Endlich Klarheit bei Wehr- und Zivildienst schaffen
ID: 192805
Endlich Klarheit bei Wehr- und Zivildienst schaffen
Wieder ist eine Sitzungswoche des Bundestags vergangen und die Regierungskoalition aus Union und FDP hat immer noch kein Konzept vorgelegt, wie sie mit der zeitlichen Reduzierung des Wehrdienstes und der damit einhergehenden Verkuerzung des Zivildienstes umgehen will.
Die jungen Maenner, die Einsatzstellen und die Traeger brauchen aber Planungssicherheit. Doch anstatt sich auf eine tragfaehige Loesung zu einigen, streiten die Koalitionaere weiterhin fleissig weiter. Man ist von der schwarz-gelben Koalition zwar nichts anderes als Streit gewohnt, aber hier geht er zu Lasten von jungen Maennern, die vor ihrer beruflichen Lebensplanung stehen und zu Lasten sozialer Einrichtungen, die auf die unterstuetzenden Taetigkeiten von Zivildienstleistenden bauen.
Natuerlich kann dahinter auch Taktik stecken: Man laesst die Einrichtungen und Traegerorganisationen so lange im Ungewissen, bis sie jeder Loesung zustimmen, sei sie auch noch so unausgegoren und kurzfristig. Es steht die sogenannte "freiwillige Verlaengerung" des Zivildienstes zur Diskussion. In der letzten Legislaturperiode wurde diese aus gutem Grund von allen Bundestagsfraktionen ausser der CDU/CSU-Fraktion abgelehnt und stiess auch bei der Mehrheit der Fachverbaende auf Ablehnung. Wenn die "freiwillige Verlaengerung" nun doch noch umgesetzt werden wuerde, wuerde dies bedeuten, dass es keine Staerkung der Freiwilligkeit und damit auch keine Staerkung der Jugendfreiwilligendienste geben wird.
Es zeigt sich mehr und mehr, dass die Reduzierung des Wehr- und damit auch des Zivildienstes auf sechs Monate ein fauler Kompromiss zwischen denen war, die den Wehrdienst in der jetzigen Form erhalten wollen und denjenigen, die immer seine Abschaffung gefordert haben.
Die SPD hat einen eigenen Vorschlag: Es gibt eine grosse Bereitschaft von jungen Frauen und Maennern freiwillig fuer Staat und Gesellschaft taetig zu sein. Dieses Potenzial sollte genutzt werden. Wir wollen auf mehr Freiwilligkeit setzen und moeglichst nur diejenigen zum Grundwehrdienst einziehen, die dies auch wollen.
Den Zivildienst wuerde es dann in dieser Form nicht mehr geben.
Stattdessen wollen wir einen massiven qualitativen und quantitativen Ausbau der Jugendfreiwilligendienste (FSJ, FOeJ).
So koennte allen jungen Menschen das Angebot gemacht werden, sich fuer einen festen Zeitraum und unter paedagogischer Begleitung sich freiwillig zu engagieren. Die sozialen Einrichtungen haetten so auch weiterhin die Moeglichkeit, dass ihre Arbeit von jungen Menschen unterstuetzt wird.
Wenn die Regierungskoalition wirklich an einer langfristigen und tragfaehigen Loesung interessiert ist, sollte sie sich unseren Vorschlag zu eigen machen. Alles andere ist der falsche Weg.
© 2010 SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 23.04.2010 - 22:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 192805
Anzahl Zeichen: 3344
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 190 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Endlich Klarheit bei Wehr- und Zivildienst schaffen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SPD-Bundestagsfraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) bekommt ein Update. 20 Jahre nach der Einführung haben sich das Antidiskriminierungsrecht und die Arbeit der Antidiskriminierungsstelle bewährt. Das AGG leistet einen zentralen Beitrag zu Fairness am Arbeitsplatz, bei der Wohnungssuche und im Zivilrecht
Zum Anne-Frank-Tag: Demokratiebildung und Erinnerungskultur bleiben unverzichtbar ...
Am 12. Juni 1929 wurde Anne Frank geboren. Seit zehn Jahren organisiert das Anne-Frank-Zentrum den bundesweiten Anne-Frank-Tag als Aktionstag an Schulen. Unter dem Motto "Geschichten erzählen" stellt das Anne-Frank-Zentrum kostenlose Lernmaterialien für Schulen bereit, die den Schülerin
BAföG-Reform muss zum Wintersemester kommen ...
In die Ausbildung junger Menschen zu investieren, fördert auch die Fairness zwischen den Generationen. Gleichzeitig legt es den Grundstein für künftigen Fortschritt und wirtschaftliches Wachstum, denn Studierende und Auszubildende sind die Fachkräfte von morgen. Deshalb muss die BAföG-Reform zu
Weitere Mitteilungen von SPD-Bundestagsfraktion
Ausbau erneuerbarer Energien technische und politische Herausforderung ...
Anlässlich eines Koalitions-Fachgesprächs zum Thema Netz- und Marktintegration der erneuerbaren Energien erklärt der Koordinator für Energiepolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Thomas Bareiß MdB: Ziel der Koalition ist es, dass die erneuerbaren Energien den Hauptanteil an der Energieversor
Bundeskanzlerin Merkel telefonierte mit dem griechischen Premierminister Papandreou ...
In einem Telefonat unterrichtete der griechische Premierminister Giorgos Papandreou heute Bundeskanzlerin Angela Merkel über den griechischen Antrag auf Aktivierung der europäischen Finanzhilfe, wie auf dem Europäischen Rat im März vereinbart. Der Premierminister und die Bundeskanzlerin stimm
DB Regio mit zufriedenen Fahrgästen auf Kurs ...
(Leipzig/Erfurt, 23. April 2010) In Thüringen nutzten im vergangenen Jahr durchschnittlich 45.500 Reisende täglich die modernen Züge und Triebwagen von DB Regio, der Nahverkehrssparte der Deutschen Bahn. So bleiben die Reisendenzahlen seit 2003 auf einem etwa gleich hohen Niveau. "Diese En
'Überzeugen statt Petzten': DB-Schülerbegleiter in Neubiberg erhalten ihre Zertifikate ...
(Neubiberg, 23. April 2010) Elf Schüler/innen des Gymnasiums Neubiberg erhielten heute nach Abschluss ihrer Ausbildung zu DB Schülerbegleitern ein Zertifikat. Dieses Schriftstück können sie bei der Suche nach einem Arbeitsplatz ihren Bewerbungsunterlagen beilegen. Zusätzlich zum Zertifikat ü




