Berliner Büromieter zeigen sich zurückhaltend - Verknappung an attraktiven Flächen verhindert Anmietungen
Gleichzeitig zeichnet sich allerdings immer deutlicher ab, dass dem Markt zu wenige attraktive Neubauflächen zugeführt werden. Insbesondere in den 1A-Lagen der Stadt wurde durch diese Verknappung so manch mögliche Vermietung verhindert. "Viele umzugswillige Büromieter verbleiben, statt sich mit der zweiten Wahl zufrieden zugeben, lieber in ihren angestammten Büroflächen und warten auf bessere Angebote. Von Banken als auch von Projektentwicklern ist hier gleichermaßen Mut gefordert, neue Projekte anzuschieben und sich nicht nur auf den boomenden Wohnungsbau zu konzentrieren. Der hohe Vorvermietungsstand vieler sich derzeit im Bau befindender Objekte beweist, wie groß der Bedarf und wie klein das Risiko für hochwertige Flächen in zentraler Citylage tatsächlich ist", so Frommold.
Mit einer Vermietungsleistung von ca. 81.000 m² bleibt Berlin Mitte beliebtester Bürostandort der Hauptstadt. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum bedeutet das Ergebnis ein markantes Plus von 69 %. Auf dem zweiten Platz ist Kreuzberg, dass mit einem Flächenumsatz von ca. 38.500 m² im Vergleich mit dem dritten Quartal 2009 eine Steigerung um 24 % erzielen konnte. Das mit ca. 18.500 m² drittplatzierte Spandau war im vergangenen Jahr noch nicht unter den führenden Standorten vertreten. Einbußen musste hingegen erneut Charlottenburg hinnehmen. Mit ca. 14.200 m² umgesetzter Fläche beträgt das Minus gegenüber dem Vorjahr 41 %. "Ein Blick auf die Branchenstatistik zeigt, dass die vergangenen neun Monate insbesondere von der öffentlichen Hand und Verbänden dominiert wurden. Ebenfalls aktiv zeigten sich Dienstleistungsunternehmen, Call Center, Online-Vertriebsgesellschaften sowie die Film- und Medienbranche", sagt Frommold.
Die Mietpreisentwicklung erweist sich auch nach dem dritten Quartal 2010 als konstant. Die Spitzenmiete beträgt weiterhin 20,00 EUR/m². Bei leicht steigender Tendenz bewegen sich die Durchschnittsmieten ebenfalls auf dem Niveau der ersten sechs Monate. Der Leerstand ist im Vergleich zum Vorquartal leicht gestiegen und beträgt bei einem Büroflächenbestand von ca. 18,3 Mio. m² etwa 1,6 Mio. m². Das entspricht einer Leerstandsquote von 8,7 %. "Incentives, wie mietfreie Zeiten sind angesichts der vorhandenen Zurückhaltung potentieller Neumieter ein weiterhin gängiges Mittel der Eigentümer, die Attraktivität ihrer Immobilie zu erhöhen", erklärt Frommold.
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Datum: 30.09.2010 - 13:55 Uhr
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