Hocheffizienter Grüner Laser macht Handybilder groß
ID: 198278
-Hauptanwendungsfeld ist die Bildprojektion mit Handy oder Digitalkamera.
-Ein Prototyp des miniaturisierten grünen Lasers wurde nun beim Projektpartner Frauenhofer-Institut für Lasertechnik (ILT) in Aachen vorgestellt.
-Die materialeffiziente und kostengünstige Konzeption des Lasers ermöglicht die Fertigung im Inland.
-Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 3,5 Millionen Euro gefördert.
Während rote und blaue Lasertechnologien bereits seit Jahren am Markt etabliert sind und in Massenprodukten wie CD-Spielern und DVD-Geräten zum elektronischen Alltag gehören, steht die Anwendung des grünen Lasers in entsprechenden massentauglichen Produkten nun bevor. Dabei hat das entwickelnde Forscherkonsortium insbesondere unsere elektronischen Begleiter, wie Mobiltelefone, PDAs oder Digitalkameras in den Fokus genommen. Wo bisher ein limitiertes Display überfordert ist, eröffnet Laser-grün als dritter Grundfarbton neben rot und blau die Möglichkeit, jegliches Text- oder Bildmaterial mittels Laserstrahlen auf helle Flächen zu projizieren: den Schnappschuss auf das T-Shirt eines Klassenkameraden, den Flugplan auf ein Blatt Papier.
Durch die Integration dieser Optik-Komponente in künftige Handygenerationen kann alleine im Inland ein Markt in der Größe von vielen Millionen Stück erschlossen werden. So stand die Tätigkeit des Forscherkonsortiums von Anfang an unter der Prämisse, die Produktentwicklung im Sinne einer materiell kostengünstigen Fertigung zu gestalten, um eine Ansiedlung der Produktion im Inland zu ermöglichen. Als weitere Anwendungsfelder massengefertigter Laserprojektoren kommen neben der Integration in PDA oder Kamera auch separate, leistungsstarke Projektionseinheiten in Größe einer Zigarettenschachtel in Betracht.
Die Erzeugung des grünen Lasersstrahls erfolgt durch Umwandlung blauen Laserlichts, so dass hier auf eine bestehende Technologie aufgebaut werden konnte. Entscheidende Entwicklungsschritte waren der kostengünstige Aufbau des Lasers sowie die Erlangung einer hinreichenden Energieeffizienz bei der Erzeugung des Laserlichts. Hier konnte eine Effizienz von 7 Prozent erreicht werden, was das ursprüngliche Ziel von 5 Prozent bereits deutlich übertrifft. "Wir denken, dass in Zukunft mit einigen Verbesserungen sogar 10 Prozent erreichbar sein werden", sagt Projektkoordinator Dr. Ulrich Weichmann von den Philips Forschungslaboratorien in Aachen.
Der Entwicklungsarbeit liegt eine enge Kooperation nationaler Unternehmen und Forschungseinrichtungen zugrunde, wobei an eine reiche Tradition auf dem Gebiet der Mikrooptik- und Laser-Technologie angeknüpft werden kann. "In Deutschland sind optische Technologien und Lasertechnik eine ausgewiesene Stärke", beschreibt Dr. Ulrich Weichmann das Fundament des angestrebten Erfolgs. "So passt dieses Projekt sehr gut in die deutsche Industrie- und Forschungslandschaft. Hier gibt es gerade in den Gebieten der Optik und der Lasertechnik eine Vielzahl an exzellenten Partnern, seien es Hochschulen, Forschungsinstitute oder Firmen."
Projektpartner:
-Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF), Jena
-Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT), Aachen
-LIMO Lissotschenko Mikrooptik GmbH, Dortmund
-Philips Technologie GmbH Forschungslaboratorien Aachen, Aachen
-Korth Kristalle GmbH, Altenholz
-Fachhochschule Münster, Steinfurt
-Institut für Laserphysik, Universität Hamburg
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Philips Technologie GmbH Forschungslaboratorien mit dem Hauptsitz in Aachen und der Forschungsabteilung Technische Systeme in Hamburg sind Teil der internationalen Philips Forschungsorganisation mit weiteren Laboratorien in den Niederlanden, Belgien, England, USA, China und Indien.
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Datum: 10.05.2010 - 12:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 198278
Anzahl Zeichen: 3830
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Ulrich Weichmann
Stadt:
Aachen
Telefon: +49 (0) 241 6003-459
Kategorie:
Forschung und Entwicklung
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