Mit viel Kunst, Musik, Sounds und Experimenten läutet secondhome projects den
langersehnten Frühling ein:
Malerei und Spray Art, DJ-ing und Noize Konzerte, Design und Fotografie - in der
Oudenarder- und Schererstraße werden kleine Welten eröffnet, Grenzen überschritten und
ungewöhnliche Allianzen eingegangen.
Unter temporary VII präsentieren, wie immer dezentral an neun Standorten gleichzeitig,
zehn Künstler neun höchst unterschiedliche Ausstellungen mit bislang ungezeigten, teils
für den Anlass neu geschaffenen Arbeiten.
Wer der körperlichen Wahrnehmung Ausdruck verleihen will, ist bei den DJs D Tale und Pro
Zeiko an der richtigen Adresse.
Ungewöhnliches, Unkonventionelles, Neues – zum Ansehen, Fühlen und dem Erlebten
Ausdruck verleihen!
(firmenpresse) - Wir freuen uns sehr, folgende Künstler bei uns zu präsentieren:
DEKSSusanne HornbostelDr. Nexus Sladan NedeljkovicLilla v. Puttkamer Sandra Rauch Miray SerametPujan Shakupa / Stefan Stark Niels Sievers
Schererstrasse 9,10 und 11:
Hochschule für Gestaltung, Offenbach : Satellit Berlin Pujan Shakupa / Stefan Stark – Vielleicht wissen wir es nach dem Film? Fotografie
In der Ladengalerie werden Fotografien aus der fortlaufenden Serie »Neon Fruit Supermarket« gezeigt. Eine Sammlung von Orten, Leerräumen und Zwischenräumen und paradoxen Spannungen, die latent unter der Oberfläche des Alltäglichen schwelen. Aus ihrem geographischen Zusammenhang gerissen, in Erzählstränge gehängt, berichten sie von kulissenhafter Realität und von Realität als Kulisse.
Im Hinterzimmer lassen sich Prozesse beobachten, die einer Ausstellung vorausgehen. Es wird zu einem Atelier, in dem an gemeinsamen und individuellen Bildmaterial geforscht wird. Es soll über Zusammenstellungen nachgedacht, Präsentationsformen ausgetestet und an kleinen Projekten gearbeitet werden.
vierter stock projektraum berlin Susanne Hornbostel – supersonic travel delayed by foam, Malerei
"Mein Konzept ist, dass ich es nicht so "kalt", white-cube-mäßig will. Ich möchte es dichter, bunt und "wärmer", mit mehr Möglichkeiten für die Besucher zum Sitzen, Liegen, Herumgehen (...). So soll es sein!“ (Zitat der Künstlerin)
Die Arbeiten von Susanne Hornbostel zeigen klare Konturen und erwecken doch gleichzeitig einen Eindruck einer eigenartigen Verschwommenheit. Ihre Arbeitsweise: Acrylfarbe auf Schaumstoff. Ein unverwechselbarer Stil auf ungewöhnlichem Material: die Weichheit des Schaumstoffes, die die Farbe aufnimmt und so eine harte und brüchige Acrylschicht entstehen lässt – Gegensätzlichkeiten entstehen. Urbanität wird gezeigt,
Miniateliers installiert - und doch Hängematten zur Entspannung offeriert.
Sandra Rauch
The sound from NYD Acryl, Siebdruck, Malerei Sandra Rauch arbeitet mit einer von ihr selbst entwickelten mechanischen Lichttechnik auf Acrylglas, bei der sie die technischen Möglichkeiten der Arbeit mit Licht und Druck auslotet um völlig neue Bildeindrücke zu erschaffen. Malerei, Fotografie und Siebdruck werden zu einer höchst individuellen Technik verbunden, die sie darüber hinaus beständig weiter entwickelt. Im Zentrum des künstlerischen Interesses von Sandra Rauch stehen die Motive, die in unserer Gesellschaft durch unendliche Vervielfältigung und Wiederholung zu Sinnbildern bestimmter Ideen, Visionen, Sehnsüchten wurden. Dabei konzentriert sie sich insbesondere auf diejenigen, die individuelle Freiheit symbolisieren: bestimmte Ansichten bestimmter Großstädte oder Cowboys. Durch Abstraktion und Übermalungen werden sie um völlig neue Ebenen erweitert, in zusätzliche Räume überführt und mit einer fremden Atmosphäre aufgeladen. Die Transformation von Klischees führt zu einer perspektivischen Mehrdeutigkeit und entdeckt inhaltlich wie formal Tiefen und Räume die unter der Fassade unserer Vorstellung verborgen lagen.
