Der Ökologische Jagdverein Hessen kritisiert die Absicht der Landesregierung, den verrotteten Zaun um das „Wildschutzgebiet Reinhardswald“ bei Kassel zu erneuern. Die 65 Kilometer lange Zaunlinie weist mittlerweile Lücken auf. Die Instandsetzung soll über eine Million Euro kosten. Die Folgekosten für die laufende Unterhaltung sind noch nicht einkalkuliert. Nach offizieller Lesart dient das 10.000 Hektar große Wildgatter der Forschung. Doch jeder Forstmann in Nordhessen weiß, dass dort nicht geforscht, sondern gejagt wird.
(firmenpresse) - Ministerpräsident Koch und Landwirtschaftsminister Dietzel laden alljährlich zu repräsentativen Staatsjagden ein, deren Gäste möglichst starke Hirsche vor die Büchse bekommen sollen. Für den Jagderfolg sorgt eine künstlich überhöhte Rotwilddichte von etwa 12 Tieren pro 100 Hektar. Lokale Kritiker sprechen von einem„Jagdbordell“. Zwei Tiere pro 100 Hektar halten Fachleute für eine Populationsdichte, die mit dem Ökosystem des Reinhardswalds im Einklang wäre. Das Sechsfache ist Realität. Entsprechend hoch sind die Wildschäden im „Schutzgebiet“. Die einseitige Belastung des Ökosystems hat zu einer Artenarmut bei Flora und Fauna geführt. Junge Bäume müssen vor dem hungrigen Rotwild geschützt werden. Bei alten, erntereifen Bäumen sorgt das rotwildtypische Schälen der Rinde für hohe Wertverluste. Durch den eingeengten Lebensraum muss das Wild zusätzlich gefüttert werden.
Im zuständigen Landwirtschaftsministerium wird eingeräumt, dass die Forschungsmöglichkeiten „derzeit nicht nachgefragt werden“ (hr-Fernsehen , 15.07.07), man wolle aber das Gatter für einen künftigen Bedarf erhalten. Das Ministerium muss sich fragen lassen, was denn in einer wirklichkeitsfremden „Laborsituation“ mit 1200 Stück Rotwild auf engstem Raum erforscht werden könnte. Der ÖJV hält die angebliche Forschung für durchsichtigen „Etikettenschwindel“, der bemänteln soll, dass man ein landeseigenes Jagdgatter kostenträchtig renovieren will. Der ÖJV Hessen betrachtet die Jagdeinladungen der Landesregierung als legitimes
Mittel offizieller „Kontaktpflege“. Dies rechtfertigt aber keineswegs, überhöhte Rotwildbestände in Gattern vorzuhalten und die Kosten dem Steuerzahler aufzubürden. Aus Sicht des ÖJV ist die „Gatterjagd“ ein Relikt aus Zeiten feudaler Jagdprivilegien. Sie steht im Widerspruch zu einem zeitgemäßen, ökologisch ausgerichteten Wildmanagement. Deshalb sollte das Rotwild im „Schutzgebiet“ auf ein verträgliches Maß reduziert und der marode Zaun vollständig abgeräumt werden.
Die Pressemitteilung stellt eine Meinungsäußerung des Erfassers dar. Der Erfasser hat versichert, dass die eingestellte Pressemitteilung der Wahrheit entspricht, dass sie frei von Rechten Dritter ist und zur Veröffentlichung bereitsteht. firmenpresse.de macht sich die Inhalte der Pressemitteilungen nicht zu eigen. Die Haftung für eventuelle Folgen (z.B. Abmahnungen, Schadenersatzforderungen etc.) übernimmt der Eintrager und nicht firmenpresse.de
Diese Pressemitteilung wurde bisher 1468 mal aufgerufen.
Tagesgeld-Konditionen
Pressemitteilungen der Druckerei WIRmachenDRUCK finden Sie auf wir-machen-druck.de unter Aktuelles.
Hochwertiges und günstiges Spielzeug, sowie Bastelbedarf und Bastelmaterial gibt es im didagoshop.
Moderne Badmöbel und viele tolle Möbel für Ihr Zuhause.
Für ein effektives und erfolgreiches Direktmarketing. Adressen kaufen bei Best Adress.
Mit einem einfachen Strompreisvergleich können Sie jeden Monat sparen.
Günstige Kredite für Selbstständige und Freiberufler - auch in schwierigen Fällen!
Kfz Ersatzteile von 100Pro-Ersatzteile.de, Autoteile in Erstausrüsterqualität.
Diese Pressemitteilung bookmarken bei...