Ideenreichtum und Know-how müssen belohnt werden
Rittal-Nachahmer aus China erhält den Negativpreis "Plagiarius" für "besonders dreiste Fälschung"

(PresseBox) - Das Schaltschranksystem TS 8 von Rittal ist einmalig - zumindest sollte es das sein. Doch jetzt tauchte eine Billigkopie in Fernost vom chinesischen Hersteller HFM - Shanghai HaoFuMan Electricity Equipment auf. Für den Ideenklau erhielt der Rittal-Nachahmer jetzt den "Plagiarius", einen Negativ-Preis, der jedes Jahr im Rahmen der Frankfurter Konsumgütermesse Ambiente an die "dreistesten Fälschungen" vergeben wird.
In Zeiten von Internet und Globalisierung weitet sich das Problem der Produkt- und Markenpiraterie enorm aus. Fälschungen untergraben die Wettbewerbsfähigkeit führender Industrienationen durch illegalen Handel und gehen einher mit dem Verlust von Arbeitsplätzen. Experten schätzen den finanziellen Schaden auf jährlich 50 Milliarden Euro allein in Deutschland. Plagiatoren bereichern sich am geistigen Eigentum anderer, indem sie Produkte kopieren, für die bereits Nachfrage besteht. Auf diese Weise sparen sie Geld für Forschung, Entwicklung und Marketing. Das haben die Originalhersteller bereits investiert - so auch Rittal bei der Durchbruchsinnovation seines Topschranksystems TS 8.
Seit seiner Markteinführung 1999 ist das Multitalent bereits über 7,7 Millionen Mal im Einsatz. Der Erfolg des Rittal-Originals wurde nur durch hohe Entwicklungsanstrengungen und kompromisslose Orientierung an Kundenanforderungen gepaart mit einem hohen Maß an Design- und Technik-Know-how möglich. Für den TS 8 Schaltschrank hat Rittal sowohl in Deutschland als auch in China Patente eingetragen.
Bei der Kopie des TS 8 durch das Unternehmen HFM wurden Design und Technik 1:1 übernommen, aber teilweise deutlich minderwertig umgesetzt. Als Brandmarkung für die Billigkopie aus Fernost erhielt jetzt der Plagiator als "Negativ-Auszeichnung" eine Urkunde für seine Nachahmung - allerdings nur in Kopie. Dazu wurde ein Brief übersandt, in dem das unfaire Verhalten angeprangert wird. Das Original erhielt Rittal, zusammen mit einer schwarzen Zwergenfigur, die eine goldene Nase trägt. Diese steht symbolisch für die "goldene Nase", die sich Fälscher mit ihren Geschäftspraktiken verdienen. Nach erfolgloser Abmahnung hat Rittal im Dezember 2010 in China Klage gegen HFM eingereicht.
Dr. Thomas Steffen, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung bei Rittal, nahm die Original-Urkunde am 11. Februar im Rahmen einer Pressekonferenz während der Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt aus den Händen von Prof. Rido Busse, Initiator des "Plagiarius" und Geschäftsführer und Inhaber der Busse Design Ulm Gmbh, entgegen. "Im Gegensatz zu Konsumgütern werden unsere Produkte als Investitionsgüter von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Die Verleihung des "Plagiarius" ist eine gute Plattform, die zeigt, dass nicht nur Konsumware, sondern auch Investitionsgüter Ziel von Kopierern sind", verdeutlicht Steffen. Rittal als innovativer Trendsetter und Marktführer der Schaltschrankbranche befindet sich permanent im Fokus eventueller Kopierer. "Dies trifft nach wie vor insbesondere auf chinesische Wettbewerber zu", so Steffen.
