Familienfeindliche Politik in Bergisch Gladbach
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Am gestrigen Abend sind über 100 Familien dem Aufruf der Elterninitiative GL-Kids gefolgt und haben über die Konsequenzen des Ratbeschlusses, der für viele überraschend und sofort wirksam wurde, diskutiert.
Die abrupte Erhöhung der Kindergartenbeiträge um bis zu 60% ist für einige Familien zu viel. Der Rat der Stadt hat im laufenden Kindergartenjahr die Erhöhung der Beiträge beschlossen. Somit wurden die bestehenden Verträge der Eltern mit den einzelnen Kindergärten im laufenden Jahr zu ungunsten der Familien geändert. Diese vorgehensweise ist unsozial, ungerechtfertigt und völlig instinktlos. Die aktuell regierende Partei, die CDU, ist im letzten Wahlkampf (2009) mit dem Slogan angetreten, dass Bergisch Gladbach zur rundum familienfreundlichen Stadt werden soll. Mit diesem Ratsbeschluss verhöhnen die Ratsparteien die Familien.
Erschreckend war für die meisten Familien die Unwissenheit einiger Mitglieder des Stadtrates, die entweder überhaupt nicht wussten, was sie beschlossen haben oder anfragende Bürger mit Allgemeinthesen abgespeist haben.
Die aktiven Bürger der Elterninitiative sind sich darüber im Klaren, dass sozial gerechte Kindergartengebühren sinnvoll sind. Wir sind auch alle bereit unseren Beitrag hierzu zu liefern. Allerdings ist es nicht hinnehmbar, dass Ratsmitglieder entweder bewusst oder unbewusst solche weitreichenden Entscheidungen treffen, die für die Familien nicht mehr aufzufangen sind.
Kindergartenbeiträge von bis zu 9.600 ? pro Jahr sind nicht tragbar. Damit ist Bergisch Gladbach zu einer der teuersten Gemeinden in Deutschland geworden. Die Konsequenzen sind sowohl für die Gesellschaft, als auch die Wirtschaft weitreichend. Dies wurde weder überblickt, noch berücksichtigt.
Ist es das Ziel der Politik in Bergisch Gladbach, dass gut ausgebildete Frauen den Widereinstieg in das Berufsleben finanziell nicht mehr realisieren können? Im Zeitalter der Diskussion um Frauenquoten und Fachkräftemangel eine fast schon absurde Entscheidung.
Die Elterninitiative GL-Kids fordert hiermit den Rat der Stadt Bergisch Gladbach auf, sich mit dieser Fehlentscheidung auseinander zu setzen und Stellung zu nehmen, wie sie diese massive Erhöhung der Kindergartenbeiträge zurücknehmen will, um wieder eine familienfreundliche Politik zu leben und den Familien zu ermöglichen an der Solidargemeinschaft teil zu haben.
Weitere Presseinformationen: Web: www.glkids.de Telefon: Herr Alfons Baur 0170 8501961 Mail: alfonsbaur@googlemail.com
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Datum: 01.02.2011 - 15:28 Uhr
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