Niels Sievers A room for my friends - Malerei Niels Sievers Bilder erzählen von etwas, das erstmal nicht zu sehen ist – oder nicht zu hören, im Falle der gigantischen gemalten schwarzen Lautsprechermembran auf Leinwand: hier ist ein Bild, das uns direkter als alle anderen auffordert hinzuhören, was es denn zu sagen hat. Die übrigen zeigen nachtschwarze Silhouetten von Uferhäusern am Kanal vor denen eine Reihe von Schwänen schlafend im Wasser treiben oder reine Spiegelungen von Uferbepflanzungen im Wasser. Es ist die Totale aufs Wasser, ohne Horizontlinie und auch hier finden sich Schwäne, aber sie treten vereinzelt, verloren auf. Sievers Bilder transportieren Stimmungen, Positionen, Meisterschaft. Sie konfrontieren uns mit einer nicht nur indirekten, abstrahierten sondern auch lautlosen Welt, ja scheinen selbst lautlos, obwohl soviel Musik und Wohlklang hinter ihnen zu stecken scheint.
Dr. Nexus Play VII : act I Eine audio-visuelle Installation In Dr. Nexus Arbeit verschmelzen Begriffe und Disziplinen wie Klang, Komposition, Skulptur, (Klang-)Architektur und (Musik)-Theater zu einer symbiotischen Einheit. Die für seine raumfüllenden Installationen erarbeiteten Kompositionen werden einerseits (teilweise oder ganz) vorproduziert und auf CD oder Vinyl gebannt, andererseits ergeben sie sich erst vor Ort im Zusammenspiel mit den einzelnen Klangskulpturen und – elementen. Dies können z.B. modifizierte Plattenspieler, durch Ventilatoren getriggerten Solarsoundmodule, rotierenden Lautsprecher, Radios oder auch Transmitter sein.
DEKS My Culture – Spray Art
“Jedes Bild ist ein Moment.” (Zitat des Künstlers) Unter dem Pseudonym DEKS verbirgt sich ein Heidelberger Künstler der street art Szene, der seit einigen Jahren in der Berliner Musikszene agiert. Seine gesprühten Bilder zeichnen sich durch ihre motivische Nähe zur Musik und zur Plakatkunst aus. Sie verfolgen ein klares Design aus Motiven aus aufwändig gestalteten Schablonen in Kombination mit geschwungenen Schriftelementen. Ihre Wurzel liegt in der Graffitikunst, genauer gesagt, in der Heidelberger Graffitiszene, die in den 90er Jahren stark vom New York Style geprägt war. DEKS entwickelte seine Bildsprache zuerst auf Wänden später auf Skizzenblättern und Leinwänden. Seine Inspiration und Begeisterung für die street art nährte sich für DEKS aus den Arbeiten seiner Vorbilder KANE, SCOTTY76 und TIME. Die Leinwandserie „MY CULTURE“ erzählt von seiner Liebe und Faszination zu dieser Kultur – und ist zugleich seine Hommage an sie.
Oudenarder Strasse 30 und 31
Lilla von Puttkamer open studio Verführerisch und träumerisch zugleich entführt Lilla von Puttkamer in Ihren Bildern in eine eigene Welt. Ein Sein zwischen wachen und träumen; versinken, einen Schritt weiter gehen und sich selbst erneut versinken, eine Trunkenheit der Tiefe, der Farben, der Entrückheit – Mögliches trifft auf Unmögliches, Wahrgenommenes auf Erfundenes. Sich selbst einmalen in das Bild trifft den Wunsch des Betrachters. Lilla von Puttkamer ist regelmäßige Teilnehmerin bei secondhome projects da ihr Ausstellungsraum ist zugleich ihr festes Atelier ist.
Miray Seramet Nylons Miray Seramet ist ebenfalls regelmäßige Teilnehmerin bei secondhome projects. Ihre skulpturhaften Stoffe selbst sind Form und Raum. Durch Ihr Interesse am Zusammenführen verschiedener Materialien, Fadenspannungen und den daraus resultierenden Interaktionen, den neu entstehenden Stoffstrukturen, schafft sie es, Dreidimensionalität zu kreieren und damit eine Grundlage für außergewöhnliche Designobjekte zu schaffen.