Bereits seit 1977 wird mit dem "Plagiarius" jährlich besonders "dreister Ideenklau" ins öffentliche Licht gerückt. Für Prof. Rido Busse ist es wichtig, dass Ideenreichtum und Know-how fair entlohnt und in der Gesellschaft wieder stärker wertgeschätzt werden. Denn Originalprodukte sind zwar in der Anschaffung teurer, entsprechen aber stets den höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards. Hersteller von Fälschungen hingegen verwenden oft minderwertige bzw. gefährliche Materialien. So setzen sie sowohl die Gesundheit ihrer Arbeiter als auch die der Konsumenten leichtfertig aufs Spiel, um ihre Waren billig verkaufen zu können.
Die Jury des Plagiarius-Wettbewerbs wird jedes Jahr aus Vertretern der Bereiche Design, gewerblicher Rechtsschutz, Wirtschaft und Fachverbänden zusammengestellt. In der diesjährigen Jury saßen unter anderem der leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Ulm, Dr. Wolfgang Zieher und Karl-Heinz Keller, leitender Kriminaldirektor der Polizeidirektion Ulm.
Die Rittal GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Herborn, Hessen, ist ein weltweit führender Systemanbieter für Schaltschränke, Stromverteilung, Klimatisierung, IT-Infrastruktur sowie Software & Service. Systemlösungen von Rittal kommen in allen Bereichen der Industrie, im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der ITK-Branche zum Einsatz.
Zum breiten Leistungsspektrum gehören dabei auch Komplettlösungen für modulare und energieeffiziente Rechenzentren, vom innovativen Sicherheitskonzept (ehemals Litcos) bis zur physikalischen Daten- und Systemsicherung der IT-Infrastruktur (ehemals Lampertz). Der führende Softwareanbieter Eplan sowie der Softwarehersteller Mind8 sind Tochtergesellschaften von Rittal und ergänzen die Rittal Systemlösungen durch disziplinübergreifende Engineering-Lösungen.
1961 gegründet, ist Rittal mittlerweile mit 10 Produktionsstätten, 63 Tochtergesellschaften und 40 Vertretungen weltweit präsent. Mit insgesamt 10.000 Mitarbeitern ist Rittal das größte Unternehmen der inhabergeführten Friedhelm Loh Group, Haiger, Hessen. Die gesamte Unternehmensgruppe beschäftigt mehr als 11.000 Mitarbeiter und wird im Jahr 2010 einen Umsatz von circa 1,8 Milliarden Euro erzielen. Weitere Informationen unter www.rittal.de und www.friedhelm-loh-group.com.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Rittal GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Herborn, Hessen, ist ein weltweit führender Systemanbieter für Schaltschränke, Stromverteilung, Klimatisierung, IT-Infrastruktur sowie Software & Service. Systemlösungen von Rittal kommen in allen Bereichen der Industrie, im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der ITK-Branche zum Einsatz.
Zum breiten Leistungsspektrum gehören dabei auch Komplettlösungen für modulare und energieeffiziente Rechenzentren, vom innovativen Sicherheitskonzept (ehemals Litcos) bis zur physikalischen Daten- und Systemsicherung der IT-Infrastruktur (ehemals Lampertz). Der führende Softwareanbieter Eplan sowie der Softwarehersteller Mind8 sind Tochtergesellschaften von Rittal und ergänzen die Rittal Systemlösungen durch disziplinübergreifende Engineering-Lösungen.
1961 gegründet, ist Rittal mittlerweile mit 10 Produktionsstätten, 63 Tochtergesellschaften und 40 Vertretungen weltweit präsent. Mit insgesamt 10.000 Mitarbeitern ist Rittal das größte Unternehmen der inhabergeführten Friedhelm Loh Group, Haiger, Hessen. Die gesamte Unternehmensgruppe beschäftigt mehr als 11.000 Mitarbeiter und wird im Jahr 2010 einen Umsatz von circa 1,8 Milliarden Euro erzielen. Weitere Informationen unter www.rittal.de und www.friedhelm-loh-group.com.
Datum: 18.02.2011 - 15:08 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 351476
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Wirtschaft (allg.)
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