Delegation aus Hangzhou wirbt in der Stuttgarter Region um Investoren
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Erste gemeinsame Entscheidungen sind inzwischen getroffen. So wurden 30 Kilometer südwestlich von Hangzhou City 160.000 Quadratmeter Land gekauft, auf denen bis Oktober 2007 ein neuer Produktionsstandort für Standard-Schleifmaschinen der mittleren Kategorie entsteht. Parallel dazu soll in Reutlingen ein gemeinsamer Zentraleinkauf aufgebaut werden und ein Trainingszentrum für die Mitarbeiter beider Firmen.
Die vom Vizebürgermeister Hangzhous, Jin ShengShan, angeführte Delegation, sieht die Kooperation der beiden Firmen als beispielhaft für weitere deutsch-chinesische Projekte. Am Vormittag hatten die Chinesen im "Haus der Wirtschaft" in Stuttgart für den Wirtschaftsstandort Hangzhou geworben. Die Hauptstadt der Provinz Zhejiang gehört mit ihren 6,6 Millionen Einwohnern und einem erwirtschafteten Bruttoinlandsprodukt von 292 RMB Yuan (rund 40 Milliarden Euro) zu Chinas Top-Ten-Städten. Sie weist seit 15 Jahren zweistellige Wachstumsraten auf und hat direkte Handelsbeziehungen mit rund 200 Ländern und Regionen auf der ganzen Welt. Zurzeit haben sich bereits 7.678 ausländische Investoren dort angesiedelt und eine Gesamtsumme von bislang 8,7 Milliarden US-Dollar in diesen Standort investiert. Hangzhou verfügt nach Darstellung seiner Protagonisten über eine sehr gute verkehrstechnische Infrastruktur inklusive Flughafen, von dem aus künftig auch eine Direktverbindung nach Frankfurt eingerichtet werden soll.
Die von UN und Weltbank mehrfach gelobte Stadt will unter Erhaltung der guten Umweltqualität die städtebauliche Entwicklung vorantreiben, u.a. durch die Realisierung eines U-Bahn-Netzes und neuer Industriegebiete rund um die Bucht von Hangzhou. Gefördert werden sollen vor allem die Informationstechnologie und die Biomedizin, aber auch der Maschinenbau, die Textilgüterproduktion sowie die Nahrungsmittel- und Getränkeherstellung machen. Parallel dazu sollen Stadt und Region zu einem internationalen Touristenanziehungspunkt ausgebaut werden.
Beim Besuch der Delegation im Reutlinger Werk der aba z&b hoben beide Unternehmen hervor, viel voneinander lernen zu können. Während die aba z&b ihr Know how in Sachen Fertigungspräzision und Anwendungstechnologie einbringt, ist HZMTG in den Produktionskosten nicht zu unterbieten und kennt sich auf ihrem Heimatmarkt, dem gegenwärtig grössten Werkzeugmaschinenmarkt der Welt, weit besser aus. Das Unternehmen aba z&b sieht durch die gegenseitige Beteiligung die deutschen Standorte in Reutlingen und Aschaffenburg nachhaltig gestärkt, insbesondere durch eine Modernisierung des Maschinenparks, den Ausbau der personellen und technischen Entwicklungskapazitäten sowie mittelfristig durch einen Personalaufbau in der Produktion, dem Kundendienst und im Vertriebsbereich.
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Datum: 25.09.2006 - 15:46 Uhr
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