Schwäbisch Hall mit Spitzenjahrgang
Die Bausparkasse Schwäbisch Hall hat 2010 mit überdurchschnittlichem Wachstum ihre Marktführerschaft eindrucksvoll bestätigt. „Wenn im vergangenen Jahr eines im Trend lag, dann war es unser Bausparen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Matthias Metz heute auf der Jahres-Pressekonferenz in Stuttgart.

(firmenpresse) - Das Bausparneugeschäft des Marktführers ist 2010 um 13,6 Prozent auf eine Bausparsumme von 28,7 Milliarden Euro gewachsen. 902.000 Verträge wurden bei Schwäbisch Hall abgeschlossen. Das sind 100.000 Stück mehr als im Vorjahr. Der Marktanteil verbesserte sich um einen halben Prozentpunkt auf 28,6 Prozent. Das Neugeschäft verzeichnete dabei einen besonders starken qualitativen Zuwachs. Denn die Sparleistungen der Kunden sind um 17 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro gestiegen. Der Bestand an Bauspareinlagen erreichte mit 35,7 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Metz bezeichnete 2010 als einen „Spitzenjahrgang“: „Es ist unser erklärtes Ziel, nicht nur umsatzmäßig vorne zu sein. Genau so wichtig ist uns, dass wir auch in Sachen Qualität unsere Marktführerschaft ausbauen.“ Dazu zählte er neben dem hohen Spargeldeingang die weit überdurchschnittliche Einlösequote der Verträge, auf denen also bereits die Abschlussgebühr einbezahlt ist. Bei Schwäbisch Hall lag dieser Wert im Durchschnitt der vergangenen Jahre bei mehr als 95 Prozent. Als beispielhaft für die gesamte Branche gilt ferner das von Schwäbisch Hall eingeführte Produktinformationsblatt.
Im Wohn-Riester-Geschäft verzeichnete Schwäbisch Hall mit 112.000 Verträgen ein Plus von knapp 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Wohn-Riester-Angebote wurden 2010 mehrfach ausgezeichnet. Allein die Zeitschrift Finanztest kürte Schwäbisch Hall zweimal zum Testsieger.
Gemeinsam mit der Finanzgruppe der genossenschaftlichen Banken betreut Schwäbisch Hall in Deutschland 6,7 Millionen Bausparer mit 7,2 Millionen Verträgen, deren Bausparsumme sich auf 225 Milliarden Euro beläuft – überall wurden die entsprechenden Vorjahreswerte deutlich übertroffen.
Im zweiten Kerngeschäftsfeld, der Baufinanzierung, hat Schwäbisch Hall 2010 mit einem Plus von 9 Prozent ein Rekordvolumen von 10,8 Milliarden Euro erreicht. „Während der gesamte Baufinanzierungsmarkt rückläufig war, sind wir deutlich gewachsen“, sagte Metz. Hinzu kamen noch 4,8 Milliarden Euro an Baufinanzierungen der genossenschaftlichen Banken, die mit einem Bausparvertrag von Schwäbisch Hall verbunden sind.
Die Schwäbisch Hall-Gruppe berichtet für das Geschäftsjahr 2010 zum ersten Mal nach den internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS. Nach vorläufigen Angaben lag der erzielte Zinsüberschuss mit 935 Millionen Euro um 2 Millionen Euro über dem Vorjahresbetrag. Der starke Anstieg beim Bausparneugeschäft erhöhte das traditionell negative Provisionsergebnis um 23 Millionen auf minus 194 Millionen Euro. „Dies stemmen wir gerne, denn die Provisionsaufwendungen von heute sind die Erträge von morgen“, sagte Metz. Die Investitionen steigerten die Verwaltungskosten um 18 Millionen auf 441 Millionen Euro. Entsprechend verringerte sich das Ergebnis vor Steuern in der Gruppe um 34 Millionen auf 329 Millionen Euro.
Im Ausland betreuen 7.600 Mitarbeiter rund 3,4 Millionen Kunden. Insgesamt wurden 730.000 Verträge (+4,8 Prozent) in den ausländischen Beteiligungsgesellschaften abgeschlossen. Das Vertragsvolumen in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Rumänien und China wuchs um 5,3 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro. Das vermittelte Baufinanzierungsgeschäft erhöhte sich um 17,1 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Das kumulierte Ergebnis vor Steuern verbesserte sich um 39 Millionen auf 159 Millionen Euro. Die Beteiligungsgesellschaften erwirtschafteten 34 Millionen Euro an Dividendenerträgen. „Der Wert unserer Unternehmensbeteiligungen und die Dividendenerträge stützen unser Ergebnis und machen uns unabhängiger von Marktschwankungen im Inland“, sagte Metz.
Die Bausparkasse Schwäbisch Hall wendet sich gegen die EU-weit geplante Harmonisierung der Einlagensicherung auf einen Höchstbetrag von 100.000 Euro. „Das benachteiligt unsere Kunden“, sagte Metz. Denn die Sicherungseinrichtung der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken schützt die Spareinlagen der Kunden in unbegrenzter Höhe. Nach derzeitigem Stand würde ein zusätzliches Sicherungssystem der Bausparkasse Schwäbisch Hall in den kommenden zehn Jahren eine Mehrbelastung bis zu 500 Millionen Euro aufbürden. „Das ist weder sachgerecht noch wirtschaftlich verantwortbar. Wer seriös wirtschaftet, wird bestraft“, sagte Metz.
Schwäbisch Hall beschäftigt in Deutschland inzwischen mehr als 7.000 Mitarbeiter, davon sind für den Vertrieb 3.800 tätig. Hinzu kommen noch knapp 280 Auszubildende. „Vor allem im Außendienst suchen wir weiter nach qualifizierten Vertriebskräften und stellen sofort 100 neue Mitarbeiter ein, sofern sie unseren Qualitätsansprüchen genügen“, sagte Metz.
Für die Zukunft sieht Metz große Potenziale für das Bausparen. Nach dem historischem Tief im Wohnungsneubau mit 159.000 Neubauten im Jahr 2009 stieg die Zahl der Neubauten 2010 auf rund 180.000. Für 2011 rechnet die Bausparkasse Schwäbisch Hall mit einem Anstieg auf 200.000 Neubauten. Zusätzliche Impulse gehen vom Renovierungsmarkt aus. Branchenerhebungen zufolge liegt das Modernisierungsvolumen in den kommenden Jahren bei rund 60 Milliarden Euro. „Das Bausparen ist mit rund 75 Prozent die meistgenutzte Finanzierungsform für Modernisierungen“, begründete Metz die positiven Aussichten.
Zusätzlichen Schub verleiht die Zinsentwicklung. Seit dem historischen Tief im August 2010 steigen die Zinsen wieder. Die Umlaufrendite verzeichnet seitdem einen Anstieg von mehr als 40 Prozent. „Wer sich in diesem Jahr die sehr günstigen Zinsen mit Hilfe eines Bausparvertrags sichert, profitiert davon in den kommenden Jahren und Jahrzehnten“, sagte Metz.
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Die Bausparkasse Schwäbisch Hall AG ist mit 6,7 Millionen Kunden die größte Bausparkasse in Deutschland. Die mehr als 7.000 Mitarbeiter arbeiten eng mit den Genossenschaftsbanken zusammen. Im Ausland ist Schwäbisch Hall mit Beteiligungsgesellschaften in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Rumänien und China aktiv und zählt dort 3,4 Millionen Kunden.
Fritz Schwab
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Datum: 19.01.2011 - 09:57 Uhr
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