Unfallschadenmanagement: Autohandel lässt 4,5 Milliarden Euro Umsatzpotenzial brach liegen

Unfallschadenmanagement: Autohandel lässt 4,5 Milliarden Euro Umsatzpotenzial brach liegen

ID: 249882
(firmenpresse) - Für rund 8,3 Millionen Versicherungsfälle wenden die Kfz-Versicherer jährlich rund 18,3 Milliarden Euro auf. Diese Summe verteilt sich auf Personen- und Sachschäden. Die Ausgaben für Sachschäden wiederum auf die Bereiche Wertminderung, Rechtsanwaltskosten, Nutzungsausfall, Mietwagenkosten, Aufwendungen für Gutachter und für Reparaturen. Zieht man von den Reparaturaufwendungen die Ersatzleistungen bei Totalschäden sowie den Anteil fiktiver Reparaturrechnungen ab, bleiben ungefähr 9 Milliarden Euro, die pro Jahr für die Reparatur von Unfallschäden aufgewendet werden.

Insgesamt liegt das jährliche Marktvolumen des PKW-After-Sales-Marktes (Wartung, Verschleiß, Reparaturen) in Deutschland bei circa 30 Milliarden Euro. Damit ist das Unfallreparaturgeschäft mit rund 9 Milliarden Euro für die Automobilhersteller und deren Vertragshändler eines der bedeutendsten Geschäftsfelder im After-Sales-Bereich.
Autohäuser erzielen zwar im Schnitt nur 10 Prozent ihrer Umsätze mit Unfallreparaturen, aber 50 Prozent der Gewinne. Allerdings schaffen es die markengebundenen Händler und Vertragswerkstätten mittlerweile nur noch, 50 Prozent des Marktanteils auf sich zu vereinen. Die andere Hälfte des Unfallreparaturgeschäftes entfällt inzwischen auf freie Reparaturbetriebe. Den herstellergebundenen Autohäusern entgehen somit jährlich rund 4,5 Milliarden Euro Umsatz. Einige wenige Hersteller, wie zum Beispiel Volkswagen, haben bereits reagiert und treiben das Thema Unfallschadenmanagement systematisch voran.

Nach Marken betrachtet, ergibt sich mit rund 952 Millionen Euro das größte zusätzliche Umsatzpotenzial für VW-Vertragspartner, gefolgt von Opel (587 Millionen Euro), Mercedes-Benz/smart (528 Millionen Euro), Ford (360 Millionen Euro), Audi (264 Millionen Euro), Renault/Dacia (257 Millionen Euro), BMW/Mini (254 Millionen Euro), Toyota/Lexus (141 Millionen Euro), Peugeot (134 Millionen Euro), Fiat (132 Millionen Euro), Skoda (96 Millionen Euro) und Citroën (66 Millionen Euro). Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse der Unternehmensberatung Marketing Partner ( http://www.marketingpartner.de ).



Dass die meisten Autohäuser dieses enorme Potenzial vernachlässigen, liegt zumeist in der Komplexität des Unfallreparaturgeschäftes begründet. Die Abwicklung von Unfallschäden setzt umfassendes organisatorisches, betriebswirtschaftliches und technisches Wissen voraus, das stetig erneuert werden muss. Will sich ein Autohaus aktiv als Unfallschaden-Spezialist in seiner Region positionieren, bedarf dies einer Vielzahl von Leistungen, um den Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden: Dem Geschädigten geht es um die Sicherstellung seiner individuellen Mobilität sowie um eine schnelle und unkomplizierte Schadensabwicklung.

Dazu ist ein umfangreiches Leistungsspektrum (Abschleppdienst, Mietwagen, Reparatur nach Herstellervorgaben, Unterstützung bei der Abwicklung der Versicherungsformalitäten etc.) und speziell geschultes Personal notwendig.

