Menschenrechte, Gemeinwohl und die Rolle des Einzelnen
ID: 318488
Arbeitskreis Ethik und soziale Marktwirtschaft prüft Grundlagen des Wettbewerbs
Texte von Wolfgang Kersting, Manfred Spieker, Thilo Sarrazin und Papst Johannes Paul II. waren zugleich Gegenstand und Instrument lebhafter Diskussionen über Gerechtigkeit, Freiheit und Ethik. Wie viel Chancengleichheit soll der Staat ermöglichen? Nur die flache, die allen Menschen gleiche Entwicklungsmöglichkeiten bietet? Oder doch die tiefe, die auch die Unterschiede in den Voraussetzungen ausgleicht bis hin zu Unterschieden in der Intelligenz? Und wer soll das bestimmen?
Jeder Eingriff des Staates zur Schaffung von mehr Gleichheit schränkt die Freiheit seiner Bürger ein. Aber diese ist ihrerseits die Voraussetzung einer jeden Sozialen Marktwirtschaft. Vor dem Hintergrund des Subsidiaritätsprinzips aus der katholischen Soziallehre, nach dem individuelles Handeln systematischen Vorrang vor staatlichen Eingriffen genießt, waren sich die Teilnehmer einig, dass der Familie als einem idealen Lern- und Erziehungsort eine besondere Bedeutung zukommt.
Jeder einzelne Teilnehmer am Wirtschaftsleben trägt persönlich eine Verantwortung, die zugleich immer auch das Gemeinwohl im Blick behalten muss. Erst die Gemeinwohlperspektive macht aus einer freien Marktwirtschaft eine soziale. Institutionelle Voraussetzungen sind zwar wichtig: eine echte Sozialreform geschieht aber nicht zuletzt auch in den Köpfen der betroffenen Menschen.
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Datum: 20.12.2010 - 12:55 Uhr
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