Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich eröffnet 20. Bundeskonferenz kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen
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Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich eröffnet 20. Bundeskonferenz kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen
Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:
"Dass frauenpolitische Themen in den letzten Jahren zunehmend in den Mittelpunkt der Politik gerückt sind, ist nicht zuletzt auch ein Verdienst der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in den Kommunen unseres Landes, die sich in vielen Jahren beharrlicher frauenpolitischer Lobby-Arbeit als unverzichtbar erwiesen haben", machte Dr. Marion Gierden -Jülich, Staatssekretärin im Frauenministerium, heute (3. Mai 2010) bei der Eröffnung der Bundeskonferenz kommunaler Frauenbüros in Wuppertal deutlich.
Gleichzeitig hob die Staatssekretärin hervor, dass es bei der Gleichstellung von Frauen trotz aller Fortschritte noch Defizite gebe. Frauen sind im Erwerbsleben den Männern noch immer nicht gleichgestellt. So ist das geschlechtsspezifische Lohngefälle in Europa noch groß. Es liegt in der gesamten Europäischen Union im Durchschnitt bei 17,4 Prozent. In Deutschland ist der Abstand zwischen den durchschnittlichen Stundenlöhnen von Männern und Frauen mit 23 Prozent noch größer. Auch der Wiedereinstieg nach einer Familienphase ist für viele Frauen ein Problem. Vor allem Alleinerziehende stehen oft vor großen Hürden einer existenzsichernden Erwerbstätigkeit nachgehen zu können.
Die Frauenpolitik des Landes Nordrhein-Westfalen umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen, darunter ein Modellprojekt zu geschlechtsspezifischer Entgeltungleichheit in Kooperation mit IKEA und der "National-Bank", den kontinuierlichen Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten oder die Landesinitiative "Netzwerk W" und das "Forum W" zur Unterstützung des beruflichen Wiedereinstiegs, die an diesen Herausforderungen ansetzen.
Dr. Gierden-Jülich: "Eine in sich konsistente Strategie zur Förderung von Frauen ist trotz aller Erfolge weiterhin zwingend notwendig. Deshalb sind wir auch in Zukunft ganz maßgeblich auf die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten als kompetente Kooperationspartnerinnen angewiesen. Sie sind unverzichtbar im Gefüge der kommunalen Verwaltung und oft die wichtigsten Ansprechpartnerinnen für frauenpolitische Fragen vor Ort."
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG) ist das Netzwerk der hauptamtlichen, kommunalen Frauenbeauftragten und Gleichstellungsbeauftragten in Deutschland. Ziel ist es, die Interessen von Frauen auf Bundesebene zu vertreten, ein bundesweites Forum für frauenpolitische Diskussionen zu schaffen, den Erfahrungsaustausch und den Informationsfluss zwischen den Gleichstellungsbeauftragten zu sichern und Fragen des Berufsstandes zu klären.
In den nordrhein-westfälischen Kreisen, Städten und Gemeinden setzen sich 375 Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein.
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Barbara Löcherbach
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Datum: 03.05.2010 - 18:47 Uhr
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