Doch selbst wenn die genannten Leistungen angeboten werden, heißt dies noch nicht, dass es dem Kunden auch bekannt ist und er sich nach einem Unfallschaden an sein Autohaus wendet. Nur 14 Prozent der Autofahrer kontaktieren nach einem Unfall direkt ein Autohaus oder eine Vertragswerkstatt. Vielmehr ist für 86 Prozent aller Fahrer das Versicherungsunternehmen beziehungsweise der Versicherungsmakler im Schadensfall der erste Ansprechpartner. Daher ist es wichtig, das spezielle Leistungsangebot aktiv zu vermarkten.

Da ein Unfall kein geplantes Ereignis ist, erfordert diese Vermarktung eine gezielte Kommunikation, die bereits beim Autokauf beginnt und im Service konsequent fortgesetzt wird. Jeder Kundenkontakt im Autohaus kann (und sollte) dazu genutzt werden, die spezielle Kompetenz wiederholt in Erinnerung zu rufen, um das Unternehmen als Experten bei Unfallschäden zu positionieren. Dabei sollte stets die Vorteils- und Nutzenargumentation für den Verbraucher im Vordergrund der Kundenansprache stehen. Zu einer erfolgreichen Vermarktung gehören auch sogenannte Smart-Repair-Angebote, die die schnelle und kostengünstige Behebung kleiner Schäden, wie Kratzer im Lack, Löcher im Polster, Dellen im Blech und Steinschläge in der Windschutzscheibe, umfassen.

Ein weiterer Grund, weshalb aktives Unfallschadenmanagement für markengebundene Autohäuser immer wichtiger wird, ist das Bestreben vieler Kfz-Versicherer, die Kunden im Schadensfall gezielt in ihre Partnerwerkstätten zu lenken. Sie versuchen so, die Abwicklung von Schäden zu optimieren und die Ausgaben zu senken. Der Handlungsdruck der Versicherer ist hoch: 2008 lag das Verhältnis von Ausgaben und Einnahmen durchschnittlich bei 102 Prozent. Im Segment Kasko waren es sogar 111 Prozent und damit 11 Prozent mehr Ausgaben als Einnahmen.

Die Kfz-Versicherer sind daher bestrebt, bei der Schadensabwicklung die Prozesse zwischen Werkstatt und Versicherung stetig zu optimieren. Sie definieren Leistungsstandards, handeln Sonderkonditionen mit Partnerwerkstätten aus und setzen auf Kooperationen. Einige Versicherer planen außerdem den Aufbau eines eigenen Werkstattnetzes.

Fazit

"Für Automobilhersteller und deren Vertragshändler werden ein aktives Unfallschadenmanagement und eine systematische Marktbearbeitung immer wichtiger, um die drohenden Risiken zu minimieren und die sich bietenden Chancen bestmöglich zu nutzen. Für Handel und Hersteller ergeben sich daraus folgende Handlungsfelder: Aufbau eines systematischen Schadenmanagements, Professionalisierung des Vertriebsnetzes, Erweiterung des Angebotsportfolios, Schulung und Qualifizierung der Mitarbeiter sowie eine zielgerichtete Kommunikation zur Vermarktung der Unfallreparaturleistungen", so das abschließende Fazit von Joachim Ramelow, Vorstand der Unternehmensberatung Marketing Partner.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Über Marketing Partner

Marketing Partner ist eine Beratungs- und Agenturgruppe für Marketing und Vertrieb. Zu den Kunden zählen Unternehmen wie BMW, Bremer Landesbank, Daimler, Deutsche Telekom, Die Bahn, GGB Bearing Technology, Lufthansa Systems, Deutscher Sparkassen Verlag, Volkswagen oder Vaillant.

Marketing Partner wurde 1989 in Wiesbaden gegründet. Gemäß dem Motto "We create sales results" arbeiten rund 100 Spezialisten an Marketing- und Vertriebskonzepten und entwickeln Strategien zur Absatzsteigerung.