Sladjan Nedeljkovis Across the universe, Fotografie, Installation Sladjan Nedeljkovic zeigt einen panoramaartigen Überblick über sein Bildarchiv, das inzwischen auf mehrere tausend Blätter angewachsenen ist. Er interessiert sich für den narrativen und emotionalen Gehalt von Bildern, seien es Fotografien aus Zeitschriften oder – im Falle seiner Videos – gefundenes Filmmaterial. In den Konstellationen fügt Sladjan Nedeljkovic an sich nicht zusammengehörende Blätter zu Gruppen, wodurch ein neuer Sinnzusammenhang entsteht. Der ursprüngliche Kontext der Einzelbilder ist aufgelöst, die Gruppen werden zu Kapiteln einer übergeordneten, jedoch offenen Erzählung.
Die special guests:
DJ D-TALE CHARISMATISCHER PLATTENDREHER MIT DEM AUGE FÜRS „DE-TAIL“ Wenn er die Nadel aufs Vinyl gleiten lässt, trennen sein Publikum nur noch wenige Sekunden von einer feierlichen Eskalation. Der Sohn seiner Eltern ist gebürtiger Berliner und verfügt über alle notwendigen Skills, um jeder Party den sprichwörtlichen i-Punkt auf zu setzen. Seit dem zarten Alter von 15 Jahren aktiv, kann man D-Tale heute schon getrost einen „alten Businesshasen“ nennen. Neben seinen interkontinentalen Club-Aktivitäten (mit Gigs u.a. in Russland, Taiwan, Katar, Griechenland) hat der Rap.de Host schon mehr als 20 Tapes gemixt, welche deutschlandweit „dauerbrennen“. Nun ist er dort angekommen, wo er hingehört – im Radio. Bei Deutschland bestem Black Music/ Dance Sender JAM FM!
DJ PRO-ZEIKO Erfolgreicher Globetrotter mit dem Gespür für die richtige Platte „DJ PRO-ZEIKO“ gehört zur DJ Weltelite. Er wurde 1983 in Berlin geboren und entwickelte schon früh eine Leidenschaft für die Musik. Sein ausgeprägter Ehrgeiz und der Wille zum Erfolg trieben die Entwicklung seiner Fähigkeiten konstant voran und er bestritt bald seine ersten DJ-Wettbewerbe. Heute ist DJ PRO-ZEIKO kaum noch aus der internationalen DJ-Szene wegzudenken. In jungen Jahren hat er es bereits geschafft drei Weltmeistertitel der größten DJ-Wettbewerbe in einem einzigen Jahr zu gewinnen und konnte sich damit schon heute einen Platz im „DJ-OLYMP“ sichern. Durch seine preisgekrönte Technik und sein besonderes Gefühl für das Publikum hebt sich DJ PRO-ZEIKO von der DJ Masse ab. Sein Musikstil ist sehr facettenreich und beinhaltet hauptsächlich House, HipHop, RnB und Soul. DJ PRO-ZEIKO war bereits Opening Act der Black Eyed Peas und hat Partys in Katar, Taipei und Moskau gerockt. Seit 2007 ist er Teil des DJ Teams „DISKO INFERNO“ mit seinem Partner „DJ D-Tale“.
Weitere Events: 27. & 28. März open doors – alle Ausstellungen, 16 – 20 Uhr 27. März Tango Nacht – Tango Lesson & Dance, Oudenarder Straße 31, 20 h 28. MärzNoize u.a. fake mistress, lifeloop, dr. nexus, Schererstraße 11, 19 h 17. AprilFinissage temp VII
secondhome ist ein Projekt der GD Real GmbH Berlin, in dessen Rahmen die Vermietung
von Wohnungen und Gewerbeeinheiten von insgesamt fünf Gründerzeitbauten im
Wedding betrieben wird. Die Bauten, von denen drei in der Schererstrasse und zwei in der
Oudenarderstrasse stehen, wurden aufwändig kernsaniert und verfügen über insgesamt
zehn Ladenlokale.
Die Sanierung ist von dem Wunsch nach Nachhaltigkeit geprägt. Es wurden daher alle
Altbauten in der Schererstrasse zu modernen Niedrigenergiehäusern umgebaut, ohne die
Anmutung eines Altbaus zu zerstören. Zudem wird die Ansiedelung von Kunst- und
Kulturschaffenden weiterhin von einer aktiven Standortpolitik begleitet, die in Zukunft mit
und für die Mieter geleistet wird.
Die Ausstellungen sind geöffnet vom 12. März bis 17. April 2010
Geöffnet nach Vereinbarung unter 0160 96 82 56 16
Ort: Schererstrasse 9, 10, 11 und Oudenarder Strasse 30 und 31
Kontakt
Petra Prahl
Projektleitung secondhome projects Berlin.
mobil: 0160 / 96 82 56 16
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