(firmenpresse) - Heimischer Markt darf trotz Schwellenländer-Euphorie nicht vernachlässigt werden
Ansgar Lange/ Gunnar Sohn
Bonn/Hannover – Die deutsche Automobilindustrie erlebt einen „goldenen Herbst“. Im Ausland sind Pkw mit dem Label „Made in Germany“ so gefragt wie noch nie. „2006 wird die Branche im vierten Jahr in Folge einen neuen Exporterfolg erzielen“, schreibt das Düsseldorfer Handelsblatt http://www.handelsblatt.de. Der Exportüberschuss im Autoaußenhandel werde 2006 nahezu den Saldo von 100 Milliarden Euro erreichen. In Westeuropa konnten die Deutschen ihren Marktanteil um knapp einen Prozentpunkt auf 46 Prozent steigern, während Franzosen und Koreaner Verluste hinnehmen mussten. Mercedes, Porsche und Audi steuern laut Handelsblatt neue Bestmarken bei den Verkaufszahlen an. Doch die traditionellen Automärkte in Westeuropa und den USA würden im kommenden Jahr voraussichtlich Einbußen hinnehmen müssen. Zum Wachstumstreiber der deutschen Auto-Exporte würden dagegen immer mehr die boomenden Schwellenländer wie China, Indien und Russland.
Trotz der exzellenten Zahlen sind in 2006 rund 15.000 Arbeitsplätze in der Branche weggefallen. In den nächsten zehn Jahren könnten bis zu 250.000 Jobs gestrichen werden. Probleme gibt es jedoch nicht nur in Deutschland. Krisensymptome machen sich insbesondere auf dem amerikanischen Markt bemerkbar. „Der Rückgang beim US-Markt hängt kausal mit den OEM (Originalausrüstungshersteller) der Amerikaner zusammen“, so der Automobilexperte Uwe Röhrig, Inhaber des Hannoveraner Beratungsunternehmens International Car Concept (ICC) http://www.icconcept.de. „In den Vereinigten Staaten werden weiterhin großvolumige Autos ohne ansprechendes Design angeboten. Sorglospakete fehlen völlig. Stattdessen gibt es total überzogene Gebrauchtwagen-Inzahlungnahmen und Finanzierungs-Angebote sowie geschenkte Ausstattungspakete, egal ob der Kunde sie haben will oder nicht. Die Fahrzeugbestände sind exorbitant, und die Fertigungsqualität in der Regel nicht akzeptabel.“
Diese Defizite seien der Grund dafür, dass Toyota und Honda die US-Marken wie General Motors, Ford und Chrysler seit Jahren dramatisch vorführten. Die Ignoranz der US-Hersteller werde bereits seit Jahren mit sinkender Zufriedenheit ihrer Kunden, Händler und Zuliefererindustrie bezahlt. „Wenn man in Schwierigkeiten ist, dann ruft man schnell nach Reglementierung. So hatte die amerikanische Regierung auch die Idee, Einfuhren zu beschränken oder aber die Einfuhrzölle drastisch zu erhöhen. Ja, es ging sogar so weit, dass von Japan, Korea und den Europäern eine Währungsanpassung vorgenommen werden soll: Eine Farce, die nicht mehr übertroffen werden kann. Zurzeit besteht große Freude bei den amerikanischen Automanagern, weil durch den hohen Wechselkurs des Euro die deutschen Premium-Hersteller weniger Zuspruch finden, denn die Autos werden ja gegenüber den Innlandsfahrzeugen teurer. Das allerdings löst nicht das generelle Manager-Problem der Amerikaner.“ Ähnliche Szenarien wie auf dem US-Markt spielten sich mittlerweile auch in Europa und ganz speziell in Deutschland ab.
Laut Röhrig ist die Automobilindustrie gut beraten, ihre Handelsorganisation weiter zu professionalisieren und das mit klaren Leistungsanreizen, die für den Handel nachvollziehbar sind. Denn die Dienstleistung am Kunden sichere und schaffe neue Arbeitsplätze: „Auch hier sind im Wesentlichen die Hersteller aus Asien im Rahmen des Netzaufbaus auf der Suche nach Händlern und sprechen selbstverständlich autorisierte Markenbetriebe an. Es muss auch, bei aller Euphorie und Notwendigkeit der europäischen OEM für die Etablierung in den Wachstumsmärkten, der bisherige abgestammte Markt mit seinen Kundenbedürfnissen weiter Bedeutung haben und darf nicht vernachlässigt werden. Das geht über neue Fahrzeugkonzepte, alternative Antriebssysteme und verbrauchs- und schadstoffreduzierte Autos. Der deutsche Automarkt bietet eine Fülle an Potenzialen, die noch längst nicht ausgeschöpft sind.“
Meldungsart: Unternehmensinformationen Versandart: kein Freigabedatum: 11.12.06
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