Vorstand: Joachim Ramelow



PresseKontakt / Agentur:

MP Marketing Partner AG
Torsten Lorenz
Unter den Eichen 5
65195
Wiesbaden
t.lorenz(at)marketingpartner.de
0611/95271-0
http://www.gmk-Markenberatung.de



drucken  als PDF   Erfolgreiche Einführung des Corvaglia
Bereitgestellt von Benutzer: Adenion
Datum: 31.08.2010 - 14:31 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 249882
Anzahl Zeichen: 5933

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Torsten Lorenz
Stadt:

Wiesbaden


Telefon: 0611/95271-0

Kategorie:

Finanzwesen


Meldungsart:
Anmerkungen:


Diese Pressemitteilung wurde bisher 529 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Unfallschadenmanagement: Autohandel lässt 4,5 Milliarden Euro Umsatzpotenzial brach liegen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

MP Marketing Partner AG (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Umfrage Energieeffizienz: Privathaushalten wird kaum Beratung rund um das Thema Energiesparen und Energieeffizienz angeboten ...
Nach Berechnungen der EU bietet der Einsatz energieeffizienter Maßnahmen europaweit ein jährliches Einsparpotenzial von rund 100 Milliarden Euro. Das Unternehmen Kofler Energies hat für die 40 Millionen Haushalte in Deutschland ein Sparpotenzial von 20 bis 30 Milliarden Euro im Jahr errechnet. En

Umfrage Energieeffizienz: Privathaushalten werden kaum Energieberatungen angeboten ...
Nach Berechnungen der EU bietet der Einsatz energieeffizienter Maßnahmen europaweit ein jährliches Einsparpotenzial von rund 100 Milliarden Euro. Das Unternehmen Kofler Energies hat für die 40 Millionen Haushalte in Deutschland ein Sparpotenzial von 20 bis 30 Milliarden Euro im Jahr errechnet. En

Umfrage: Autofahrer empfehlen VW Polo, Audi A1 und Opel Corsa ...
Danach gefragt, welchen Kleinwagen sie einem Freund oder Bekannten empfehlen würden, nannten 35 Prozent der deutschen Autofahrer den VW Polo, 23 Prozent den Audi A1 und 18 Prozent den Opel Corsa. Die Weiterempfehlungsbereitschaft für den Mini (BMW) liegt aktuell bei 15 Prozent; den Toyota Yaris un


Weitere Mitteilungen von MP Marketing Partner AG


"Stabsübergabe"in der Stuttgarter Trivadis Niederlassung ...
Stuttgart/Basel, 31. August 2010. Gerhard Pohl, welcher bereits seit dem 1. Mai 2010 bei der Trivadis in Stuttgart tätig ist, hat nach einer Übergangszeit nun seit dem 1. August 2010 als neuer Niederlassungsleiter die Verantwortung für den deutschen Hauptsitz der Trivadis in Stuttgart übernommen

Geschlossene Immobilienfonds Deutschland: Die Tapir AG vergibt an den Fonds „Parkhotel Quellenhof, Aachen“ des Initiators Fundus nur einen Stern von f ...
Die Zusammenfassung der Bewertung lautet: „Der Initiator hat das Vertrauen der Anleger durch fehlerhafte Prospektangaben in der Vergangenheit verspielt. Die Veröffentlichung einer testierten Leistungsbilanz wird seit 2003 vom Unternehmen verweigert. Die Publikumswirksamkeit des Geschä

global office® ist eine"ausgezeichnete"Idee ...
Hamburg/Frankfurt - Lob von berufener Seite setzt Zeichen. Umso mehr können sich Erik Krömer und André Maschmann, die Köpfe hinter global office®, über die jüngste Auszeichnung für das noch junge Start-up-Unternehmen freuen. Nach einer erfolgreichen Qualifizierung in der Kategorie Office bei

UCH - LoI für Goldmine unterzeichnet ...
Zürich 30. August 2010 - Das Management der United Commodity Holding (UCH) hat heute bekannt gegeben, dass beschlossen wurde, in die Dunwell Mine in British Columbia (Kanada) zu investieren. Nach einer bereits erfolgten Vorprüfung der Investition haben die Rohstoff-Experten der UCH eine hohes Ups


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z