Radio zum Hören und Klicken: Webradios fassen Fußim Werbemarkt
+++ Rund 2.700 Webradios in Deutschland bieten der Werbeindustrie ein attraktives Werbeumfeld+++ Netto-Werbeumsatz im deutschen Webradiomarkt verdreifacht sich bis 2014 auf rund 28,5 Millionen Euro+++ UKW-Radios auch im Internet stark: Sie generieren derzeit mehr als zwei Drittel des Webradioumsatzes
Radio zum Hören und Klicken: Webradios fassen Fußim Werbemarkt(firmenpresse) - Berlin/München, 05. Oktober 2010. Rund 2.700 Webradios in Deutschland bieten der Werbeindustrie ein zunehmend attraktives Umfeld. Die Netto-Werbeeinnahmen der deutschen Webradios betrugen 2009 rund 8,8 Millionen Euro. Bis 2014 wird sich dieser Wert nach Goldmedia-Prognose (im Trend-Szenario) auf rund 28,5 Millionen Euro verdreifachen. Dabei können vor allem etablierte Vermarktungsstrukturen punkten: Wie der Webradiomonitor 2010 (www.webradiomonitor.de) zeigt, landeten mehr als zwei Drittel des Werbeumsatzes im Jahr 2009 bei den Webradioangeboten der UKW-Sender.
Mit dem Webradiomonitor 2010 erarbeitete die Berliner Strategieberatung Goldmedia (www.goldmedia.com) zum zweiten Mal im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien - BLM (www.blm.de) eine umfassende Analyse zum Webradiomarkt in Deutschland. Die Studie basiert auf einer Primärdatenerhebung mittels Befragung aller deutschen Webradioanbieter.
Anzahl und Vielfalt der Webradioangebote nehmen dabei kontinuierlich zu. Auch die Monetarisierung scheint immer besser zu funktionieren: Immerhin 27 Prozent der befragten deutschen Webradiobetreiber sind laut Webradiomonitor 2010 mit der Rentabilität ihrer Angebote zufrieden, 2009 waren es erst 19 Prozent.
Den größten Umsatzanteil erwirtschafteten 2009 mit 69 Prozent eindeutig die UKW-Radiosender (ca. 490 Simulcast-Sender/Online-UKW-Submarken), nur 31 Prozent der Einnahmen stammen von den vielen (rund 2.200) Online-Only-Sendern. Die starken UKW-Radio-Marken sind auch im Internet erfolgreich, sie nutzen das Web konsequent zur Profilierung und Erweiterung ihrer Markenpräsenz.
Für die Refinanzierung ihrer Webradios setzen die Anbieter vor allem auf die Form der klassischen Displaywerbung: Rund 74 Prozent aller Veranstalter nutzen solche grafische Onlinewerbung. Spotwerbung - in den Onlinestream integrierte Hörfunkspots - wird mit 37 Prozent am zweithäufigsten eingesetzt. Es folgen mit vergleichbaren Anteilen Sponsoring (35 Prozent), Suchwortvermarktung (33 Prozent) und Affiliate Marketing (32 Prozent) - Mehrfachnennungen waren hier möglich. Nach Meinung der Webradioanbieter ist Spotwerbung die Werbeform mit dem besten Entwicklungspotenzial. 65 Prozent der Befragten sehen darin die größten Wachstumschancen.
2009 wurde durch Spotwerbung ein Umsatzanteil von 26 Prozent erzielt. Mit etwa drei Vierteln generierte klassische Online-Werbung, insbesondere Display- und Bannerwerbung, den größten Anteil am Umsatzkuchen.
Der Anteil der Onlinewerbeeinnahmen am gesamten Netto-Hörfunkwerbeumsatz ist derzeit noch gering und liegt bei unter zwei Prozent. Goldmedia prognostiziert jedoch ein kontinuierliches Wachstum: Bis 2014 wird der Umsatz im Trend-Szenario um durchschnittlich 26 Prozent pro Jahr (CAGR) auf 28,5 Millionen Euro ansteigen. Die Hochrechnung basiert auf den Angaben der befragten Webradioveranstalter und schließt Umsätze mit Displaywerbung, Sponsoring, Affiliate Marketing, Spotwerbung und Suchwortvermarktung ein.
Was Webradio für Werbekunden zunehmend attraktiv macht, sind neben größerer Formatvielfalt vor allem die originären Vorzüge des Internets: Webradios bieten interessante Möglichkeiten zur Visualisierung, diverse Personalisierungs- und Interaktionsmöglichkeiten sowie zunehmend Social-Media-Funktionalitäten. Hinzu kommen Vorteile genauer Messbarkeit, auch wenn sich im Markt bislang noch kein einheitlicher Leistungswert durchsetzen konnte.
Quelle: Webradiomonitor 2010, BLM - Goldmedia
Alle in der Pressemeldung verwendeten Informationen entstammen dem Webradiomonitor 2010. Die Studie hat Goldmedia im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) erarbeitet. Der Webradiomonitor 2010 erscheint zum zweiten Mal in Folge. Er enthält eine Übersicht zum deutschen Webradiomarkt, zu Anbietern, Nutzung, Reichweiten und Werbeumsätzen. Die Studie basiert auf einer umfangreichen Primärdatenerhebung mittels Befragung per Fragebogen aller Webradio-Anbieter (n=2.692) im Zeitraum April bis Juni 2010. Die Studie enthält zudem eine Markt- und Potenzialanalyse sowie eine Kategorisierung der Webradios nach Genre und Angebotsform. Weitere Informationen finden Sie auch auf: www.webradiomonitor.de
Die Studie kann kostenlos bezogen werden über:
http://www.webradiomonitor.de
http://www.blm.de
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Datum: 05.10.2010 - 10:31 Uhr
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