Zurück in die Steinzeit des Sportwettenmarktes?
ID: 20444
Experten gehen davon aus, dass die Branche ihre Einnahmen bis 2010 auf fünf Milliarden Euro mehr als verdoppeln werde. Langfristig könnten so rund 10.000 Wettbüros in Deutschland entstehen. Auch private Fernsehsender wollen nun ins hochprofitable Wettgeschäft einsteigen, so Focus-Money. Um sich vom Joch schwankender Werbeerlöse zu befreien, entwickelten SAT.1, RTL und Co. eigene Angebote. Wegen der unklaren Rechtslage können aber noch keine seriösen Prognosen über die Zukunft des Wettgeschäfts in Deutschland angestellt werden. "An ein Albtraumszenario für die gesamte Branche mag indes niemand denken: Erklärt das Verfassungsgericht alle ausländischen Wettlizenzen für ungültig und beschränkt die Ex-DDR-Lizenzen auf das jeweilige Bundesland, käme es zu einem Kahlschlag in der Branche." Die Branche setze dagegen voll auf die Freigabe des Marktes. Medienmanager legten sich jetzt öffentlich ins Zeug, um die "Zockerei in Deutschland so salonfähig zu machen wie in Grossbritannien", so die Zeitschrift.
Rechtsexperten versuchen sich derweil an einer Deutung des Sportwettenurteils vom 28. März 2006. Bis zum 31. Dezember 2007 muss bekanntlich nach Auflage der Karlsruher Richter eine gesetzliche Neuregelung her. "Auch wenn es bei erstem Hinsehen anders aussehen mag, spricht vieles für ein Sportwettengesetz, das es auch privaten Anbietern erlaubt, nach einem bestimmten Genehmigungsverfahren Lizenzen zu erwerben und damit Sportwetten in Deutschland anzubieten", sagt der Experte für Wett- und Glücksspielrecht Wulf Hambach von der Münchner Kanzlei Hambach & Hambach http://ra-hambach.de . Es sei kaum vorstellbar, so Hambach, dass Oddset sich aus dem Sportwettengeschäft komplett zurückziehen werde, nur um den Vorgaben eines neuen, das Sportwettenmonopol manifestierenden Gesetzes zu genügen. Die über die Presse kommunizierte Freude über die weitere Möglichkeit der Beibehaltung des Staatsmonopols durch Oddset sei nicht berechtigt. Vielmehr wäre die Beibehaltung eines Monopols gleichbedeutend mit einem Rückfall von Oddset "in die Steinzeit der Sportwettte".
Helmut Sürtenich, Vorstandschef der Düsseldorfer Stratega-Ost Beteiligungen AG http://www.stratega-ost.de, hält eine Zementierung des bisherigen Status quo mit einem Staatsmonopolisten ebenfalls für unwahrscheinlich. Letztlich sei das Monopol schon jetzt sehr löchrig geworden: "Der Sportwettenmarkt ist ein Markt. Dies hört sich banal an, heisst aber, dass Abschottung und Restriktion langfristig nicht von Erfolg gekrönt sein wird. Dieser Markt existiert ausserdem nicht nur in Deutschland, sondern hat in anderen Ländern schon viel grössere Fortschritte gemacht. Auch Oddset würde meiner Meinung nach auf lange Sicht von einer Liberalisierung mit bestimmten Auflagen profitieren."
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 22.05.2006 - 14:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 20444
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Ansgar Lange
Kategorie:
Vermischtes
Meldungsart: bitte
Versandart: bitte
Freigabedatum: 22.05.2006
Diese Pressemitteilung wurde bisher 752 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Zurück in die Steinzeit des Sportwettenmarktes?"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
medienbüro.sohn (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un
Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys
Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn
Müntefering zur Bild-Zeitung: Deutschland muss heraus aus der Sparspirale ...
Bonn/Berlin - Die Bild-Zeitung http://www.bild.t-online.de spricht vom "Gier-Staat". Nur das Beschliessen von Steuererhöhungen laufe wie geschmiert. Der Staat kassiere immer mehr ab. Im Gespräch mit Deutschlands grösster Boulevardzeitung verteidigt Bundesarbeitsminister Franz Münteferi
Bei der Fussball-WM wird ein Stadionbesuch auch für sehbehinderte Fussballfans zum Erlebnis ...
Dank Technik von beyerdynamic mitten im Geschehen Heilbronn, 22. Mai 2006/Kn: Bei rund einem halben Dutzend Fussball-Bundesligavereinen (siehe Liste) können sehbehinderte Fans Fussballspiele live kommentiert miterleben, ohne gleichzeitig auf die spezielle Stadionatmosphäre verzichten zu müssen
TIC TAC TOE besuchten die Spielbank in Baden-Baden ...
ISA-Casinos - Auch Fortuna war der Gruppe hold und sie gewannen im Roulette (rs) Das bekannte internationale Galopprennen "Frühjahrsmeeting" hatte noch nicht offiziell begonnen, dennoch war die Spielbank Baden-Baden schon ein Anziehungspunkt für Promis aus der Musikszene. Die bekannte
Ohne Werbung ist nix los! ...
Die grossartige Wirtschaft funktionieret nicht, wenn Firmen nicht bereit sind ihre Innovationen, Produkte und Dienstleistungen sinnvoll zu vermarkten, berichtet heute Dipl.-Designer Reiner Bausch, Art-Director von ViSiON Druckmedien in Stolberg. Werbung ist die einzige Möglichkeit, mit potenziell




