Wirtschaftskrise wird sich erst zeitversetzt im IHK-Haushalt niederschlagen
ID: 311450
Vollversammlung beschließt Wirtschaftsplan 2011
Das Wirtschaftsjahr 2010 ist für die IHK Heilbronn-Franken weitaus besser verlaufen als geplant. Insgesamt erzielt sie rund 3,56 Mio. Euro höhere Betriebserträge als erwartet. Dafür sind vor allem höhere Beitrags- und Gebühreneinnahmen verantwortlich. Den Löwenanteil machen dabei höhere Beitragseinnahmen von 3 Mio. Euro aus. Diese kommen vor allem aufgrund von unerwarteten Beitragsnachzahlungen zustande. Zum anderen war die Ausbildungsbereitschaft der regionalen Wirtschaft in diesem Jahr deutlich höher als zunächst erwartet. Mit einem Plus von 3,6 Prozent an neuen Ausbildungsverträgen gegenüber dem Vorjahr liegt sie deutlich über dem Landesschnitt von 0,4 Prozent. Diese erhöhte Ausbildungsbereitschaft sowie Steigerungen in der Weiterbildung führten zusätzlich dazu, dass die IHK bei den Gebühren über 300.000 Euro höhere Einnahmen erzielte als geplant.
Aufgrund der positiven Ertragssituation im Jahr 2010 hat die Vollversammlung nun beschlossen, den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen rund 2,7 Mio. Euro mehr zuzuführen als zunächst vorgesehen und zusätzlich eine Rücklage in Höhe von 600.000 Euro zu bilden. Zwar hat die IHK ihre Pensionsverpflichtungen unter den bisherigen Bedingungen bereits abgesichert. Mit den zusätzlichen Maßnahmen trifft sie jedoch Vorsorge gegen neue Risiken aufgrund einer höheren allgemeinen Lebenserwartung sowie wegen dem Trend zu niedrigeren Verzinsungen.
Da sich die Krisenjahre 2008 und 2009 für die Unternehmen erst zeitversetzt bei der IHK durch Beitragsrückgänge bemerkbar machen werden, hat die Vollversammlung zudem eine Aufstockung der Rücklagen um weitere rund 1 Mio. Euro beschlossen. Denn ab 2013 rechnet die IHK aufgrund rückläufiger Beitragseinnahmen mit Fehlbeträgen, die dann durch die Rücklagen ausgeglichen werden sollen.
Ebenfalls verabschiedet wurde der Wirtschaftsplan für das Jahr 2011. Die Vollversammlung folgte dabei der Auffassung des Präsidiums, dass angesichts der Risiken in der Beitragsentwicklung in den kommenden Jahren eine Senkung des bestehenden Umlagesatzes von 0,22 Prozent nicht sinnvoll ist. Für 2011 rechnet die IHK mit Betriebserträgen von rund 15 Mio. Euro, ein Minus von 8,6 Prozent gegenüber dem Nachtrag-Wirtschaftsplan 2010. Denn mit ähnlich hohen Nachzahlungen wie 2010 wird die Kammer im kommenden Jahr nicht rechnen können. Insgesamt erwartet die IHK für 2011 einen Jahresüberschuss von rund 459.000 Euro, der den Rücklagen zugeführt werden soll.
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Datum: 08.12.2010 - 11:41 Uhr
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