Demographischer Wandel – Was machen Europas Unternehmen gut, was läuft schlecht
06.07.2007 - 12:46 | 32245
(firmenpresse) - Bonn/Köln – Die europäischen Arbeitgeber sind noch nicht hinreichend für den demographischen Wandle gewappnet. Dabei zeigt er immer deutlicher sein Gesicht. „Fachkräftemangel, weil es an Nachwuchs fehlt, die Menschen werden immer älter, das Renteneintrittsalter steigt“, so das Institut der deutschen Wirtschaft Köln http://www.iw-koeln.de, das eine Umfrage des Adecco-Instituts http://www.adecco.de ausgewertet hat. Der Büroalltag im Jahr 2050 bestehe nicht mehr darin, dass sich die Mitarbeiter in der Kaffeeküche über den neuesten Wochenendflirt unterhalten – sondern über die eigenen Enkel. Es ist klar, dass die Unternehmen schon heute die personalpolitischen Weichen für diese Herausforderungen stellen müssen. Das in London ansässige Adecco- Institut hat einen Index entwickelt, der acht europäischen Ländern – Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien und Großbritannien – auf Basis von Umfrageergebnissen ein Attest über die demographische Fitness gibt.
Für die erste Ausgabe befragte das Institut in jedem Land 500 Unternehmen aller Branchen und Größenordnungen. Zu erreichen waren zwischen 100 und 400 Punkte. Die meisten Zähler sammelten die britischen Unternehmen – sie kamen durchschnittlich auf 189 Demographie-Fitness-Punkte. „Doch das ist zum einen nicht viel, denn als einigermaßen gut für den demografischen Wandel aufgestellt gelten kann eine Firma erst, wenn sie die 300er-Marke übertrifft. Und zum anderen sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern nicht groß“, stellt das Institut der deutschen Wirtschaft fest. Am schlechtesten schnitt Frankreich mit 172 Punkten ab, die deutschen Betriebe liegen mit 181 Punkten auf dem fünften Platz. Auf den ersten Blick ein eher unrühmlicher Rang, gleichwohl sind hierzulande etwas mehr Unternehmen als anderswo gut für ein steigendes Belegschaftsalter gewappnet: So sammelten elf Prozent der befragten Betriebe über 300 Punkte im Demographie-Index. In Großbritannien waren es lediglich vier Prozent und in Frankreich sogar nur ein Prozent.
Deutschland punktet vor allem bei den gemischten Teams aus Alt und Jung. Zwei Drittel der hiesigen Betriebe setzen auf Arbeitsteams, in denen die Erfahrung lang gedienter Mitarbeiter und das aktuelle Know-how von Berufseinsteigern kombiniert werden. Im Durchschnitt der acht Länder trifft das nur auf knapp die Hälfte der Firmen zu, und in den Niederlanden kommen altersgemischte Arbeitsgruppen nicht einmal in jedem dritten Betrieb vor. Positive Wertungen gibt es auch bei der betrieblichen Weiterbildung, die hier zu Lande in vier von fünf Unternehmen stattfindet. In Deutschland bieten 60 Prozent der Arbeitgeber regelmäßig Gesundheitschecks für die Belegschaft an. Beim Thema Ernährung endet jedoch die Sensibilität für das körperliche Kapital: Gesunde Verpflegung ist gerade in einem Drittel der Häuser zu bekommen. Auf dem Gehaltszettel zahlen sich gute Leistungen in hiesigen Unternehmen dank darauf ausgerichteter Vergütungssysteme häufig aus, so die Studie. Jenseits finanzieller Anreize könnte die individuelle Entwicklung der Mitarbeiter jedoch besser gefördert werden – beispielsweise über Mentorenprogramme: In deren Rahmen begleiten erfahrene Kollegen das berufliche Fortkommen ihrer Schützlinge mit Rat und Tat. Für hiesige Betriebe ist eine solche Karrierebetreuung eher ungewöhnlich, während sie in Großbritannien in jedem zweiten Unternehmen gang und gäbe ist.
Dass dringender Handlungsbedarf besteht, betonen Personalexperten wie Udo Nadolski, Geschäftsführer des Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.de, einem globalen Personal- und IT-Outsourcingdienstleister: „Es besteht die akute Gefahr, dass der Fachkräftemangel den Aufschwung ausbremst. Und für die Zukunft kommt der demographische Wandel hinzu. Die Unternehmen können nicht allein mit diesem Problem fertig werden, sondern brauchen staatliche Unterstützung. Diese kann darin bestehen, den Zuzug von ausländischen Fachkräften weiter zu liberalisieren und den starren Arbeitsmarkt zum Beispiel in Deutschland weiter zu entfesseln.“
Meldungsart: bitte Versandart: kein Freigabedatum: 06.07.2007
Die Pressemitteilung stellt eine Meinungsäußerung des Erfassers dar. Der Erfasser hat versichert, dass die eingestellte Pressemitteilung der Wahrheit entspricht, dass sie frei von Rechten Dritter ist und zur Veröffentlichung bereitsteht. firmenpresse.de macht sich die Inhalte der Pressemitteilungen nicht zu eigen. Die Haftung für eventuelle Folgen (z.B. Abmahnungen, Schadenersatzforderungen etc.) übernimmt der Eintrager und nicht firmenpresse.de
Diese Pressemitteilung wurde bisher 416 mal aufgerufen.
Tagesgeld-Konditionen
Pressemitteilungen der Druckerei WIRmachenDRUCK finden Sie auf wir-machen-druck.de unter Aktuelles.
Hochwertiges und günstiges Spielzeug, sowie Bastelbedarf und Bastelmaterial gibt es im didagoshop.
Moderne Badmöbel und viele tolle Möbel für Ihr Zuhause.
Für ein effektives und erfolgreiches Direktmarketing. Adressen kaufen bei Best Adress.
Mit einem einfachen Strompreisvergleich können Sie jeden Monat sparen.
Günstige Kredite für Selbstständige und Freiberufler - auch in schwierigen Fällen!
Kfz Ersatzteile von 100Pro-Ersatzteile.de, Autoteile in Erstausrüsterqualität.
Diese Pressemitteilung bookmarken bei...