländern gezeigt, dass eine Konsolidierung der Staatsfinanzen und eine Rückführung der Staatsquote selbst in einer Stagnationsphase zu einer spürbaren Belebung der Wachstumskräfte führen kann.
Früher lief die Wirtschaft runder: Dies ist keine Mythisierung der guten alten Bundesrepublik, sondern lässt sich an Zahlen und Statistiken ablesen. "In den vergangenen Jahren ersetzte oft Reformrhetorik die echten Reformen. Das gilt übrigens durch die Bank für alle Parteien", sagt Michael Müller, Geschäftsführer der Neusser a & o-Firmengruppe http://www.aogroup.de. Hahne nennt die Fakten: Im Laufe der Jahre wurde der Staat immer gefrässiger. 1960 beanspruchte der Leviathan nur rund 30 Prozent der Wirtschaftsleistung, 1970 waren es schon rund 39 Prozent. 2004 lag die Staatsquote zwar auf dem niedrigsten Stand seit 1991, doch mit 47,5 Prozent kann kaum noch die Rede sein von freier Marktwirtschaft.
Studien belegen, dass Länder mit niedrigerem Staatsanteil wirtschaftlich erfolgreicher sind als die Staaten, wo die öffentliche Hand als Nimmersatt auftritt. Staatsfixierte Politiker oder Wirtschaftswissenschaftler rechnen dann gerne vor, dass dies nicht für die skandinavischen Länder gelte. Doch auch hier muss man sagen, dass der im Vergleich zum angelsächsischen Raum geradezu monströse Anteil des Staates in den nordischen Ländern in den vergangenen Jahren spürbar zurückgefahren wurde. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) http://www.imf.org reicht eine Quote von 30 Prozent aus, damit der Staat all seine Aufgaben erfüllen kann. Wachstumsmotoren sind unter anderem Irland, die Vereinigten Staaten und Australien, und in allen drei Ländern hält sich Väterchen Staat zurück.
"Libertäre, die die völlige Abschaffung des Staates fordern, reden Unsinn. Das ist bestenfalls politisches Feuilleton", meint Müller, der als Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de auch gesellchaftspolitische Verantwortung trägt. "Ich bekenne mich insofern zu einem starken Staat, wenn es um die Sicherheit der Bürger geht und darum, dass alle Bürger eine gute Ausbildung bekommen. Doch der deutsche Staat gibt das Geld seiner Bürger für die falschen Dinge aus. Wir investieren zu wenig in die Zukunft, nämlich in Bildung, in Forschung und Entwicklung. Stattdessen schnellen die Ausgaben für konsumtive Zwecke wie Zinsen und Sozialleistungen in astronomische Höhen." Für falsch hält es Müller auch, wenn die Grosskoalitionäre in Berlin jetzt nur wie die Buchhalter auf den ausser Rand und Band geratenen Etat schielten. Die fest eingeplante Mehrwertsteuererhöhung werde weitere Jobs kosten. Und da sich die beiden Volksparteien nicht auf grundlegende Arbeitsmarktreformen einigen könnten, sei mit weiteren Horrorzahlen aus Nürnberg zu rechnen. "Wer den Arbeitsmarkt nicht endlich liberalisiert", so Müller, "der versündigt sich insbesondere an den Menschen, die aus eigenem Verschulden oder wegen unglücklicher Umstände über nur sehr geringe oder nicht mehr gefragte Qualifikationen verfügen."Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 04.11.2005 - 16:02 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 17034
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Ansgar Lange
Kategorie:
Vermischtes
Meldungsart: bitte
Versandart: bitte
Freigabedatum: 04.11.2005
Diese Pressemitteilung wurde bisher 1021 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Der Leviathan wird immer gefrässiger - Hohe Staatsquote kostet Jobs und Wachstum"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
medienbüro.sohn (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un
Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys
Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn
Steuern rauf, Bürokratie runter - Grosskoalitionäre Pläne von Union und SPD ...
Bonn/Berlin - Für den Bürger könnte die sich anbahnende grosse Koalition in Berlin teuer werden. Schon jetzt beteuern SPD und Union, dass die Steuern in jedem Fall steigen werden. Der Grund: Im Bundesetat fehlen nicht nur 35, sondern 43 Milliarden Euro. Allerdings werden auch Initiativen angekün
Bestsellerautorin und Insolventin - Bundesweiter Sonderpreis vom Grossen Preis des Mittelstandes 200 ...
Am Samstag, den 29. Oktober 2005 wurde Anne Koark in Berlin mit einem bundesweiten Sonderpreis beim Grossen Preis des Mittelstandes 2005 (ehemals Oskar für den Mittelstand genannt) ausgezeichnet. Damit hat die Oskar-Patzelt-Stiftung erstmals in Deutschland eine Insolventin ausgezeichnet und Mut auf
Depressionsbarometer: Mehr als 100.000 Teilnehmer ...
Hohe Zugriffszahlen und enormes Medienecho für Depressionsbarometer/ Ergebnisse werden beim Kongress X-Organisationen am 19.11.2005 in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt In über 80 Zeitungsartikeln und zahlreichen Rundfunk- und Fernsehsendungen wurde inzwischen über das erste deutsche Depr
Grönemeyer schreibt sein erstes Kinderbuch ...
Witten/Herdecker Professor für Radiologie und MikroTherapie will mit "Der kleine Medicus" Kinder für Gesundheit und Medizin begeistern / Erste Lesung am 2. November im "Gürzenich" in Köln Mit seinem neuen Buch "Der kleine Medicus", das am 1. November beim Rowohlt




